„Geht gar nicht, Sky!“

Bitte mit Sané, Jessy! - Moderatoren wollen Blut sehen - Die TV-Kritik von Jörg Heinrich

Sky-Moderatorin Jessica Libbertz
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Sky-Moderatorin Jessica Libbertz punktet mit einem „Mörder-Gag“.

Einem Trainer live von drastischen Entscheidungen zu berichten, dazu unverzeihliche Gags und biblische Vergleiche - absurd, oder? Die TV-Kritik von Jörg Heinrich.

München - Was ist der Unterschied zwischen Jens Spahn und Sky? Spahn will ein Impfangebot machen, Sky macht ein Schimpfangebot. Auch am Wochenende gab’s wieder viel Merkwürdiges zu bestaunen. Wir verraten, was bei uns im Schimpfpass gelandet ist.

„Geht gar nicht, Sky!“

Sebastian Hellmann: Er wollte bei Hertha – Bremen partout Blut sehen. Schon vor dem Spiel erkundigte sich Hellmann nach den Chancen, bei Bruno Labbadia die Guillotine anzusetzen. Nach der Pleite überbrachte er Labbadia im Interview die frohe Kunde: „Es gibt Meldungen, dass es eventuell schwierig werden könnte, was die Zukunft angeht. Labbadia-Entscheidung bei Hertha gefallen, schreibt die Bildzeitung.“ Einem Trainer live seine Entlassung mitzuteilen – das ist schäbig und sensationslüstern. Geht gar nicht, Sky! Es passt aber zu Hellmann, der gestern auf Schalke wieder mit seinem ewigen Personalien-Gebohre genervt hat. „Was ist denn jetzt mit Boateng?“, insistierte er beim Brazzo. Als ob der Sportdirektor zehn Minuten vor Anpfiff eine sinnvolle Antwort liefern würde.

Jessica Libbertz und die Songs von Udo Jürgens

Jessica Libbertz: Gut, dass sie wieder gesund ist. Sehr viel durchschaubarer sind Jessys Einlassungen aber auch nach der Krankheitspause nicht geworden. Bei Schalke-Trainer Christian Gross erkundigte sie sich vor dem Spiel stangerlgrad, ob er mit S04 auch in die zweite Liga gehen würde. Nachdem noch die komplette Rückrunde zu spielen ist, war das nicht die naheliegendste Frage.

Wenigstens teilte sie ihm nicht seine Entlassung mit, das macht dann Hellmann. Für ihren Plausch mit dem 66-Jährigen hatte sich Jessica einen Mörder-Gag ausgedacht: „Es gibt ein schönes Lied von Udo Jürgens, da heißt es, mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Gross setzte das Udo-Analysieren fort: „Ja, das ist eines der vielen sehr guten Lieder von ihm.“ Dass sich Madame Libbertz dann den Gag „Aber bitte mit Sané“ entgehen ließ, war unverzeihlich

Wolff Fuss: „Es ist David gegen Goliath. Und nach bestem biblischem Vorbild müssten die Schalker eine Steinschleuder mitbringen“, prophezeite er. Die Jessy war ganz begeistert, dass der Wolffi bibelfest ist: „Der Mann ist ein Tausendsassa!“ Sie sehen, es gebricht Sky nicht an absurden Dialogen. Wenn Kopfgeldjäger Hellmann das hört, erlegt er den nächsten Trainer mit der Steinschleuder.

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