So liefen die Übertragungen

TV-Kritik: Für viele heißt es jetzt "WeselSKY Go"

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Sky-Moderator Sebastian Hellmann.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich hat sich die Berichterstattung zum Bayern-Spiel gegen den AS Rom näher betrachtet und dabei festgestellt: Sky Go ist die "GDL des grünen Rasens".

Heute dürfen wir Ihnen von einem Abend berichten, der bei uns unter dem Motto stand: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Réthy sonst nur faseln kann.“ Es war nämlich so, dass der Quassel-Stopp, jenes magische Kästchen, das Kommentatoren ausblendet, nicht rechtzeitig bei uns eingetroffen ist. So mussten wir uns mit dem formschönen Laubbläser Black & Decker Blasebraus behelfen, um Béla zu übertönen.

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Das Vorspiel: Der Hellmann Bastl versprach: „Wir übertragen mit Bild und Ton.“ Aber auch mit diesen Neuerungen ist die Champions League auf Sky wegen chronischen Schwatzens zwei Klassen schlechter als das Liga-Topspiel am Samstag. Der Käse-Kaiser erzählte in Ismaning City lustige Sachen vom Hinspiel in Rom. Sinngemäß franzelte er: „Wenn Neuer nicht so gut hält, kann das Spiel kippen, also in dem Fall nicht, sonst aber schon.“ Da haben wir zum ersten Mal den Blasebraus angeworfen. Fuuurch, Blaaaaas, Wuuuuusch, und der Franz war wie weggeblasen, herrlich.

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Die App des Bösen: Spannendste Frage war ja, ob Sky Go wie immer kaputt ist. Denn der Handy-Fußball, die GDL des grünen Rasens, streikte zuletzt ausdauernd. Viele nennen die App bereits „WeselSky Go“, in Anlehnung an den Gewerkschaftsführer der Herzen. Gestern hat’s schockierenderweise funktioniert, obwohl der Sender zuvor über eine „organisierte Attacke“ spekuliert hatte. Steckte das ZDF dahinter, um die Menschen zu Béla ins Verderben zu locken?

Bilder und Noten: Chapeau Monsieur Ribéry

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Der Grünschnabler: Viele hatten sich ja gewünscht, dass Réthy auch mal streikt. Wobei: Lasset uns dankbar sein! Es hätte ja auch Grammatik-Anarcho Oliver Schmidt kommentieren können. Dann besser Béla. Liebling Lerchenberg war aber nicht der einzige, der nach dem Blasebraus rief. Der zunehmend mumifiziert wirkende Alt-Torwart schwallte über das „Maximale des Maximalen“. Der erst 13-Jährige Jochen Breyer grünschnabelte über Benatia: „Im Kabinengang gibt’s Küsschen, auf dem Platz Pferdeküsschen.“ Und schon vernahmen wir dank Black & Decker nix mehr. Von Béla drangen nur noch statistische Wortfetzen zu uns durch, „Holebas 60“ und so. Dabei schaut der greise Grieche höchstens aus wie 50. Der Rest war: Knatter, Dengel, Röööööhr! Also wir können das Gerät nur empfehlen. Ärger, Jammer, Réthy, Graus, das alles spart dir gern der Blasebraus.

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