Bei Sky und ZDF lag einiges im Argen

TV-Kritik zum Bayern-Spiel: Geht's auch auf Deutsch?

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Olli, Arjen und der Mann von der Druckindustrie.

München - Nicht nur die Offensivabteilung des FC Bayern lässt an diesem Champions-League-Abend einiges zu wünschen übrig. Bei Sky und ZDF lag einiges im Argen.

Zwölf Uhr mittags, nur abends - das war das Halbfinale am Dienstag bei Sky und im Zweiten Deutschen Fernsehen, unserem geliebten Zett-De-Eff, wie Dieter "Thomas" Heck in Studio 1 der Berliner Union-Film immer gerufen hat. Aber wir wollen nicht schweifen, und schon gar nicht ab. Deutschland war bis unter die Haarspitzen heiß wie Frittenfett auf das Spiel gegen Atlético - vor allem Sky, das bereits eine knappe Stunde vor dem ZDF mit dem Berichten begonnen hat. Der Bezahlsender legte ein wunderbares Warmlachen hin. Die Vorberichterstattung bot zwar wenig Brauchbares über Fußball, dafür aber ein Feuerwerk der Fröhlichkeit. Fips Asmussen und Mario Barth können einpacken.

Bastl Hellmann wusste viel Schönes zu berichten, zum Beispiel dieses: "Die Bayern wollen ins Finale, Atlético aber auch." Das überraschte dann doch. Über Pep sinnierte Sky: "Was bleibt von Guardiolas Erbe: Triumph oder Missverständnis?" Damit meinte der Sender übrigens den dreifachen deutschen Meister und dreifachen Champions-League-Halbfinalisten. Ach Sky, manchmal seid Ihr wirklich das RTL II des Pay TV.

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Anna-Sara Lange war auch mal wieder da, darf aber nur noch zweite Geige hinter Patrick Wasserziehr spielen. Sie befragte den saftig grünen Rasen: "30 Milliliter sind die Maximumlänge. Wascher marsch." Dann übernahm wieder Kollege Wascherziehr. Cbas, das "Finale dahoam" unter den YouTubern, belästigte uns auch wieder. Und Lothar wusste über Diego Simeone, den Gegenspieler von "Gudiola": "Der Spielstil von Addlediggo erinnert mich an seinen Stilspiel."

Schlussendlich war man dann doch froh, als das ZDF mit dem Übertragen angefangen hat, wo Oliver Kahn, der Experte aus der Druckindustrie, das Auflärmprogramm bestritt. Die Leichtigkeit, die dem FCB fehlt, war ein gewichtiges Thema im Zweiten. Und viele Zuschauer fragten sich: "Huhu, ZDF: Gibt's auch ne deutsche Tonoption, oder nur Olli Schmidt?" Der Kommentator wies erneut nach, dass er der deutschen Sprache so feindselig gegenübersteht wie die AfD dem Islam, mit Sätzen wie: "Die Nachrufe auf Pep Guardiola waren schon kurz davor, zu veröffentlicht werden." Schlussendlich war aber Dieter "Thomas" Heck ZDF-Mann des Abends, mit legendären Schlagern wie "Für Xabi tu ich alles" oder "Und Xabi wartet im Park".

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