Sammer und Lange beim FCB-Spiel

TV-Kritik: Marianne und Michael ohne Jodeln

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Matthias Sammer im Interview mit Sky-Reporterin Anna-Sara Lange.

Rom - tz-Kolumnist Jörg Heinrich nimmt in der TV-Kritik die Übertragung des Bayern-Spiels in Rom genauer unter die Lupe. Unter anderem erklärte Franz Beckenbauer aus erster Hand, wie man sich als Papst fühlt.

Herzlich willkommen zum ewigen Abend aus der ewigen Stadt! Vor 2700 Jahren gründeten Romulus, Remus und Francesco Totti Rom. Und bereits wenige Tage danach begann Sky mit der Vorberichterstattung vom Bayern-Triumph bei der Roma, die sich auch gestern wieder über mehrere Stunden hinzog. Franz Beckenbauer erklärte aus erster Hand, wie man sich als Papst fühlt, Matthias Sammer hatte eine Audienz bei Anna-Sara Lange, und Erik Meijer warnte den FCB irrtümlich vorab: „Wenn Totti in Ball geht, Gervinho, puff nach vorne.“ Wir verraten Ihnen, puff nach vorne, was Sie verpasst haben, falls Sie „Deutschland – Brasilien reloaded“ verpasst haben.

Bilder der Bayern-Gala in Rom: Viermal Note eins!

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Die Sammer-Versteherin: Anna-Sara und ihr Lieblingssachse haben sich zum Traumpaar einer jeden Bayern-Übertragung gemausert. Das Kult-Duo kommt nicht voneinander los, wie einst Liz Taylor und Richard Burton, Charles und Camilla, Cindy und Bert, Zsa Zsa Gabor und Prinz Frederic von Anhalt. Anna-Sara fragt immer was, und ihr Sammer gibt sich mächtig Mühe, ihre Frage nicht zu beantworten, was ihm stets gelingt. Und so fragt Frollein Lange nach Marco Reus, und Matze redet übers Spiel in Rom. Anna-Sara erkundigt sich nach dem Papst, und Sammer erklärt ihr, dass ihm der Papst wurscht ist. Niemand außer der Neubauerin und dem Lambert unterhält sich so unterhaltsam aneinander vorbei, ein gefundenes Fressen für jeden Paartherapeuten. Kein Wunder, dass viele die beiden schon „Marianne und Michael ohne Jodeln“ nennen.

Der Fußball-Papst: Der Beckenbauer Franziskus wusste aus eigener Erfahrung, wie man sich fühlt, wenn der FC Bayern den Papst empfängt: „Das ist schon ein Erlebnis.“ Wichtigste Frage des Abends, die auch der Franz nicht beantworten konnte: Wirkt der göttliche Segen vom Mittwoch schon vorab am Dienstagabend? Es schien so.

Der Mikro-Papst: Hochwürden Reif hatte seinen Spaß am Bayern-Spiel. „Werder war besser“, spöttelte er, und erkannte: „Bayern schon wieder gegen einen Gegner, der sein Erscheinen eingestellt hat.“ Ein „Comeback à la Lazarus“ verwehrte er der Roma. Doch als fairer Sportsmann hatte Marcel Reif Mitleid mit den Römern, „es gibt Elfmeter, um Himmels Willen“, beklagte er. Das Bayern-Maschinchen schnurrte, und der Chefkommentator lieferte den Soundtrack mit genau den richtigen Zwischentönen.

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