Stefan, sach, was geht?

TV-Kritik: Glucks, hihi, kicher

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Scherzkeksin Jessi und der Alt-Tiger.

München - In seiner TV-Kritik über das FC-Bayern-Spiel berichtet tz-Kolumnist Jörg Heinrich über viel Gegluckse. Und irgendwie ging's dann doch um Effenbergs neue Liebe.

O’quatscht is! Mit zahlreichen festlichen Ansprachen hat Sky gestern Abend das Jahrtausendspiel des finanzschwachen Außenseiters Bayern München gegen Tabellenführer SC Paderborn gefeiert – den Rumble in the Jungle, bloß nicht im Dschungel. Sämtliche Beteiligten, von Moderatorin Jessica Kastrop bis zur Embedded Bayern-Reporterin Anna-Sara Lange, wiesen mehrmals minütlich auf die ulkige Tabelle vor dem Spiel hin. Scherzkeksin Jessi, glucks, hihi, kicher, konnte sich gar nicht mehr beruhigen: „Der Tabellenführer, damit sind wieder nicht die Bayern gemeint.“ Aber bei ihr wundert uns eh nix mehr, sie bezeichnet auch Bier als „güldenen Gerstensaft“.

Am Ende setzte sich der Münchner David mit seinen bescheidenen Mitteln gegen den Goliath von der Pader durch. Thema des Abends war aber überhaupts nicht der Fußball, sondern die Frage: „Effe’s coming home – was läuft da mit Claudia?“ Der Alt-Tiger war nämlich Experte bei Jessica im Studio in Bremen. Und natürlich interessierte sich kein Mensch dafür, was er über Fußball allgemeinplatzelt. Schade, dass Madame Kastrop nicht direkt fragen konnte: „Stefan, sach, geht noch was mit Deiner Ollen aus dem Big-Brother-Container?“ Das wäre unhöflich gewesen. Und so musste man auf die feinen Untertöne achten.

„Europa muss das Ziel sein“, erklärte Effenberg – plant er bereits einen Liebesurlaub mit Comeback-Claudi? Effe verriet auch ganz offen den Grund für die Annäherung: „Es ist Druck drauf, immer.“ Das verstehen wir, gerade als Mann. Die Hormone sind nicht ohne. Frau Kastrop erkundigte sich dann auch noch wenig sensibel: „Wie kriegen wir die Kuh vom Eis?“ Liebe Jessica, bitte sprechen Sie nicht so abschätzig von Claudia Effenberg!

Auch die sonstigen Akteure würdigten Effes amouröse Neuauflage. „Das waren ganz tolle Gefühle“, schwärmte Paderborn-Manager Michael Born. Und der antike Nerv-Willi Lemke (gottlob hat Uli kein Sky) wünschte sich „einen Granaten-Abend, nach dem wir gern ins Bett gehen.“ So süß – damit sprach er Effenberg aus der Seele. Die fesche und schlaue Anna-Sara Lange trug Dirndl, und man hatte das Gefühl: Es kann höchstens noch ein Jahr dauern, dann verpflichtet der FC Bayern seine Leib- und Magen-Reporterin. Sammer schaut schon ganz gamsig. Darauf einen güldenen Gerstensaft!

Jörg Heinrich

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