„Ich bin verwundert über meine Situation“

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Tim Borowski

Das tz-Interview mit dem Mittelfeldspieler Tim Borowski

Herr Borowski, gegen Barcelona kamen Sie mal wieder zwölf Minuten zum Einsatz. Insgesamt standen Sie in der Rückrunde nur zweimal in der Startelf. Wieso bekommen Sie kaum mehr Einsatzzeit?

Tim Borowski: Schwierige Frage. Ich bin schon ein Stück weit überrascht, wie es im Moment läuft. Ich war in der Hinrunde gut drauf, habe wichtige Spiele mitgemacht und mit entschieden. Das ist komplett weggebrochen – das ist ärgerlich und unverständlich.

Haben Sie eine Erklärung für die Situation?

Borowski: Ich trainiere gut, arbeite hart. Ich bin schon verwundert, wie wenig Einsätze ich bekomme. In der Rückrunde kann ich nicht geben, was ich mir vorstelle. Es ist eine schwere Situation. In der Hinrunde war ich auf dem Sprung, in unserer guten Phase war ich Stammspieler und habe meine Chance genutzt.

Alle besser als in Barcelona: Die Bilder und die tz-Einzelkritik

FC Bayern gegen FC Barcelona
Das Rückspiel nach der 0:4-Demütigung: Vor dem Spiel gaben sich die Bayern keinen großen Illusionen hin, das noch umzubiegen. Auch wenn Franck Ribéry hier vor Anpfiff über den Finalteppich schreitet. © Fishing4
FC Bayern gegen FC Barcelona
Nur mancher Fan hatte Hoffnung mit ins Stadion gebracht. © Fishing4
FC Bayern gegen FC Barcelona
Der FC Barcelona zu Gast in der Allianz Arena, da kann man sich schon mal schick machen. © Fishing4
FC Bayern gegen FC Barcelona
Jede Menge Prominenz auf der Tribüne: Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber (mittlere Reihe, 2.v.l.) unterhält sich mit Bundespräsident Horst Köhler, während sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (2.v.r.) mit seiner Ehefrau Karin (r) unterhält. Links neben Stoiber seine Ehefrau Karin, rechts neben Köhler seine Ehefrau Eva Luise Köhler. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Immer auf die Kleinen: Lionel Messi gegen Philipp Lahm und Franck Ribéry © AP
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Daniel van Buyten ist zurück im Kader. Er war nach Belgien gereist, um seinem schwer kranken Vater beizustehen. © sampics
FC Bayern gegen FC Barcelona
Wieder nur die Nummer 2: Michael Rensing. © sampics
FC Bayern gegen FC Barcelona
Die größte Chance des ersten Durchgangs hat Luca Toni in der 5. Minute. Puyol verschätzt sich, eine Sosa-Flanke segelt zum alleingelassenen Italiener, doch Toni köpft den Ball Richtung Eckfahne statt Richtung Tor. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Mit schicker Frisur, aber leider ohne Fortune im Abschluss: Luca Toni. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Philipp Lahm hat Lionel Messi weitestgehend im Griff. Wenn einer der weltbesten Flügelflitzer auf einen der weltbesten Außenverteidiger trifft, dann schenken sie sich natürlich nichts. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Ja, es geht eigentlich um nichts mehr, rein sportlich. Aber das heißt noch lange nicht, dass Jürgen Klinsmann immer still sitzen bleibt. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Still halten? © dpa
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Ganz im Gegenteil! © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Man beachte als Kontrast den in sich ruhenden Uli Hoeneß. © dpa
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So eine Großchance? Okay, da leidet dann auch mal der Manager. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Die Bayern-Verantwortlichen fiebern mit. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Die internationale Bühne: Da fühlt sich Franck Ribéry wohl - auch wenn ihm hier Puyol den Ball klaut. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Spielt Franck Ribéry gegen seinen kommenden Arbeitgeber? Früher oder später würde ihn Barca wohl schon reizen. Alle Bayern-Fans hoffen: lieber später! © AP
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Zé Roberto gegen Daniel Alves: Der Bayern-Brasilianer genießt seine Freiheiten nach vorne, Andreas Ottl hält ihm den Rücken frei. © dpa
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Franck Ribéry bekam immer wieder die internationale Härte zu spüren. © dpa
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Alle Zähne noch da? Ribéry prüft nach. © AP
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Immer unter Strom: Jürgen Klinsmann von links. © AP
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Und von rechts. Ganz schön viel Aufregung für so ein 0:0 zur Halbzeit. © dpa
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Am liebsten würde er wohl selbst mitspielen. © AP
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Verlernt hat er jedenfalls nichts. © AP
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Die Klinsmann-Energie steckt an: Seine Bayern (Foto: van Bommel gegen Messi) kommen mit Vollgas aus der Kabine. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
47. Minute: Das 1:0 für die Bayern! Zé Roberto passt in den Strafraum, Franck Ribéry kriegt den Ball, spielt Keeper Valdes aus und verwandelt. Klasse gemacht! © sampics
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Daumen hoch! © dpa
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Geht da noch was? © sampics
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Drauf, Micho, drauf! Klinsmann zeigt sich höchst engagiert. © dpa
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Da muss sich ... © dpa
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... sogar Franck Ribéry ... © dpa
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... was anhören. © AP
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73. Minute: One-Touch-Football rund um den Bayern-Strafraum. Über fünf Stationen gelangt der Ball zu Keita, der zieht ab. Der Fall schlägt rechts von Hans-Jörg Butt ins Netz ein. Der Ausgleich: 1:1. Keita jubelt. © dpa
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Seine Kollegen jubeln mit ihm. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Lippenleser an den Fernsehschirmen können Sekunden später bei Uli Hoeneß ein "Sch ..." deuten. Klinsmann quittiert den Gegentreffer mit einem jugendfreiern "Mann Mann!" © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Fünf Tore müssten die Bayern nun noch in knapp 20 Minuten gegen diesen FC Barcelona schießen - daran glaubt wohl keiner mehr. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Irgendwann rollten dann auch die Fans ihre Plakate wieder ein. Die Bayern erleben weder das Wunder von München noch das blaue Wunder wie im Hinspiel. © Fishing4
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Endstand 1:1. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
Kein Grund für allzu enttäuschte Gesichter, an eine Sensation haben ohnehin die wenigsten geglaubt. Kompliment, liebe Bayern: Ihr habt Euch ordentlich aus der Champions League verabschiedet, nun gilt die volle Konzentration dem deutschen Meistertitel. © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
In der Folge sehen Sie die tz-Einzelkritik. © AP
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Hans Jörg Butt (rechts): Nicht immer hundertprozentig sicher, bekam in der ersten Hälfte aber auch kaum mehr als Rückpässe aufs Tor. In der zweiten Hälfte nahezu beschäftigungslos. Eines muss man ihm lassen: Butt strahlt Ruhe aus. Note: 3 © Fishing4
FC Bayern gegen FC Barcelona
Christian Lell: Gewann in den ersten zehn Minuten schon mehr Zweikämpfe als im gesamten Hinspiel, danach aber mit einigen Fehlpässen und Unsicherheiten. Insgeamt aber solide und auch zum Schluss noch mit Luft. Note: 4 © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Lucio: Überragender Abwehrchef! Stand mächtig unter Strom, haute sich in jeden Zweikampf als wäre es sein letzter. Ein Vorbild an Kampfesmut und Einsatzwille. Mit ihm wäre das Debakel in Barcelona sicher nicht passiert. Rettete oft in allerletzter Sekunde, so auch in der 54. Minute gegen Messi – allerdings mit der Hand. Note: 2 © sampics
FC Bayern gegen FC Barcelona
Martin Demichelis: Im Vergleich zum Hinspiel nicht wiederzuerkennen. Kompromisslos, im Zweikampf mit gutem Auge, vereitelte ein Reihe aussichtsreiche Möglichkeiten. Aber auch mit einigen schlimmen Fehlpässen. Note: 3 © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Philipp Lahm: Wäre er doch nur auch im Hinspiel dabei gewesen. Seine Duelle mit Messi fanden auf absolutem Weltklasse-Niveau statt. Lahm gewann sie nicht alle – das wäre aber auch zuviel verlangt gewesen. Note: 3 © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Jose Ernesto Sosa: Anfangs unheimlich giftig, mit einigen starken Balleroberungen. Später aber mit vielen leichtsinnigen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, zudem fehlt es ihm an Geradlinigkeit. Ließ seine Gegenspieler häufig laufen, am Schluss völlig platt. Note: 4 © AP
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ab 78.: Altintop: ohne Bewertung. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Mark van Bommel: Er spuckte Gift und Galle. Gegen seinen Ex-Klub zeigte der Kapitän großes Engagement, doch im Unterschied zu den Spanieren fehlt es ihm an kreativen Ideen in der Offensive. Kam gegen die flinken Iniesta und Xavi zudem einige Male einen Schritt zu spät. Note: 4 © Fishing4
FC Bayern gegen FC Barcelona
Andreas Ottl: Rechtfertigte seine Aufstellung mit meist gutem Stellungsspiel und vielen eroberten Bällen. Bildete mit van Bommel eine stabile Mauer vor der Abwehr, manchmal aber spielt er noch zu zurückhaltend. Note: 3 © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Zé Roberto: Er hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Im versprangen ungewohnt viele Bälle, auch im Zweikampf nicht ganz so effektiv wie sonst. Nach vorne gelang ihm nur wenig. Note: 4 © dpa
FC Bayern gegen FC Barcelona
ab 78.: Borowski: ohne Bewertung. © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Franck Ribéry: Wer außer ihm hätte gegen Barcelona treffen sollen? Er ist eben der einzige, der technisch und vom Tempo her auf Barça-Niveau ist. Zeigte immer wieder seine Klasse, doch fehlte es ihm an Mitspielern, die auf seine Ideen eingehen. Für kein Geld der Welt sollten die Bayern ihn hergeben. Note: 2 © AP
FC Bayern gegen FC Barcelona
Luca Toni: Hätte Bayern schon früh in Führung bringen müssen, machte bei seinem Kopfball-Versuch aus vier Metern aber eine ganz unglückliche Figur. Ansonsten sehr viel unterwegs, mit guten Anspielen und vielen gewonnenen Kopfballduellen. Aber: Die eiskalte Tormaschine aus dem vergangenen Jahr ist er irgendwie nicht mehr. Note: 4 © AP

Lief irgend etwas in der Vorbereitung verkehrt?

Borowski: Überhaupt nicht. Die Vorbereitung lief sehr gut. Wie gesagt: Ich bin verwundert, mich in dieser Position wiederzufinden. Und ich bin vom Ehrgeiz und eigenem Anspruch her auch anders gestrickt. Ich bin nicht nach München gekommen, um auf der Bank Platz nehmen zu müssen.

In der Hinrunde waren Sie noch Klinsmanns Topjoker und erzielten starke fünf Tore.

Borowski: Gerade deswegen ist meine Situation nicht zufriedenstellen. Es bringt mir nichts, wie gegen Dortmund in der 91. Minute oder beim 1:5 in Wolfsburg zehn Minuten vor Schluss eingewechselt zu werden.

Gab es eine Erklärung von Jürgen Klinsmann?

Borowski: Nein.

Werden Sie das Gespräch suchen?

Borowski: Ich möchte mich nicht über einzelne Personen äußern. Ich bin noch nicht auf den Trainer zugegangen, es gab ja auch viel Trouble in letzter Zeit. Aber ich kann dem Trainer in die Augen sehen. Wenn es so weitergeht, ist irgendwann sicher der Zeitpunkt gekommen, an dem wir sprechen werden.

Wer wird im Sommer neuer Bayern-Trainer?

Trainer-Kandidaten FC Bayern
Das Projekt Klinsmann ist beendet! Am 27. April entließ der Verein seinen Trainer und präsentierte Jupp Heynckes als Interimslösung bis Saisonende. Und wer übernimmt im Sommer? Das sind die Kandidaten. © AP
Louis van Gaal
Louis van Gaal: Er führte AZ Alkmaar zur niederländischen Meisterschaft und soll nun nach Höherem streben, sprich: einem großen Club in einer großen Liga! Van Gaal gilt als der Top-Kandidat auf den Trainerposten bei den Bayern. Van Gaal ist der Wunschkandidat schlechthin der Bayern, allerdings macht sein Arbeitgeber AZ Alkmaar noch Probleme. Van Gaal hat dort einen Vertrag bis 2010.  © AP
Matthias Sammer
Matthias Sammer: Ein junger, intelligenter, in der Fußballwelt anerkannter Trainer. Er führte schon Borussia Dortmund zur Meisterschaft. Seit dem 1. April 2006 ist er beim DFB als Sportdirektor beschäftigt. Er wird von der SZ und von Udo Lattek („Matthias wäre der goldene Schuss für Bayern“) als Favorit auf die Klinsmann-Nachfolge angesehen. © dpa
Schuster
Bernd Schuster: Er ist der zweite Favorit der Fans. Einer der wenigen deutschen Trainer von Weltrang. Er hat zuletzt immerhin Real Madrid trainiert und mit dem FC Getafe große Erfolge gefeiert. Der "Blonde Engel" wäre auch noch auf dem Markt! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Oliver Kahn: Wer könnte die Jungs momentan besser motivieren als Oliver Kahn? "Weiter! Immer weiter!" Sein Wort hat Gewicht. Er ist der FC Bayern, der FC Bayern ist Oliver Kahn. Aber: Der Titan hat keinerlei Trainererfahrung und scheint auch eher einen Job im Management anzustreben als auf der Bank. Und selbst da spielt der FC Bayern derzeit für ihn keine Rolle, wie er gegenüber der tz bestätigte.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Augenthaler: "Auge" ist ein Roter durch und durch und nicht die ganz große Lösung. Allerdings bringt er von seinen Jobs u.a. beim VfL Wolfsburg und bei Bayer Leverkusen jede Menge Erfahrung als Trainer mit. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Roberto Mancini: Noch ein klangvoller Name. Inter Mailand, Lazio Rom und der AC Florenz stehen in der Trainer-Vita des Italieners. Mit Inter holte er drei Meistertitel in Folge, wurde aber vor rund einem Jahr vor die Tür gesetzt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Frank Rijkaard: Der Holländer spricht Deutsch, holte mit dem FC Barcelona zwei Meisterschaften und einen Champions-League-Titel und wäre auf dem Markt. Definitiv ein Kandidat! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Luiz Felipe Scolari: Wenn Scolari kein Trainer mit Weltrang ist, wer dann? Er führte Brasilien zum Weltmeistertitel und Portugal ins WM-Halbfinale. Scolari trainierte außerdem den FC Chelsea, wo er im Februar entlassen wurde. Wie bei vielen anderen internationalen Top-Trainern allerdings ein Problem: die Deutschkenntnisse. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lucien Favre: Die Bayern sind dafür bekannt, den Ligakonkurrenten die besten Spieler und Trainer abzuwerben. Also ist automatisch auch Lucien Favre ein Kandidat. Der Herthaner ist neben Felix Magath DER Trainer der Saison. © dpa
Martin Jol
Martin Jol: Der HSV-Trainer leistet hervorragende Arbeit, deswegen wird auch er gehandelt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Thomas Schaaf: Im UEFA- und im DFB-Pokal läuft es rund für Werder und Schaaf, in der Liga nicht. Fachlich wie menschlich sind seine Fähigkeiten unbestritten - möglicherweise bietet sich für die neue Saison ein Neuanfang bei den Bayern an. Wolfsburg scheint ebenfalls interessiert. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Mirko Slomka: Beim FC Schalke 04, seiner ersten echten Trainerstation, sorgte er für Achtungserfolge, musste dann aber auch aufgrund interner Querelen wieder gehen. Seitdem wird er immer wieder ins Spiel gebracht, wenn irgendwo ein Trainer entlassen wird. Er scheint aber noch auf das richtige Angebot zu warten - von den Bayern? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Toppmöller: Wer Erfahrung sagt, meint Toppmöller. Er ist einer der großen Trainer-Routiniers des deutschen Fußballs. Für den 57-Jährigen wären die Bayern eine echte Herausforderung - und dem Fuchs kann keiner etwas vormachen. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Slaven Bilic: Der FC Schalke 04 wollte ihn und hat ihn nicht bekommen - sieht das anders aus, wenn der FC Bayern anruft? Der kroatische Nationaltrainer führte sein Team bis ins Viertelfinale der Europameisterschaft und fügte in der Vorrunde der Löw-Truppe eine bittere Niederlage zu. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ronald Koeman: Noch einer aus der scheinbar nie versiegenden Gilde niederländischer Top-Trainer! Vor allem mit Ajax Amsterdam war Koeman erfolgreich, danach führte ihn seine Trainerkarriere über Benfica, Eindhoven und den FC Valencia in die Arbeitslosigkeit - holt ihn der FCB da raus? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Sven-Göran Eriksson: 21 Titel, aber keinen Job! So sieht es derzeit bei dem Schweden aus, einem der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten. Er wurde im April von Mexiko entlassen und wäre bestimmt nicht abgeneigt, wieder ins europäische Vereinsgeschäft einzusteigen. Sicher ein Kandidat, wenn sich die Bayern für einen erfahrenen Top-Trainer entscheiden. © dpa
Wenger
Arsène Wenger: Laut "Daily Mail" ist auch er ein Kandidat. Der Franzose trainiert seit 1996 Arsenal London - und das mit großem Erfolg. Aber wer weiß, ob sich nicht langsam Amtsmüdigkeit bei ihm eingestellt hat. Großer Vorteil: Wenger spricht fließend Deutsch. © dpa
Carlo Ancelotti: “Ancelotti gefällt den Bayern“, verriet Milan-Berater Ernesto Bronzetti in einem Radio-Interview. Angeblich sollen auch Real Madrid, der FC Chelsea, Manchester City und der AS Rom interesse an Ancelotti haben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Fabio Capello: Im Herbst seiner Karriere wollte der Italiener eine große Nationalmannschaft betreuen - und hat dieses Ziel jetzt in England erreicht. Würde ihn nach AC Mailand, Real Madrid und Juventus Turin noch der FC Bayern reizen? © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Guus Hiddink: Zahlreiche Stimmen fordern "einen wie Hiddink" als Klinsmann-Nachfolger. Oder soll es doch Hiddink selbst sein? Der Trainerfuchs coacht Russland und gleichzeitig den FC Chelsea. Einen derart begehrten Mann an die Säbener Straße zu lotsen, könnte nicht einfach werden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Jürgen Klopp: "Kloppo" wurde schon als Bayern-Trainer gehandelt, als der Name Klinsmann an der Säbener Straße als Trainer noch gar nicht aufgetaucht war. Derzeit bringt er Stimmung zu Borussia Dortmund und hat dort nach gewissen Anfangsschwierigkeiten in die Erfolgsspur gefunden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lothar Matthäus: Sein Name taucht fast immer auf, wenn irgendwo ein Trainerposten frei wird. Allerdings ist er der unwahrscheinlichste aller Kandidaten. Schließlich wäre es ein zu hohes Risiko, dem Rekordnationalspieler, ohne Trainererfahrung bei einem Großclub, nach dem gescheiterten Klinsmann-Experiment eine Chance zu geben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Alex Ferguson: Der "Sir" unter den Trainern coacht seit 1986 Manchester United und ist mit seinen 67 Jahren nicht mehr der Jüngste. Aber er steht für Erfolg und Erfahrung. Doch ganz ehrlich: Da wäre ein neuerliches Engagement von Jürgen Klinsmann noch wahrscheinlicher... © AP
Jupp Heynckes
Jupp Heynckes: Natürlich wäre denkbar, dass aus der Interimslösung doch eine Dauerlösung wird. Doch die Verantwortlichen haben ein längerfristiges Engagement klar ausgeschlossen.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Armin Veh: Wer mit dem VfB Stuttgart die Meisterschaft holt, für den wäre es doch auch mit dem FC Bayern ein Leichtes, oder? Armin Veh gilt als Sturkopf, aber auch als großer Motivator. Der Augsburger kennt außerdem die Mentalität in Bayern. Er wäre einer der Top-Kandidaten. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ottmar Hitzfeld: Es kann nur einen geben! Zumindest für die Fans! Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld trauern viele Anhänger hinterher. Er ist momentan Nationaltrainer der Schweiz und scheint die Ruhe in diesem Job zu genießen. Doch wenn die Bayern einen neuen Trainer suchen, wäre er womöglich erster Ansprechpartner. © dpa

Hat Jürgen Klinsmann etwas gegen Sie?

Borowski: Nein. Das ist Quatsch, Blödsinn.

Ein Wechsel ist also kein Thema?

Borowski: Nein. Ich habe noch nicht eine Sekunde darüber nachgedacht. Ich bin glücklich und stolz, für den FC Bayern zu spielen. Ich will nur wie in der Hinrunde wieder beweisen, dass sie mit mir Qualität geholt haben.

Klinsmann sprach am Mittwoch davon, dass für die neue Saison Verstärkungen notwendig sind.

Borowski: Ich denke, dass auch unser aktueller Kader bereits konkurrenzfähig ist. Wir brauchen eine Grundphilosophie, so wie Barcelona. Das ist die Zukunft. Und ich denke, wir haben dafür bereits den richtigen Weg eingeschlagen.

Interview: Tobias Altschäffl

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