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Uli Hoeneß rechnet mit Jauch und Klinsmann ab

„Dann bin ich Mutter Teresa“

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Klinsmann zu Gast bei Jauch. Bei RTL ließ der Ex-Bayern-Coach durchblicken, wie ungerecht und überraschend seine Entlassung doch gewesen sei

Der Mann kennt sich aus in Sachen Timing. Und so wartete Bayern-Manager Uli Hoeneß bis zum letzten Spieltag, ehe er zum Rundumschlag gegen Klinsmann, Jauch & Co. ausholte.

Am Mittwoch hatte sich Ex-Bayern-Coach Klinsmann bei Günter Jauchs Stern TV ausgeheult. Staatstragend inszeniert gab ihm Jauch die Chance, sein gescheitertes Bayern-Projekt zu erklären. Zum Ärger von Hoeneß, der befand: „Günter Jauch hat sich als Gefälligkeitsjournalist demaskiert, das hätte ich ihm nicht zugetraut.“ Auch der gescheiterte Reformer Klinsmann bekam sein Fett weg.

Hoeneß im Doppelpass: „Si tacuisses philosophus mansisses. Hätte er geschwiegen, wäre er Philosoph geblieben. Das wäre besser gewesen. Wir hatten vereinbart, nicht übereinander zu reden. Das hätte der Jürgen unbedingt einhalten sollen. Es hat viele unheimlich gestört, dass ohne kritisches Nachfragen, Dinge erzählt wurden, die einfach nicht stimmten. Und der Höhepunkt war dann am Ende, dass Jauch Klinsmann als Obama des deutschen Fußballs bezeichnet hat. Also wenn er der Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.“

Touché, Treffer, tosender Applaus, Punkt für Hoeneß. Ein sichtlich gut aufgelegter Manager räumte auch mit dem Gerücht auf, Klinsmanns Entlassung wäre überraschend für den Schwaben gewesen: „Ich habe Jürgen nach dem Barcelona-Spiel gesagt, dass es bei noch einer Niederlage eng für ihn wird. Deswegen verstehe ich nicht, dass er jetzt so getan hat, als wäre er nicht vorbereitet gewesen. Am Ende waren nicht die Ergebnisse entscheidend, sondern das Verhältnis zur Mannschaft.“

Einer der vielen versteckten Vorwürfe, die Klinsmann bei Jauch der Bayern-Führung machte, war jener, dass man den Besuch von Heynckes auf der Tribüne beim Spiel gegen Schalke nicht als Zufall werten konnte. Eine abgekartete Anti-Klinsmann-Aktion also. Hoeneß kontert mit demselben Vorwurf. „Das war eine Mischpoke. Ich bin todsicher, dass der Herr Eitel (Klinsmanns Berater, d. Red.) alle Fragen aufgeschrieben hat, und der Herr Jauch hat sie vorgelesen. Das kennen wir ja, das Spielchen. Das ist so lächerlich. Wenn ich vorgehabt hätte, den Jupp als Trainer zu installieren, dann setze ich ihn doch nicht auf die Haupttribüne. Sechs Wochen vorher haben wir diesen Besuch organisiert. Als Jupp am Sonntag dann bei mir saß, habe ich erst Ottmar Hitzfeld angerufen, aber der hat’s nicht gemacht. Uns im Nachhinein zu unterstellen, wir hätten schon vorgehabt, ihn zu entlasssen, ist ein Witz. Was hätten wir denn gemacht, wenn wir gegen Schalke gewonnen hätten? Dann wäre Jürgen Trainer geblieben. “

Die Vorstellung, Nachfolger Heynckes bei einem wichtigen Liga-Spiel unmittelbar vor die Trainergattin Debbie Klinsmann zu postieren, ist in der Tat abenteuerlich. Wie auch Klinsmanns Vorwurf, er hätte mehr Wünsche durchsetzen müssen und weniger Kompromisse eingehen sollen. Vor allem in puncto Neuverpflichtungen hätte er auf seinem Standpunkt beharren müssen.

Konter von Uli Hoeneß. „Der Jürgen war der Trainer mit der meisten Machtfülle, die je ein Trainer bei Bayern hatte. Seine Wünsche sind übererfüllt worden. Wir haben Dinge gemacht, das ist Wahnsinn. Der einzige richtig konkrete Vorschlag war Landon Donovan, von dem Hermann Gerland sagt, er würde nicht mal in der zweiten Mannschaft spielen.“

Stern.tv hat Hoeneß übrigens postwendend zur nächsten Sendung eingeladen…

Mario Volpe

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