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Der Gomez-Check

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„Ich werde fighten und zurückkommen“, sagt Mario Gomez. © Getty

München - Mario Gomez' bisherige Pflichtspiel-Bilanz für Bayern: sechs Tore, zwei Assists. Die tz macht den Gomez-Check: Wie starteten die bisherigen Top-Stürmer der Bayern in ihre Zeit in München?

Es gibt viele, die sich verstecken würden. Die das Stadion durch den Hintereingang verlassen würden. Oder die Journalisten unwirsch abweisen. Mario Gomez aber ist anders. Der 30-Millionen-Zugang, derzeit in der Mini-Krise, stellte sich auch nach dem Hamburg-Spiel. Trainer Louis van Gaal hatte ihn 66 Minuten auf der Bank schmoren lassen. Doch Gomez lächelte. „Welcher Spieler sitzt gerne auf der Bank? Da hätte ich ja meinen Beruf verfehlt“, so Gomez freundlich. Nicht ohne sogleich anzukündigen: „Ich werde fighten und zurückkommen!“

Doch bei aller Freundlichkeit – einen kleinen Seitenhieb konnte sich der

Stürmer

dann doch nicht verkneifen: „Ich hätte in den Spielen hier wohl 15 Tore machen müssen, damit die Leute zufrieden sind. Meine Torquote hat gestimmt, die stimmt immer noch. Aber der Trainer hat so entschieden“, sagte Gomez. Dabei ist die Quote des 24-Jährigen tatsächlich gar nicht schlecht: Zehn Pflichtspiele macht er für die Bayern bisher, fünf davon über 90 Minuten. Die Bilanz: sechs

Tore

, zwei

Assists

.

Die tz macht den Gomez-Check: Wie starteten die bisherigen Top-Stürmer der Bayern in ihre Zeit in München?

Gerd Müller: Deutschlands größter Stürmer aller Zeiten. Kam als 18-jähriger zu den Bayern, macht gleich 33 Tore in 26 Spielen. Damals noch in der Regionalliga. Dann der Aufstieg in die Bundesliga. Und Müller – so wie Gomez jetzt auch – hatte in seinem ersten Bayern-Jahr in der Bundesliga so seine Probleme. Seine Bilanz: 33 Spiele, „nur“ 15 Tore. Nur in seinem letzten Jahr schoss er weniger.

Karl-Heinz Rummenigge: Der jetzige Bayern-Boss kam als 18-Jähriger vom SV Lippstadt zu den Bayern, schaffte schnell den Sprung in die Stammelf. Doch auch er musste sich erst bei Bayern einfinden, sich entwickeln. In der ersten Saison traf er „nur“ fünf Mal, steigerte sich von da an kontinuierlich. Resultat: In zehn Jahren knipste er insgesamt 162 Mal, wurde drei Mal Torschützenkönig. Auch hier zahlte sich die Geduld der Bosse aus.

Giovane Elber: Er wechselte aus Stuttgart zu den Bayern und hatte auch keinen Super-Start in München. Elf Mal traf er in seiner ersten Bayern-Saison, nicht gerade umwerfend. Bayern aber hielt an ihm fest – und das zahlte sich aus: Elber steigerte sich jedes Jahr, in seiner letzten Saison vor seinem Wechsel traf er 21 Mal.

Roy Makaay: Bei ihm war es genau anders herum: seine erste Saison war die beste. Von Deportivo La Coruna verpflichtet, schlug Makaay ein wie eine Bombe: 23 Tore im ersten Jahr.

Claudio Pizarro: Auch Piza hatte ein herausragendes erstes Jahr: direkt nach dem Wechsel aus Bremen machte er 15 Tore, sein Höchstwert für Bayern.

Luca Toni: Auch der Italiener war ein Schnellstarter: 24 Tore in 31 Spielen – was für eine Quote im ersten Bayern-Jahr. Aber: Im zweiten Jahr konnte er das – auch verletzungsbedingt – nicht wiederholen.

Miro Klose: Zehn Tore im ersten Jahr (26 Spiele), zehn Tore im zweiten Jahr (27 Spiele). Da ist noch Platz nach oben. Doch ob Miro die Möglichkeit bekommt seine Torbilanz zu verbessern, hängt eben auch von Mario Gomez ab…

jj

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