tz-Experten-Kolumne

Nach FIFA-Sperre: Krallt sich Real Lewandowski schon jetzt?

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Zwei Hingucker: Robert Lewandowski und seine bildhübsche Frau Anna.

München - In seiner tz-Experten-Kolumne erklärt Redakteur Alvaro de la Rosa, der für die spanische Sportzeitung As über Real Madrid berichtet, inwieweit die Sperre die Königlichen jetzt zum Handeln zwingt.

Robert Lewandowski war der Auserwählte von Real Madrid für diesen Sommer, Stand jetzt ist die Situation aber kompliziert. Die Sperre der FIFA hindert die Königlichen daran, im Sommer 2016 und im Winter 2017 neue Spieler zu melden. Das heißt nicht, dass der Klub keine Spieler kaufen darf, sie dürften jedoch ein Jahr lang nicht spielen. Undenkbar, dass irgendein Spieler das akzeptiert, denn es wäre sowohl für ihn als auch für den Klub schlecht. Die einzige Option, die Real jetzt noch bleibt: Das aktuelle Transferfenster nutzen, das noch 14 Tage lang geöffnet ist.

Das Problem: Der Klub konzentriert sich lieber darauf, Einspruch gegen die Sperre einzulegen. José Ángel Sánchez, Generaldirektor bei Real und somit zweitmächtigster Mann des Klubs, sagte am Freitag, dass die Sperre aus seiner Sicht überraschend gekommen sei. Als man ihn nach der sportlichen Planung fragte, führte er an, der Einspruch würde erfolgreich sein.

Er erklärte außerdem, dass die Sperre der FIFA auch zwei der vier Söhne von Zidane betrifft, was auf den ersten Blick surreal klingt. Es scheint absurd, dass Real Zidane damals von Juve holte, um seine Söhne in der Jugend zu haben – zumal die beiden Sprösslinge zu dieser Zeit erst sieben und vier Jahre alt waren. Das Problem: Niemand kennt die genauen Gründe für die Sperre. Liegt das Problem bei der Einschreibung, müssten man den spanischen Verband unter die Lupe nehmen, da Madrid stets die Anforderungen erfüllte.

José Angel Sanchez bleibt dabei: Trotz des Barça-Präzedenzfalls vertraue man im Klub darauf, dass die Sperre aufgehoben werde – was jedoch dazu führt, dass das aktuelle Transferfenster mehr und mehr in den Hintergrund gerät. Nichtsdestotrotz tauchen in Spanien Infos auf, wonach Real versuchen wird, bis zum 31. Januar einen Kauf zu tätigen. Die Planungen für den Sommer sahen vor, einen Stürmer, einen Linksverteidiger und einen Mittelfeldspieler zu kaufen, der Name, der nun genannt wird, ist Robert Lewandowski. Die Zeitung Sport spricht sogar schon von einer Einigung zwischen Spieler und Klub, dennoch glaube ich, dass die Bayern-Fans beruhigt sein können. Dass der FCB seinen Top-Stürmer mitten in der Saison verkauft, scheint schlichtweg unmöglich. Ganz zu schweigen davon, dass das Angebot über 100 Millionen Euro liegen müsste für einen Spieler, der dann erst mal nicht in der Champions League auflaufen dürfte. Zumal Lewandowski erst mal Rummenigge überreden müsste, ihn ziehen zu lassen. Alles viel zu kompliziert. Alvaro Morata von Juve ist aktuell die naheliegendste Option, für den Real eine Rückkaufklausel im Wert von 35 Millionen Euro hält.

Real bleiben zehn Tage, um Einspruch einzulegen, und da die FIFA auch Zeit brauchen wird, weiß keiner, wann eine Antwort zu erwarten ist. Heißt: Setzt Real alles auf eine Karte und hofft auf eine juristische Lösung des Problems, würde es die Möglichkeit des aktuellen Transferfensters verpassen und ein gesamtes Jahr lang mit derselben Mannschaft spielen müssen.

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