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tz-Experten-Kolumne von Moises Llorens

"Xabi ist das Hassobjekt der Katalanen"

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Hassobjekt der Katalalen: Xabi Alonso.

Barcelona - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Moises Llorens, Barça-Reporter der Zeitung "AS" über Xabi Alonso, das "Hassobjekt der Katalanen".

Periko, der Vater von Xabi Alonso, war ein Mittelfeldspieler der Sorte Arbeiter. Er ging immer bis ans Limit und lief dabei stets mit aufstehendem Daumen. Er besetzte zudem immer einen großen Teil des Feldes und versuchte in den meisten Fällen, sauber zu spielen – auch wenn es ab und an mal eine Grätsche setzte. Der Sechser des FCB hat eine Menge von seinem Vater gelernt. Gutes wie Schlechtes. Darunter eine Zuneigung für den FC Barcelona, auch wenn das heute schwer zu glauben ist und das bei den Blaugrana niemand interessieren wird, wenn sie ihn heute beschimpfen.

Alonso hätte schon zu Barça wechseln können bevor er nach Liverpool ging. San Sebastian, damals der Klub von Xabi, zog das Angebot aus Anfield vor und dem Spieler selbst macht es ebenfalls mehr an, in der Premier League aufzulaufen – worauf sich die Barça-Fans daran gewöhnten, ihn im Fernsehen beim Kicken zuzusehen.

Und dann kam irgendwann Real Madrid. Beim FC Barcelona sahen sie ihn zwar immer noch mit guten Augen, diesmal verharrten sie aber nicht auf ihr Interesse. Kurios war derweil, dass die Königlichen den Deal mit Liverpool in einem Hotel abschlossen, das sich ganz in der Nähe des Camp Nou befindet. Anfang August 2009 war das, als Liverpool das neue Stadion von Espanyol Barcelona einweihte, das Cornellá-El Prat.

Aber seit dem Tag, an dem er das weiße Dress überstreifte, wurde Alonso zum Hassobjekt der Katalanen. Er wurde als als führender Offizier des Mourinho-Dschihad angesehen, da er ganz einfach zu weit ging und das Fußballspielen mit dem Grätschen verwechselte – was insbesondere die Spieler des FC Barcelona zu spüren bekamen. Vom Platz gestellt wurde er jedoch nie. Was jetzt nicht unbedingt für die Schiris spricht. Er hat stets provoziert, seine Mitspieler damals zur Gewalt angeheizt - und mit diesen Vorzeichen kehrt er heute wieder ins Camp Nou zurück.

Es gibt ein Beispiel, das besonders gut zeigt, wie die Beziehungen zwischen Xabi und Barça komplett zu Bruch gingen. Eine Lebensmittelmarke nahm ihn und Xavi Hernández, das Gehirn und den Kapitän Barcelonas, für einen TV-Spot unter Vertrag. Doch dann fand das Pokalfinale in Valencia statt. Real gewann durch ein Tor von CR7 in der Verlängerung, davor hatte Barcelona die Madrilenen jedoch schwindelig gespielt, ihnen wurde zudem ein Tor durch Pedro aberkannt, doch das Bedauerlichste war, dass Alonso, Arbeloa und Pepe die Barça-Spieler mit ihren Tritten fast umgebracht hätten. Xavi war so sauer, dass er den TV-Vertrag kündigte. Er wollte ihn einfach nicht mehr sehen. Heute Nacht wird das aber unvermeidbar sein. Ach ja, für den Werbespot sprang schließlich Carles Puyol ein.

Moises Llorens, Barça-Reporter AS

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