tz-Experten-Kolumne

"Mer moß och jünne künne"

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Rainer Maria Kardinal Woelki.

Köln - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, über das Duell seines FC mit dem FC Bayern.

Den Spielen gegen die Bayern blicke ich immer mit einer gewissen Gelassenheit entgegen, denn der Traditionsverein sind natürlich wir. Schon die Gründungsjahre der 1. Bundesliga waren unzweifelhaft Kölner Jahre. Und der FC erzielte in der Saison 63/64 mehr Tore als die Bayern im Meisterjahr 2015, so viel zum Thema „Torfabrik“. Ich gebe zu, das Hinspiel ist in dieser Saison aus Kölner Sicht nicht ganz optimal verlaufen und ging knapp mit 0:4 verloren. Doch das hat natürlich auch mit der rheinischen Generosität aus Anlass des 1000. Bundesliga-Spiels des FC Bayern zu tun. Jetzt in der Rückrunde kann das anders laufen. Zuletzt hatten meine Kölner viel Pech, doch gegen den Titelverteidiger schickt Peter Stöger eine extrem motivierte Mannschaft aufs Feld, die sich fest vornehmen wird, das Finale der Meisterschaft noch einmal spannend zu machen. Wir erinnern uns gern an das irre Heimspiel im Februar 2011, bei dem der FC einen 0:2-Halbzeitrückstand noch zu einem 3:2 gedreht hat. Und überhaupt: Statistisch gesehen hat der FC Bayern nur gegen Bremen noch häufiger verloren als gegen den 1. FC Köln. Dennoch: „Mer moß och jünne künne“, sagt man hier in Köln. Daher tippe ich ein 0:2. Aber Achtung, liebe Gäste aus München, vielleicht ist das auch nur der Halbzeitstand.

Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln

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