„Da gibt es Einkäufe! Aus, basta, bumm…“

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Paul Breitners Blick in die Zukunft. Seine Aussage ist klar: Der FC Bayern wird Deutscher Meister.

Paul Breitner, Berater des Vorstands des FC Bayern München, im tz-Interview.

Herr Breitner, wie zufrieden waren Sie mit der Leistung in Bielefeld?

Breitner: Ich habe das Spiel leider nicht live gesehen.

Und?

Breitner: Es ist doch eine feine Sache, wenn man in Bielefeld 1:0 gewinnt.

Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder und die tz-Noten

Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch in Bielefeld sind wieder alle Kameras auf ihn gerichtet: Jürgen Klinsmann © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Bayern-Trainer steht weiter unter Siegzwang. Entsprechend angespannt wirkt er, als er auf der Bank Platz nimmt. Uli Hoeneß geht derweil seiner üblichen Beschäftigung vor Anpfiff nach: © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Hoeneß putzt seine Brille ... © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und putzt ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und putzt. Dann glänzt die Brille - es kann los gehen! © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Thomas Kraft nimmt nach dem Warmmachen (Foto) als Ersatztorwart auf der Bank Platz. Neben "Ex-Stammkeeper" Michael Rensing fehlen auch Zé Roberto, Miroslav Klose, Lukas Podolski, Breno und Massimo Oddo. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die erste Halbzeit verläuft schleppend (Foto: Zweikampf Sosa gegen Wichniarek) © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Großchancen gibt es im ersten Durchgang kaum. Luca Toni, als einziger Stürmer vor einem hängenden Franck Ribéry, versucht es trotzdem immer wieder. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Erfolglos. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
"Steh auf, da war doch nichts", scheint Bielefelds Bollmann hier Martin Demichelis anzuherrschen. Oh doch, da war was: Nachdem Bollmann zuvor Micho im Gesicht traf, kann er froh sein, noch weiterspielen zu dürfen. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Eilhoff ist schneller als Luca Toni © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch in der Luft eine Augenweide: Franck Ribéry © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und wenn die erste Halbzeit etwas fade ist, kann man sich die Zeit immer noch mit Grimassenschneiden vertreiben wie Uli Hoeneß © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch Jürgen Klinsmann wirkt gelangweilt - kurzzeitig. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Doch er treibt seine Mannen immer wieder an. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Am liebsten würde er ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... den Ball ins gegnerische Tor brüllen. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Dann klappt's. Ecke, ein hoher Ball von Ribéry segelt in der 64. Minute zu Luca Toni. Der Italiener hält den Kopf hin. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Ball landet im Netz. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und Jürgen Klinsmann landet in den Armen von Uli Hoeneß. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die Erleichterung ist groß. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch die Spieler genießen den Torjubel, der der einzige des Tages bleiben wird © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Bastian Schweinsteiger lässt Vorbereiter Ribéry hochleben. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Das Spiel plätschert danach so vor sich hin. Hans-Jörg Butt hält stark. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und auch sein Gegenüber Dennis Eilhoff lässt keinen mehr rein. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Schlusspfiff! Klinsmann jubelt. Drei Punkte! Das zählt! © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Trainerkollege Michael Frontzeck geht leer aus. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch Bielefelds Topstürmer Wichniarek ist bedient. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Bayern-Motor läuft wieder! Lucio schnappt sich einen Fanschal, ... © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... wirbelt ihn durch die Luft ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und feiert mit den Kollegen. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Jürgen Klinsmann lacht. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Schöne Geste bei der anschließenden Pressekonferenz: Klinsmann tröstet seinen bedrückten Trainerkollegen Michael Frontzeck © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die Frage auf dem Plakat, das ein Zuschauer vor dem Spiel hinter Klinsmann gehängt hat, wäre beantwortet: Ja, die Bayern wollen deutscher Meister sein. Amtierender - und kommender! © dpa
Noten
Butt Note: 2 © sampics
Noten
Lell Note: 4 © AP
Noten
Demichelis Note: 3 © sampics
Noten
Lucio Note: 2 © sampics
Noten
Lahm Note: 3 © sampics
Noten
Sosa Note: 4 © dpa
Noten
58. Altintop Note: 4 © sampics
Noten
van Bommel Note: 4 © Fishing4
Noten
Ottl Note: 4 © Fishing4
Noten
Schweinsteiger Note: 4 © Fishing4
Noten
83. Borowski o. B. © dpa
Noten
Ribéry Note: 4 © Fishing4
Noten
Toni Note: 3 © Fishing4
Noten
90. Müller o. B. © sampics

Muss also im Endspurt das Spielerische hinten anstehen und einfach nur gewonnen werden?

Breitner: Muss es grundsätzlich nicht. Aber ich habe beim FC Bayern in einigen großen Mannschaften gespielt. Und auch in den ganz großen Zeiten mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller gab es Phasen, in denen es nicht um einen Schönheitspreis ging, sondern nur um das Gewinnen.

Gilt das auch für den Rest der Saison?

Breitner: Darum geht es in erster Linie doch immer. Wir, die nicht spielen, sind Fans – und die wollen nur, dass die eigene Mannschaft gewinnt.

Stichwort Fans. Wollen die verwöhnten und sensiblen Bayern-Anhänger nicht gerade jetzt etwas mehr als nur Siege?

Breitner: In diese Diskussion mische ich mich nicht ein. Ich habe immer wieder Phasen erlebt, in denen es um die großen Erwartungen des Fans geht. Aber noch einmal: Der Fan erwartet Siege. Wenn die noch brillant herausgespielt sind umso schöner. Und wenn wir jedes Jahr beim FC Bayern sagen: Das erste Ziel ist die Meisterschaft, dann weiß doch jeder, dass das nicht nur mit Galaauftritten geht.

Der Trainer macht einen kämpferischen Eindruck. Auch auf Sie?

Breitner: Glauben Sie wirklich, dass Jürgen vorher nicht gekämpft hat? Nur wollen ihm manche Leute dies erst jetzt zugestehen.

Wer wird im Sommer neuer Bayern-Trainer?

Trainer-Kandidaten FC Bayern
Das Projekt Klinsmann ist beendet! Am 27. April entließ der Verein seinen Trainer und präsentierte Jupp Heynckes als Interimslösung bis Saisonende. Und wer übernimmt im Sommer? Das sind die Kandidaten. © AP
Louis van Gaal
Louis van Gaal: Er führte AZ Alkmaar zur niederländischen Meisterschaft und soll nun nach Höherem streben, sprich: einem großen Club in einer großen Liga! Van Gaal gilt als der Top-Kandidat auf den Trainerposten bei den Bayern. Van Gaal ist der Wunschkandidat schlechthin der Bayern, allerdings macht sein Arbeitgeber AZ Alkmaar noch Probleme. Van Gaal hat dort einen Vertrag bis 2010.  © AP
Matthias Sammer
Matthias Sammer: Ein junger, intelligenter, in der Fußballwelt anerkannter Trainer. Er führte schon Borussia Dortmund zur Meisterschaft. Seit dem 1. April 2006 ist er beim DFB als Sportdirektor beschäftigt. Er wird von der SZ und von Udo Lattek („Matthias wäre der goldene Schuss für Bayern“) als Favorit auf die Klinsmann-Nachfolge angesehen. © dpa
Schuster
Bernd Schuster: Er ist der zweite Favorit der Fans. Einer der wenigen deutschen Trainer von Weltrang. Er hat zuletzt immerhin Real Madrid trainiert und mit dem FC Getafe große Erfolge gefeiert. Der "Blonde Engel" wäre auch noch auf dem Markt! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Oliver Kahn: Wer könnte die Jungs momentan besser motivieren als Oliver Kahn? "Weiter! Immer weiter!" Sein Wort hat Gewicht. Er ist der FC Bayern, der FC Bayern ist Oliver Kahn. Aber: Der Titan hat keinerlei Trainererfahrung und scheint auch eher einen Job im Management anzustreben als auf der Bank. Und selbst da spielt der FC Bayern derzeit für ihn keine Rolle, wie er gegenüber der tz bestätigte.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Augenthaler: "Auge" ist ein Roter durch und durch und nicht die ganz große Lösung. Allerdings bringt er von seinen Jobs u.a. beim VfL Wolfsburg und bei Bayer Leverkusen jede Menge Erfahrung als Trainer mit. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Roberto Mancini: Noch ein klangvoller Name. Inter Mailand, Lazio Rom und der AC Florenz stehen in der Trainer-Vita des Italieners. Mit Inter holte er drei Meistertitel in Folge, wurde aber vor rund einem Jahr vor die Tür gesetzt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Frank Rijkaard: Der Holländer spricht Deutsch, holte mit dem FC Barcelona zwei Meisterschaften und einen Champions-League-Titel und wäre auf dem Markt. Definitiv ein Kandidat! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Luiz Felipe Scolari: Wenn Scolari kein Trainer mit Weltrang ist, wer dann? Er führte Brasilien zum Weltmeistertitel und Portugal ins WM-Halbfinale. Scolari trainierte außerdem den FC Chelsea, wo er im Februar entlassen wurde. Wie bei vielen anderen internationalen Top-Trainern allerdings ein Problem: die Deutschkenntnisse. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lucien Favre: Die Bayern sind dafür bekannt, den Ligakonkurrenten die besten Spieler und Trainer abzuwerben. Also ist automatisch auch Lucien Favre ein Kandidat. Der Herthaner ist neben Felix Magath DER Trainer der Saison. © dpa
Martin Jol
Martin Jol: Der HSV-Trainer leistet hervorragende Arbeit, deswegen wird auch er gehandelt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Thomas Schaaf: Im UEFA- und im DFB-Pokal läuft es rund für Werder und Schaaf, in der Liga nicht. Fachlich wie menschlich sind seine Fähigkeiten unbestritten - möglicherweise bietet sich für die neue Saison ein Neuanfang bei den Bayern an. Wolfsburg scheint ebenfalls interessiert. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Mirko Slomka: Beim FC Schalke 04, seiner ersten echten Trainerstation, sorgte er für Achtungserfolge, musste dann aber auch aufgrund interner Querelen wieder gehen. Seitdem wird er immer wieder ins Spiel gebracht, wenn irgendwo ein Trainer entlassen wird. Er scheint aber noch auf das richtige Angebot zu warten - von den Bayern? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Toppmöller: Wer Erfahrung sagt, meint Toppmöller. Er ist einer der großen Trainer-Routiniers des deutschen Fußballs. Für den 57-Jährigen wären die Bayern eine echte Herausforderung - und dem Fuchs kann keiner etwas vormachen. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Slaven Bilic: Der FC Schalke 04 wollte ihn und hat ihn nicht bekommen - sieht das anders aus, wenn der FC Bayern anruft? Der kroatische Nationaltrainer führte sein Team bis ins Viertelfinale der Europameisterschaft und fügte in der Vorrunde der Löw-Truppe eine bittere Niederlage zu. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ronald Koeman: Noch einer aus der scheinbar nie versiegenden Gilde niederländischer Top-Trainer! Vor allem mit Ajax Amsterdam war Koeman erfolgreich, danach führte ihn seine Trainerkarriere über Benfica, Eindhoven und den FC Valencia in die Arbeitslosigkeit - holt ihn der FCB da raus? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Sven-Göran Eriksson: 21 Titel, aber keinen Job! So sieht es derzeit bei dem Schweden aus, einem der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten. Er wurde im April von Mexiko entlassen und wäre bestimmt nicht abgeneigt, wieder ins europäische Vereinsgeschäft einzusteigen. Sicher ein Kandidat, wenn sich die Bayern für einen erfahrenen Top-Trainer entscheiden. © dpa
Wenger
Arsène Wenger: Laut "Daily Mail" ist auch er ein Kandidat. Der Franzose trainiert seit 1996 Arsenal London - und das mit großem Erfolg. Aber wer weiß, ob sich nicht langsam Amtsmüdigkeit bei ihm eingestellt hat. Großer Vorteil: Wenger spricht fließend Deutsch. © dpa
Carlo Ancelotti: “Ancelotti gefällt den Bayern“, verriet Milan-Berater Ernesto Bronzetti in einem Radio-Interview. Angeblich sollen auch Real Madrid, der FC Chelsea, Manchester City und der AS Rom interesse an Ancelotti haben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Fabio Capello: Im Herbst seiner Karriere wollte der Italiener eine große Nationalmannschaft betreuen - und hat dieses Ziel jetzt in England erreicht. Würde ihn nach AC Mailand, Real Madrid und Juventus Turin noch der FC Bayern reizen? © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Guus Hiddink: Zahlreiche Stimmen fordern "einen wie Hiddink" als Klinsmann-Nachfolger. Oder soll es doch Hiddink selbst sein? Der Trainerfuchs coacht Russland und gleichzeitig den FC Chelsea. Einen derart begehrten Mann an die Säbener Straße zu lotsen, könnte nicht einfach werden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Jürgen Klopp: "Kloppo" wurde schon als Bayern-Trainer gehandelt, als der Name Klinsmann an der Säbener Straße als Trainer noch gar nicht aufgetaucht war. Derzeit bringt er Stimmung zu Borussia Dortmund und hat dort nach gewissen Anfangsschwierigkeiten in die Erfolgsspur gefunden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lothar Matthäus: Sein Name taucht fast immer auf, wenn irgendwo ein Trainerposten frei wird. Allerdings ist er der unwahrscheinlichste aller Kandidaten. Schließlich wäre es ein zu hohes Risiko, dem Rekordnationalspieler, ohne Trainererfahrung bei einem Großclub, nach dem gescheiterten Klinsmann-Experiment eine Chance zu geben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Alex Ferguson: Der "Sir" unter den Trainern coacht seit 1986 Manchester United und ist mit seinen 67 Jahren nicht mehr der Jüngste. Aber er steht für Erfolg und Erfahrung. Doch ganz ehrlich: Da wäre ein neuerliches Engagement von Jürgen Klinsmann noch wahrscheinlicher... © AP
Jupp Heynckes
Jupp Heynckes: Natürlich wäre denkbar, dass aus der Interimslösung doch eine Dauerlösung wird. Doch die Verantwortlichen haben ein längerfristiges Engagement klar ausgeschlossen.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Armin Veh: Wer mit dem VfB Stuttgart die Meisterschaft holt, für den wäre es doch auch mit dem FC Bayern ein Leichtes, oder? Armin Veh gilt als Sturkopf, aber auch als großer Motivator. Der Augsburger kennt außerdem die Mentalität in Bayern. Er wäre einer der Top-Kandidaten. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ottmar Hitzfeld: Es kann nur einen geben! Zumindest für die Fans! Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld trauern viele Anhänger hinterher. Er ist momentan Nationaltrainer der Schweiz und scheint die Ruhe in diesem Job zu genießen. Doch wenn die Bayern einen neuen Trainer suchen, wäre er womöglich erster Ansprechpartner. © dpa

Sie beraten den Vorstand, der auch nichts sagt. Muss die Funkstille sein?

Breitner: Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß haben nach dem Hinspiel in Barcelona gesagt: So jetzt ist für uns das Thema erledigt. Die Stärke des Bayern-Vorstandes ist es doch, dann ein Statement abzugeben, wenn es notwendig ist. Ansonsten hält man sich zurück.

Hätte man rückwirkend vor dieser Saison mehr in die Mannschaft investieren sollen?

Breitner: Es ist doch vor eineinhalb Jahren klar gesagt worden, dass der FC Bayern nicht jedes Jahr diese Summen investieren kann. Das muss doch jeder kapieren. Man kann doch nicht jedes Jahr Investitionen fordern, die der Verein nicht stemmen kann. Wie soll man denn jedes Jahr 70 Millionen Euro investieren?

35 hätten vielleicht auch schon geholfen.

Breitner: Hätten wir letztes Jahr noch einen internationalen Stürmer geholt, wäre der Aufschrei wieder groß gewesen. Jeder hätte geklagt, wieso wir Klose und Podolski noch mehr Spieler vor die Nase setzen.

Teams wie Barcelona, Real oder Chelsea haben auch mindestens vier Stürmer – da meckert keiner.

Breitner: Der FC Bayern hat sich noch nie an denen orientiert. Wir machen uns in der Bundesliga grundsätzlich andere Gedanken. Wir denken eher darüber nach, ob es Sinn macht, wie Arsenal oder Chelsea mit zehn oder elf Ausländern zu spielen.

Ein Blick nach vorn. Wie plant man die neue Saison?

Breitner: Das könnte ich Ihnen erklären, werde es aber nicht tun.

Wieso diese Geheimniskrämerei?

Breitner: Es ist die Aufgabe der Verantwortlichen, ständig präsent zu sein, sich ständig mit der aktuellen Situation zu beschäftigen. Man plant das nicht an einem Tag. Wer was wie macht, wird Ihnen nie ein Klub verraten. Da gibt es Einkäufe. Aus, basta, bumm.

Nimmt der FC Bayern nach der Saison wieder Geld in die Hand?

Breitner: Das wird sich zeigen.

Welchen Spieler haben Sie sich auf der Tribüne in Liverpool angeschaut?

Breitner: Ich war vor zwei Wochen bei Manchester gegen Porto und bei Liverpool gegen Chelsea. Ein Leckerbissen für jeden Fußballfan. Ob und wen ich mir gezielt angeschaut habe, ist meine Sache.

Den Wolfsburger Keeper Diego Benaglio haben Sie als Besten der Bundesliga bezeichnet…

Breitner: Und Buffon ist der beste der Welt. Wertfrei ist Benaglio in dieser Saison der beste Torwart der Liga. Ich respektiere seine Leistung. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, mit dem, was beim FC Bayern los ist.

Was erwartet uns am Samstag gegen Schalke für ein Spiel?

Breitner: Ich wünsche mir ein großartiges Spiel. Aber die Hauptsache ist, wir gewinnen.

Ein Wort zu Magaths Wölfen?

Breitner: Keine Ahnung, ob die einbrechen oder nicht. Wer hat denn schon mit dem Einbruch der Hoffenheimer gerechnet oder mit deren Vorrunde? Alles Rumeierei, Kaffeesatzleserei. Es geht darum, jedes Spiel zu gewinnen und nicht nach Wolfsburg und Hamburg zu schielen. So lange ich lebe, werden Sie von mir hören: Der FC Bayern wird Meister.

Interview: Mario Volpe

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