"Ich befreie Bayern von den Fesseln..."

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Der neue Bayern-Boss auf dem Rasen: Jupp Heynckes.

Als Jupp Heynckes am Dienstag um 13.02 Uhr den überfüllten Presseraum an der Säbener Straße betrat, war die Klinsmann-Entlassung schon wieder Geschichte.

Gut gelaunt, voller Elan und im feinen Zwirn läutete der 63 Jahre alte Heynckes den Saison-Endspurt ein. „Das war doch zuletzt nicht der FC Bayern. Die Spieler wirkten apathisch und paralysiert. Ich will sie von ihren Fesseln befreien. Das wird funktionieren, davon bin ich überzeugt“, sagte Heynckes, ehe er um sich um 15 Uhr bei der Mannschaft vorstellte und um 16 Uhr mit Assistent Hermann Gerland vor knapp 1000 Zuschauern sein erstes Training seit knapp 18 Jahren beim Rekordmeister leitete.

Nur fünf Spiele hat Heynckes Zeit, um das Mindestziel Champions League zu erreichen – genug, wie er meint. Es sei „viel Potenzial“ vorhanden, „um auch kurzfristig etwas ändern zu können. Ich glaube, dass ich der Mannschaft ihr Selbstvertrauen zurückbringen kann. Ich werde meine ganze Erfahrung und mein Know-how einbringen.“ Bis zum Spiel am Samstag gegen seinen Ex-Klub Mönchengladbach („Das ist kein Traumstart“) will Heynckes viele Einzelgespräche führen und die Spieler „überzeugen, dass sie besser sind als sie es in den vergangenen Wochen gezeigt haben“.

Auf Details wie Taktik oder Aufstellung wollte er am Dienstag noch nicht eingehen: „Ich will mir erst ein Bild machen und sehen wie lebendig die Spieler im Training sind.“ Seinen Vorgänger Klinsmann will Trainer-Dino Heynckes, der 1998 mit Real Madrid die Champions League gewonnen hat, nicht kontaktieren: „Ich kann die Situation selbst einschätzen. Unser Ziel muss die direkte Qualifikation zur Champions League sein. Ansonsten ist zuletzt genug erzählt worden. Ich weiß, dass Ergebnisse kommen müssen.“

Jupp Heynckes ist da! Die ersten Bilder

Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Jupp Heynckes bei seiner Ankunft auf dem Bayern-Gelände vor der ersten Pressekonferenz. © AP
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Hermann Gerland schaute vor der Pressekonferenz bei den Amateuren vorbei. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Mehmet Scholl übernimmt dort bis Saisonende. © dpa
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Scholl dürfte eine entspannte Zeit haben: Der 3.Liga-Klassenerhalt ist schon sicher. © sampics
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Tipps für den Interimsnachfolger. © sampics
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Scholl trainierte bislang die U13. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Danach ließ ihn Gerland alleine und ging zur Pressekonferenz. © Mehmet Scholl übernimmt dort bis Saisonende.
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Heynckes bei seiner Ankunft © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Das Medieninteresse ist enorm © dpa
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Die Medienvertreter drängen sich um den Feuerwehrmann © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Heynckes wirkt frisch, aber auch etwas nervös. © dpa
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Hermann Gerland soll ihm zur Seite stehen. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Fast die Hälfte der Spieler ging bei Gerland in die Lehre. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Er will sich eher zurückhalten und Heynckes unterstützen, wo er nur kann. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Das neue Trainergespann des FC Bayern! © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Das neue Trainergespann des FC Bayern! © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Jupp Heynckes will das Team zur Meisterschaft führen. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Oder? © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Bei der Pressekonferenz wollte er den Titel nicht als Ziel ausgeben. © AP
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Vielmehr strebt er die direkte Champions-League-Qualifikation an. © dpa
Jupp Heynckes und Hermann Gerland: Die ersten Bilder
Ob die Fans mit Platz 2 zufrieden wären? Wichtig ist zunächst: Es sind noch fünf Spiele. Und die sind zu gewinnen! Jupp Heynckes soll es richten! © AP

Dass er nach seinem Abschied bei Gladbach im Januar 2007 überhaupt noch einmal auf die Trainerbank zurückkehrte, sei zwar nicht seine „Lebensplanung“ gewesen, vielmehr ein „Freundschaftsdienst für den FC Bayern und für Uli“. Gladbach, Bilbao und die Bayern seien für ihn „besondere Klubs“. Deshalb habe er nach Rücksprache mit seiner Frau Iris auch zugestimmt. Gesundheitliche Probleme, die ihn in den vergangenen eineinhalb Jahren beeinträchtigt hätten, habe er überwunden, berichtete Heynckes, der viermal operiert worden war. Deshalb sei der Zeitpunkt optimal gewesen. Dass er aber auch nach der Saison weiter als Trainer arbeiten wird, schloss der 63-Jährige aber schon einmal aus.

Seine ganze Konzentration gelte derzeit ohnehin nur dem Endspurt und Bayern: „Ich denke, dass wir die vier Wochen in Harmonie überstehen.“ Das wäre doch schon mehr, als der alte Trainer erreicht hat…

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