"Sie haben Hollywood-Qualitäten"

tz-Interview: Wie Gottschalk seine Bayern sieht

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Thomas Gottschalk.

München - Eigentlich logisch, dass Thomas Gottschalk das Bayern-Büro in Manhattan eröffnete. Er ist Bayernfan, Wahlamerikaner und eine echte Showgröße – das passt zum FCB. Die tz sprach mit ihm.

Herr Gottschalk, die Bayern erobern den Big Apple. Ist das für Sie noch ein wenig schwer zu greifen?

Moderator Thomas Gottschalk mit tz-Reporter José Carlos Menzel Lopez.

Gottschalk: Ganz und gar nicht, ich bin ja froh, wenn ich nicht mehr der einzige Bayer hier in New York bin. Wenn es überhaupt einen Klub gibt, der hier eine Chance hat, dann sind es die Bayern aufgrund ihrer Hollywood-Qualitäten. Aber ich bewundere das, ich finde die Idee wirklich klasse. Ich habe ja gerade mal drei Straßen vom neuen Bayern-Büro entfernt eine Wohnung, insofern sind wir jetzt auch Nachbarn. Und Paulaner hat auch noch hier aufgemacht, mittlerweile gibt es also gar keinen Grund mehr, um nach Deutschland zurückzufahren, Wetten, dass...!? muss ich ja schließlich auch nicht mehr schauen.

Ist in den Staaten neben Basketball, Baseball und Football Platz für den Fußball und den FC Bayern?

Gottschalk: Es ist zumindest für das Unternehmen und die Wirtschaftsmacht FC Bayern wichtig, es hier zu versuchen. Ob es am Ende dann auch klappt und alles so läuft wie man es sich vorstellt, wird man sehen. Aber wenn du heute nicht irgendwo als Erster deinen Fuß reinstellst, dann kann es auch schnell mal zu spät sein.

Sie hatten immer eine Verbindung zum FCB…

Gottschalk: …aber leider ist mir dann so ein bisschen die Mannschaft weggerutscht. Ich bin bei den Hoeneß’ und Breitners hängengeblieben, das war so meine Zeit. Vor allem Beckenbauer halte ich für einen sehr begnadeten Typen, unter all den Celebrities die ich getroffen habe.

Was schätzen Sie an ihm?

Gottschalk: Diese Beständigkeit. Dass man einfach was war und was bleibt. Das gilt für Breitner auch, der immer mehr ein Rocker war. Der Franz war wie ich – Mainstream.

Wie sieht’s mit Ihren Fußballkenntnissen aus?

Gottschalk: Dadurch bin ich nie groß aufgefallen.

Haben Sie selbst mal Fußball gespielt?

Gottschalk: Nein, ich war eine von diesen armen Säuen, die am Ende bei der Mannschaftsverteilung immer übrig geblieben sind.

Interview: lop, cl

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