Klinsi: Wieder ein Endspiel

Jürgen Klinsmann

Die Bayern in der entscheidenden Phase der Saison – drei Punkte Rückstand haben sie auf Tabellenführer Wolfsburg, damit ist klar: Aus den letzten sechs Spielen brauchen sie sechs Siege.

Das weiß auch Trainer Jürgen Klinsmann. „Wir haben jetzt vier heiße Wochen mit sechs Endspielen. Wir wissen genau, was Sache ist. Wir wollen die Maximalpunktzahl“, sagt Klinsmann. Ein Patzer, und der Titel ist futsch!

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge formuliert es so: „Die Tabellensituation ist klar und erlaubt gegen Schalke nur einen Ausgang: einen Sieg!“ Für die Konkurrenz gilt das natürlich genauso, weswegen Klinsmann fordert: „Wir müssen jetzt schauen, den Druck auf Wolfsburg noch größer zu machen!“

Und sein Kapitän geht da mit bestem Beispiel voran – zumindest verbal. Denn Mark van Bommel ist sich sicher, dass die Bayern in dieser Saison noch Deutscher Meister werden. Seine Rechnung: „Wenn wir noch 18 Punkte holen, sind wir Meister. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wolfsburg sechsmal in Folge gewinnt.“ Der VfL tritt am Sonntag bei Energie Cottbus an. Und die Lausitzer brauchen im Abwehrkampf jeden Punkt. Die Bayern vertrauen auf ihre Erfahrung im Titelkampf, hoffen, dass die Wolfsburger dem von ihnen aufgebauten Druck nicht gewachsen sind und dann patzen – und wenn es am letzten Spieltag ist. „Wenn wir am 34. Spieltag zum ersten Mal Tabellenführer sind, das wäre wunderschön“, sagt van Bommel. Der Kapitän glaubt noch an den Titel!

Alle wissen aber auch: Gelingt gegen den FC Schalke kein Sieg, wird es eine Saison ohne Titel – eine Situation, die die Bayern-Fans nicht akzeptieren werden und die für den Trainer Klinsmann wohl das Ende in München bedeuten würde. Mit anderen Worten: Das Spiel gegen Schalke ist wieder ein Endspiel für Klinsmann. Wie schon so oft in dieser Saison.

Personell hat Klinsmann gegen Schalke keine Probleme. Lukas Podolski, Zé Roberto, Breno und Massimo Oddo sind wieder fit, nur Miro Klose und Michael Rensing sind noch verletzt. Bei Schalke fällt immerhin Abwehr-Riese Marcelo Bordon aus. Dennoch zeigt man bei den Knappen demonstrativ eine breite Brust. „Warum sollten wir Angst vor Bayern haben? Wir haben in München nichts zu verlieren“, sagte Interims-Trainer Mike Büskens. Die Bayern dafür um so mehr. So verspricht das Spiel ein ganz heißes Duell zu werden.

jj

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