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Nach der Pleite in Barcelona

tz-Kommentar: Der Bayern-Umbruch muss kommen

Barcelona/München - Der Traum vom Champions-League-Finale ist für den FC Bayern nach dem 0:3 in Barcelona fast schon ausgeträumt. Der Kommentar von tz-Redakteur Michael Knippenkötter.

Große Mannschaften erkennt man daran, dass sie in Krisenzeiten schwere Aufgaben meistern. Der FC Bayern schien am Mittwochabend lange Zeit eine ganz heikle Situation optimal lösen zu können, mit viel Disziplin und einem guten Teamgeist. Das Ergebnis in Barcelona lässt den Roten letztlich kaum Chancen, am Dienstag den Schritt nach Berlin zu gehen. Und wenn, dann müsste zu den oben genannten Zutaten des Erfolgs auch noch eine große Portion Mut kommen.

So viel zu dem, was in wenigen Tagen passieren muss. Und danach?

Michael Knippenkötter.

In großen Spielen wie dem bei Barca zeigt sich auch, wer dich in der Zukunft weiterbringen wird. Nach dem Finale dahoam 2012 soll der damalige Manager Uli Hoeneß getobt haben, weil Mario Gomez nicht in der Lage war, klarste Chancen in Tore umzumünzen. Es waren wohl die 120 Minuten und mehr, die eine Meinung festigten. Und die eine Top-Quote, wie ein Gomez sie insgesamt beim FC Bayern hatte, unbedeutend werden lässt. Am Sittwoch sah man von sehr weit oben, dass einzelne Spieler in Zukunft ähnlich wie Gomez aus dem Kreis der Erwählten ausscheiden werden müssen.

Bastian Schweinsteiger mag vom Kampf und Willen gut in die Mannschaft passen, vom Tempo und der Gedankenschnelligkeit reicht es nicht mehr. Gleiches gilt für Xabi Alonso. Die Zeit der statischen Strategen neigt sich dem Ende, so etwas erkennt man aber nicht in Spielen gegen Freiburg, Hoffenheim oder Bremen, so etwas wird in den großen Duellen offensichtlich.

Das Spiel hat gezeigt, dass der Umbruch beim FCB schneller und abrupter kommen muss, als viele gedacht hatten. Denn obwohl und gerade weil er nicht spielte, wird auch ein Franck Ribéry in der kommenden Saison zu 100 Prozent ersetzt werden müssen. Kommt er noch einmal zurück, dann ist das ein Geschenk für den Verein, seine Fans und besonders für ihn selbst, aber man muss ihm klarmachen, dass er sich dann mit einem Topstar um seinen Platz streiten muss. Eine Lösung mit einem ambitionierten Nachwuchsmann wäre zu wenig, sie wäre halbherzig.

Denn man braucht die großen Spieler, vor allem in den großen Spielen wie Mittwochabend.

Drei Fünfer, vier Vierer: Bilder und Noten zur Bayern-Pleite

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Von Michael Knippenkötter

Rubriklistenbild: © MIS

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