Pep ist heute ein anderer Mensch

tz-Kommentar: Es geht um Tore, nicht um Stolz

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José Carlos Menzel Lopez.

München - In seinem tz-Kommentar zieht Redakteur José Carlos Menzel Lopez seine Bilanz über die Bayern-Saison - und sieht eine Annäherung zweier unterschiedlicher Denkarten.

Das erste Jahr der Ära Pep Guardiola in München ist vorbei. Was bleibt, sind nicht nur zwei wichtige Pokale, sondern auch die Erkenntnis, dass sich zwei unterschiedliche Denkarten und Mentalitäten in einer Saison angenähert haben.

Denn nicht nur der FC Bayern hat von der Person Pep Guardiola gelernt, dass es besser ist, den Ball zu haben als ihm hinterherzurennen. Nein, auch der Spanier ist heute ein anderer Mensch als der, der sich am 24. Juni 2013 mit einem herzlichen „Grüß Gott“ in der Allianz Arena vorstellte.

Verhielt sich Guardiola da noch wie ein scheues Reh, das nichts und niemanden an sich ranließ, genießt er heute die Banketts nach den Spielen. Pep hat den familiären Charakter des Klubs verinnerlicht und lebt ihn auch.

Doch damit nicht genug: Wollte er bis Anfang April in jedem Stadion und gegen jede Mannschaft seinen Stil diktieren, hat Guardiola heute verstanden, dass es im Fußball nicht auf Stolz, sondern eigentlich nur auf Tore ankommt. Das Runde muss ins Eckige – ganz egal, ob man dafür 723 Pässe braucht oder nur einen Thomas Müller, der die Kugel mit dem letzten Atemzug und dem Willen eines Zuchtbullen irgendwie ins Gehäuse stolpert. Und wenn man hinten drei Innenverteidiger postieren muss, um die Konter des BVB zu unterbinden, dann ist es nun mal so.

Doch Pep hat noch mehr gelernt: Vor allem nach dem 2:0 am Samstag gegen Borussia Dortmund dürfte er nun vollends davon überzeugt worden sein, dass er einen Leader im Team braucht – und zwar nicht nur auf dem Papier. Einen, der auch dorthin geht, wo es wehtut und an dem sich eine Mannschaft festhalten kann. So einen wie Javi Martínez.

In Wembley, beim Champions-League-Finale 2013, hielt sich der FC Bayern an ihm fest, jetzt in Berlin erneut. Schade, dass das nur in Madrid nicht möglich war.

José Carlos Menzel Lopez

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