Bayern zerlegt Porto

tz-Kommentar: Sportlich ein echtes Vorbild!

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Der FC Bayern bezwangt Porto mit 6:1.

München - Der FC Bayern hat mit dem FC Porto eindrucksvoll einen Gegner zerlegt, der eigentlich schwer zu bespielen ist. Und das nach dem 1:3 aus dem Hinspiel. Ein Kommentar.

Was für ein Abend! Der FC Bayern hat mit einer Demonstration aus Spielfreude, Willen und großem Zusammenhalt einen eigentlich qualitativ hochwertigen und unbequem zu bekämpfenden Gegner zerlegt. Es war einer dieser Abende, an dem alles passte, weil man es eben so haben wollte, weil man es erzwang. Der FC Porto war innerhalb kürzester Zeit eingeschüchtert, noch bevor er sich an seine eigentliche Stärke erinnern konnte. Und damit war es auch ein Abend, an dem wir möglicherweise die Weiterentwicklung der Pep’schen Philosophie gesehen haben – auf der Ebene des Charakters.

tz-Redakteur Michael Knippenkötter.

Auf der Medientribüne dürfte in so manchen Fingern am Dienstag schon früh die Formulierung der „wiederauferstandenen Bayern“ gekribbelt haben. Aber dann wären sie nur einem Gefühl gefolgt, einem Eindruck der letzten Tage. Denn woraus hätte man auferstehen sollen? Es gab nur diese eine Partie, dieses 1:3 aus dem Hinspiel, in dem diese Mannschaft nicht das war, was sie immer ist: der Dominator. Trotzdem drohte plötzlich alles zu bröckeln, weil es neben dem Platz bebte. Der Schock-Rücktritt von Dr. Müller-Wohlfahrt hat den Verein durcheinander gebracht. „Ich habe noch nicht mit meinem Bruder gesprochen, aber da muss es richtig gerappelt haben“, sagte Michael Rummenigge am Dienstag in der ­Expertenrunde bei Sky. Jeder, der einigermaßen verbunden ist mit diesem Klub, der weiß, was das Ausscheiden des Kult-Docs in dieser Art und Weise bedeutet. Und so erklärte sich auch der Tenor, dass eine eigentlich bis dato hervorragende Saison zu kippen drohte. Zusätzlicher Druck, zusätzlich zu dieser 1:3-Bürde. Umso bemerkenswerter die Leistung dieser Mannschaft, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließ, die eindrucksvoll bewies, dass sie in ihren Grundfesten sicher steht. Die Spieler auf dem Platz dienen in diesen Zeiten als Vorbild für den gesamten Klub, für einen Vorstandsvorsitzenden, einen Sportvorstand, wie man mit kniffligen Situationen umzugehen hat. Wenn keine von innen erzeugten äußeren Einflüsse auf sie einprasseln, kann sie sich noch mehr auf ihren eigentlichen Job konzentrieren. Anders ausgedrückt: Reißt man sich auf allen Ebenen zusammen, ist dieses Jahr wieder ein Triple möglich. Das steht seit Dienstagabend fest.

Michael Knippenkötter

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