In einem Jahr sieht‘s wieder anders aus

Kommentar zum FC Bayern: Spannung gibt es nur in dieser Saison

Manuel Bonke

Die aktuelle Spannung in der Bundesliga gilt es voll und ganz zu genießen. Ihr Ende ist absehbar. Ein Kommentar von Manuel Bonke, Sportredakteur der tz. 

Und ob die Liga spannend sein kann – das gilt zumindest für die diesjährige Hinrunde. Das liegt zum einen daran, dass der FC Bayern eine ungewohnte Schwächephase eingestreut hat, und zum anderen daran, dass Borussia Dortmund eine beeindruckende Konstanz gezeigt hat. Mit ihrem fulminanten Schlussspurt und dem BVB-Patzer in Düsseldorf haben die Münchner neuen Mut gefasst, wieder offen von der Meisterschaft als Saisonziel zu sprechen.

Der Vorsprung des BVB ist immer noch ein Brett!

Als Niko Kovac vor der Partie in Frankfurt gefragt wurde, ob der FCB auch diese Saison wieder Deutscher Meister wird, sagte der Trainer: „Davon gehen wir alle in München aus!“ Die Botschaft, die Kovac damit aussendet, ist klar: Mia san immer no mia! Trotzdem: Auch wenn der Abstand zwischen dem BVB und dem FCB von neun auf sechs Punkte geschrumpft ist – der Vorsprung der Dortmunder ist immer noch ein Brett! Gut möglich also, dass sich die Roten trotz des neu gewonnenen Meister-Mutes am Ende mit dem zweiten Platz zufrieden geben müssen. Eine wirkliche Vorentscheidung ist der Vorsprung aber nicht. Bayerische Konstanz plus den einen oder anderen BVB-Wackler – und schon geht alles wieder seinen gewohnten Weg.

Egal, ob Erster oder Zweiter, für die Liga hat das zurückliegende Halbjahr entscheidende Konsequenzen. Denn: Was macht der deutsche Rekordmeister, wenn sein Endlos-Abo auf die Meisterschaft abläuft? Richtig, er investiert und nimmt viel Geld für neue Spieler in die Hand! Das haben die Bosse in den vergangenen Wochen mehrmals angekündigt.

Heißt im Klartext: Fußball-Deutschland soll die diesjährige Spannung noch einmal in vollen Zügen genießen, denn heute in einem Jahr wird der FC Bayern wieder mit großem Abstand die Tabelle anführen. Alles andere würde auch gegen das Selbstverständnis des FCB verstoßen.

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