Lucio stärkt den Trainer und nimmt die Fans in die Pflicht

"Ich würde nicht Klinsi raus rufen"

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Lucio hat den Bayern-Schal in der Hand und den Erfolg im Blick. In der tz macht er sich für Klinsmann stark

Er verausgabt sich, schreit, rackert, gestikuliert und gibt in jedem Spiel 100 Prozent. Nein, nicht Olli Kahn, sondern sein fußballerischer Bruder im Geiste – Lucio.

Auch in Bielefeld hielt er die Abwehr zusammen, war unermüdlich und fand nach dem Spiel klare Worte. „Das war alles, nur kein Glück. Das war ein Sieg unserer Moral. Jeder hat gesehen, dass die intakt ist und wir uns garantiert nie aufgeben“, sagt Lucio zur tz. Einverstanden, die Bayern haben in Bielefeld Biss gezeigt. Meisterlich war der gebotene Fußball aber nicht. Muss da nicht mehr kommen? Lucio: „Das ist im Moment nicht wichtig. Wir müssen gewinnen und sonst gar nichts. Deshalb war es wichtig, körperlich richtig dagegenzuhalten und mit drei Punkten heimzufahren.“

Die wertvollsten Bayern-Spieler

Transfermarkt.de ist die renommierteste deutsche Webseite für Spieler-Transfers. Zu Beginn der Rückrunde haben die Experten wieder die Marktwerte der FCB-Spieler beziffert und u.a. Leistungsvermögen, Alter und Entwicklungsfähigkeit berücksichtigt. Demnach hat der Bayern-Kader insgesamt einen Marktwert (Stand: 04.02.2009) von rund 242 Mio. Euro. Sehen Sie hier die Rangliste des FCB. Auf Platz 22: Thomas Kraft (Marktwert 250.000 €) © dpa
Platz 21: Hans-Jörg Butt (1.250.000 €) © sampics
Platz 20: Andreas Ottl (2.000.000 €) © dpa
Platz 18: Christian Lell (3.000.000 €) © Fishing4
Platz 18: Landon Donovan (3.000.000 €) © dpa
Platz 17: José Ernesto Sosa (4.000.000 €) © sampics
Platz 16: Michael Rensing (4.500.000 €) © sampics
Platz 15: Massimo Oddo (6.500.000 €) © Fishing4
Platz 13: Daniel van Buyten (7.000.000 €) © sampics
Platz 13: Breno (7.000.000 €) © sampics
Platz 12: Tim Borowski (7.500.000 €) © Fishing4
Platz 11: Zé Roberto (8.000.000 €) © Fishing4
Platz 9: Hamit Altintop (11.000.000 €) © dpa
Platz 9: Mark van Bommel (11.000.000 €) © sampics
Platz 8: Lukas Podolski (12.000.000 €) © sampics
Platz 6: Bastian Schweinsteiger (16.000.000 €) © sampics
Platz 6: Martin Demichelis (16.000.000 €) © sampics
Platz 5: Lucio (18.000.000 €) © sampics
Platz 4: Miroslav Klose (20.000.000 €) © Fishing4
Platz 3: Luca Toni (24.000.000 €) © Fishing4
Platz 2: Philipp Lahm (25.000.000 €) © dpa
Platz 1: Franck Ribéry (35.000.000 €) © Fishing4

So kompromisslos der Kapitän der brasilianischen Nationalelf auf dem Platz ist, so überzeugt ist er vom Titel. Lucio: „Unser Selbstvertrauen ist wieder da. Noch sechs Spiele, alles kann passieren und wir sind da, bis zum Schluss.“

Lucio denkt an den Titel und zugleich an Klinsmann. „Wenn wir Meister werden, wäre der Titel auch für den Trainer.“ Einige Fans sehen das bekanntlich anders. Sie werden nicht müde, selbst bei Bayern-Toren „Klinsmann raus“ zu skandieren.

Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder und die tz-Noten

Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch in Bielefeld sind wieder alle Kameras auf ihn gerichtet: Jürgen Klinsmann © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Bayern-Trainer steht weiter unter Siegzwang. Entsprechend angespannt wirkt er, als er auf der Bank Platz nimmt. Uli Hoeneß geht derweil seiner üblichen Beschäftigung vor Anpfiff nach: © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Hoeneß putzt seine Brille ... © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und putzt ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und putzt. Dann glänzt die Brille - es kann los gehen! © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Thomas Kraft nimmt nach dem Warmmachen (Foto) als Ersatztorwart auf der Bank Platz. Neben "Ex-Stammkeeper" Michael Rensing fehlen auch Zé Roberto, Miroslav Klose, Lukas Podolski, Breno und Massimo Oddo. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die erste Halbzeit verläuft schleppend (Foto: Zweikampf Sosa gegen Wichniarek) © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Großchancen gibt es im ersten Durchgang kaum. Luca Toni, als einziger Stürmer vor einem hängenden Franck Ribéry, versucht es trotzdem immer wieder. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Erfolglos. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
"Steh auf, da war doch nichts", scheint Bielefelds Bollmann hier Martin Demichelis anzuherrschen. Oh doch, da war was: Nachdem Bollmann zuvor Micho im Gesicht traf, kann er froh sein, noch weiterspielen zu dürfen. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Eilhoff ist schneller als Luca Toni © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch in der Luft eine Augenweide: Franck Ribéry © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und wenn die erste Halbzeit etwas fade ist, kann man sich die Zeit immer noch mit Grimassenschneiden vertreiben wie Uli Hoeneß © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch Jürgen Klinsmann wirkt gelangweilt - kurzzeitig. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Doch er treibt seine Mannen immer wieder an. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Am liebsten würde er ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... den Ball ins gegnerische Tor brüllen. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Dann klappt's. Ecke, ein hoher Ball von Ribéry segelt in der 64. Minute zu Luca Toni. Der Italiener hält den Kopf hin. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Ball landet im Netz. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und Jürgen Klinsmann landet in den Armen von Uli Hoeneß. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die Erleichterung ist groß. © sampics
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch die Spieler genießen den Torjubel, der der einzige des Tages bleiben wird © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Bastian Schweinsteiger lässt Vorbereiter Ribéry hochleben. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Das Spiel plätschert danach so vor sich hin. Hans-Jörg Butt hält stark. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Und auch sein Gegenüber Dennis Eilhoff lässt keinen mehr rein. © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Schlusspfiff! Klinsmann jubelt. Drei Punkte! Das zählt! © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Trainerkollege Michael Frontzeck geht leer aus. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Auch Bielefelds Topstürmer Wichniarek ist bedient. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Der Bayern-Motor läuft wieder! Lucio schnappt sich einen Fanschal, ... © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... wirbelt ihn durch die Luft ... © AP
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
... und feiert mit den Kollegen. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Jürgen Klinsmann lacht. © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Schöne Geste bei der anschließenden Pressekonferenz: Klinsmann tröstet seinen bedrückten Trainerkollegen Michael Frontzeck © dpa
Bayern-Arbeitssieg in Bielefeld: Die Bilder
Die Frage auf dem Plakat, das ein Zuschauer vor dem Spiel hinter Klinsmann gehängt hat, wäre beantwortet: Ja, die Bayern wollen deutscher Meister sein. Amtierender - und kommender! © dpa
Noten
Butt Note: 2 © sampics
Noten
Lell Note: 4 © AP
Noten
Demichelis Note: 3 © sampics
Noten
Lucio Note: 2 © sampics
Noten
Lahm Note: 3 © sampics
Noten
Sosa Note: 4 © dpa
Noten
58. Altintop Note: 4 © sampics
Noten
van Bommel Note: 4 © Fishing4
Noten
Ottl Note: 4 © Fishing4
Noten
Schweinsteiger Note: 4 © Fishing4
Noten
83. Borowski o. B. © dpa
Noten
Ribéry Note: 4 © Fishing4
Noten
Toni Note: 3 © Fishing4
Noten
90. Müller o. B. © sampics

Lucio fehlt dafür das Verständnis: „Natürlich tun mir die Klinsmann-raus-Rufe weh. Stünde ich als Fan im Block, würde ich da nicht miteinstimmen. Was sollte denn jetzt ein neuer Trainer bringen? Was soll der schon ausrichten? Ich glaube, die Fans müssen uns jetzt unterstützen, unabhängig von unserer Situation. Jetzt kommt die wichtigste Phase der Saison und gerade jetzt brauchen wir die Fans und deren Motivation. Sie sollten uns helfen.“

Wer wird im Sommer neuer Bayern-Trainer?

Trainer-Kandidaten FC Bayern
Das Projekt Klinsmann ist beendet! Am 27. April entließ der Verein seinen Trainer und präsentierte Jupp Heynckes als Interimslösung bis Saisonende. Und wer übernimmt im Sommer? Das sind die Kandidaten. © AP
Louis van Gaal
Louis van Gaal: Er führte AZ Alkmaar zur niederländischen Meisterschaft und soll nun nach Höherem streben, sprich: einem großen Club in einer großen Liga! Van Gaal gilt als der Top-Kandidat auf den Trainerposten bei den Bayern. Van Gaal ist der Wunschkandidat schlechthin der Bayern, allerdings macht sein Arbeitgeber AZ Alkmaar noch Probleme. Van Gaal hat dort einen Vertrag bis 2010.  © AP
Matthias Sammer
Matthias Sammer: Ein junger, intelligenter, in der Fußballwelt anerkannter Trainer. Er führte schon Borussia Dortmund zur Meisterschaft. Seit dem 1. April 2006 ist er beim DFB als Sportdirektor beschäftigt. Er wird von der SZ und von Udo Lattek („Matthias wäre der goldene Schuss für Bayern“) als Favorit auf die Klinsmann-Nachfolge angesehen. © dpa
Schuster
Bernd Schuster: Er ist der zweite Favorit der Fans. Einer der wenigen deutschen Trainer von Weltrang. Er hat zuletzt immerhin Real Madrid trainiert und mit dem FC Getafe große Erfolge gefeiert. Der "Blonde Engel" wäre auch noch auf dem Markt! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Oliver Kahn: Wer könnte die Jungs momentan besser motivieren als Oliver Kahn? "Weiter! Immer weiter!" Sein Wort hat Gewicht. Er ist der FC Bayern, der FC Bayern ist Oliver Kahn. Aber: Der Titan hat keinerlei Trainererfahrung und scheint auch eher einen Job im Management anzustreben als auf der Bank. Und selbst da spielt der FC Bayern derzeit für ihn keine Rolle, wie er gegenüber der tz bestätigte.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Augenthaler: "Auge" ist ein Roter durch und durch und nicht die ganz große Lösung. Allerdings bringt er von seinen Jobs u.a. beim VfL Wolfsburg und bei Bayer Leverkusen jede Menge Erfahrung als Trainer mit. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Roberto Mancini: Noch ein klangvoller Name. Inter Mailand, Lazio Rom und der AC Florenz stehen in der Trainer-Vita des Italieners. Mit Inter holte er drei Meistertitel in Folge, wurde aber vor rund einem Jahr vor die Tür gesetzt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Frank Rijkaard: Der Holländer spricht Deutsch, holte mit dem FC Barcelona zwei Meisterschaften und einen Champions-League-Titel und wäre auf dem Markt. Definitiv ein Kandidat! © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Luiz Felipe Scolari: Wenn Scolari kein Trainer mit Weltrang ist, wer dann? Er führte Brasilien zum Weltmeistertitel und Portugal ins WM-Halbfinale. Scolari trainierte außerdem den FC Chelsea, wo er im Februar entlassen wurde. Wie bei vielen anderen internationalen Top-Trainern allerdings ein Problem: die Deutschkenntnisse. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lucien Favre: Die Bayern sind dafür bekannt, den Ligakonkurrenten die besten Spieler und Trainer abzuwerben. Also ist automatisch auch Lucien Favre ein Kandidat. Der Herthaner ist neben Felix Magath DER Trainer der Saison. © dpa
Martin Jol
Martin Jol: Der HSV-Trainer leistet hervorragende Arbeit, deswegen wird auch er gehandelt. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Thomas Schaaf: Im UEFA- und im DFB-Pokal läuft es rund für Werder und Schaaf, in der Liga nicht. Fachlich wie menschlich sind seine Fähigkeiten unbestritten - möglicherweise bietet sich für die neue Saison ein Neuanfang bei den Bayern an. Wolfsburg scheint ebenfalls interessiert. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Mirko Slomka: Beim FC Schalke 04, seiner ersten echten Trainerstation, sorgte er für Achtungserfolge, musste dann aber auch aufgrund interner Querelen wieder gehen. Seitdem wird er immer wieder ins Spiel gebracht, wenn irgendwo ein Trainer entlassen wird. Er scheint aber noch auf das richtige Angebot zu warten - von den Bayern? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Klaus Toppmöller: Wer Erfahrung sagt, meint Toppmöller. Er ist einer der großen Trainer-Routiniers des deutschen Fußballs. Für den 57-Jährigen wären die Bayern eine echte Herausforderung - und dem Fuchs kann keiner etwas vormachen. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Slaven Bilic: Der FC Schalke 04 wollte ihn und hat ihn nicht bekommen - sieht das anders aus, wenn der FC Bayern anruft? Der kroatische Nationaltrainer führte sein Team bis ins Viertelfinale der Europameisterschaft und fügte in der Vorrunde der Löw-Truppe eine bittere Niederlage zu. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ronald Koeman: Noch einer aus der scheinbar nie versiegenden Gilde niederländischer Top-Trainer! Vor allem mit Ajax Amsterdam war Koeman erfolgreich, danach führte ihn seine Trainerkarriere über Benfica, Eindhoven und den FC Valencia in die Arbeitslosigkeit - holt ihn der FCB da raus? © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Sven-Göran Eriksson: 21 Titel, aber keinen Job! So sieht es derzeit bei dem Schweden aus, einem der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten. Er wurde im April von Mexiko entlassen und wäre bestimmt nicht abgeneigt, wieder ins europäische Vereinsgeschäft einzusteigen. Sicher ein Kandidat, wenn sich die Bayern für einen erfahrenen Top-Trainer entscheiden. © dpa
Wenger
Arsène Wenger: Laut "Daily Mail" ist auch er ein Kandidat. Der Franzose trainiert seit 1996 Arsenal London - und das mit großem Erfolg. Aber wer weiß, ob sich nicht langsam Amtsmüdigkeit bei ihm eingestellt hat. Großer Vorteil: Wenger spricht fließend Deutsch. © dpa
Carlo Ancelotti: “Ancelotti gefällt den Bayern“, verriet Milan-Berater Ernesto Bronzetti in einem Radio-Interview. Angeblich sollen auch Real Madrid, der FC Chelsea, Manchester City und der AS Rom interesse an Ancelotti haben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Fabio Capello: Im Herbst seiner Karriere wollte der Italiener eine große Nationalmannschaft betreuen - und hat dieses Ziel jetzt in England erreicht. Würde ihn nach AC Mailand, Real Madrid und Juventus Turin noch der FC Bayern reizen? © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Guus Hiddink: Zahlreiche Stimmen fordern "einen wie Hiddink" als Klinsmann-Nachfolger. Oder soll es doch Hiddink selbst sein? Der Trainerfuchs coacht Russland und gleichzeitig den FC Chelsea. Einen derart begehrten Mann an die Säbener Straße zu lotsen, könnte nicht einfach werden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Jürgen Klopp: "Kloppo" wurde schon als Bayern-Trainer gehandelt, als der Name Klinsmann an der Säbener Straße als Trainer noch gar nicht aufgetaucht war. Derzeit bringt er Stimmung zu Borussia Dortmund und hat dort nach gewissen Anfangsschwierigkeiten in die Erfolgsspur gefunden. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Lothar Matthäus: Sein Name taucht fast immer auf, wenn irgendwo ein Trainerposten frei wird. Allerdings ist er der unwahrscheinlichste aller Kandidaten. Schließlich wäre es ein zu hohes Risiko, dem Rekordnationalspieler, ohne Trainererfahrung bei einem Großclub, nach dem gescheiterten Klinsmann-Experiment eine Chance zu geben. © AP
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Alex Ferguson: Der "Sir" unter den Trainern coacht seit 1986 Manchester United und ist mit seinen 67 Jahren nicht mehr der Jüngste. Aber er steht für Erfolg und Erfahrung. Doch ganz ehrlich: Da wäre ein neuerliches Engagement von Jürgen Klinsmann noch wahrscheinlicher... © AP
Jupp Heynckes
Jupp Heynckes: Natürlich wäre denkbar, dass aus der Interimslösung doch eine Dauerlösung wird. Doch die Verantwortlichen haben ein längerfristiges Engagement klar ausgeschlossen.  © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Armin Veh: Wer mit dem VfB Stuttgart die Meisterschaft holt, für den wäre es doch auch mit dem FC Bayern ein Leichtes, oder? Armin Veh gilt als Sturkopf, aber auch als großer Motivator. Der Augsburger kennt außerdem die Mentalität in Bayern. Er wäre einer der Top-Kandidaten. © dpa
Trainer-Kandidaten FC Bayern
Ottmar Hitzfeld: Es kann nur einen geben! Zumindest für die Fans! Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld trauern viele Anhänger hinterher. Er ist momentan Nationaltrainer der Schweiz und scheint die Ruhe in diesem Job zu genießen. Doch wenn die Bayern einen neuen Trainer suchen, wäre er womöglich erster Ansprechpartner. © dpa

Geholfen hat in Bielefeld vor allem das Tor von Luca Toni. Seit Wochen bildet er den Ein-Mann-Sturm der Bayern. Er reibt sich auf, gibt alles allein auf weiter Flur. Trainer Klinsmann anerkennend: „Im Moment ist Luca ein Einzelkämpfer mit seiner Wucht und Energie. Das ist mehr als lobenswert. Wie Luca das handhabt, ist einfach toll. Wir wandern auf einem schmalen Grat. Der Ausfall von Miro wiegt schwer, aber wir rechnen mit ihm vor Saisonende.“

Klinsmann rechnet mit Miro – und Lucio mit einem Verbleib seines Trainers. Der Brasilianer zur tz: „Ich befürworte eine längerfristige Bindung des Trainers. Ein Trainerwechsel bedeutet nicht automatisch Erfolg. Ich hoffe, dass Klinsmann auch in der nächsten Saison hier ist. Denn er ist aufrichtig, fleißig, verausgabt sich total. Ich glaube der Titel spielt eine wichtige Rolle. Wenn uns das gelingt, glaube ich, dass seine Zukunft hier liegt.“

Mario Volpe

Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern

Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Trotz der Umarmung in Bielefeld: Jürgen Klinsmann muss gehen, auch Manager Uli Hoeneß trug die Entscheidung mit. Die tz zeigt, wie das Verhältnis von Hoeneß zu seinen bisherigen Trainern war. © sampics
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Pal Csernai: Hoeneß war noch ein Neuling. Dass Csernai 1983 drei Spieltage vor Schluss entlassen wurde, war weniger seine Entscheidung als die von Präsident Willi O. Hoffmann. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Reinhard Saftig: Interims­trainer für drei Spiele. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Udo Lattek: Lattek holte Hoeneß als 18-Jährigen zu den Bayern, sie hatten daher fast eine Vater-Sohn-Beziehung. Latteks Vertrag nicht zu verlängern, fiel Hoeneß schwer. © AP
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Jupp Heynckes: Eine echte Männerfreundschaft. Ihn zu feuern, war für Hoeneß „die schwerste Entscheidung meines Lebens“. Er tat es dennoch – zum Wohle des Vereins. Jetzt holt Hoeneß ihn zurück. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Sören Lerby: Mit dem Dänen geriet Bayern in Abstiegsgefahr, Hoeneß musste reagieren. Das Verhältnis zu Lerby war normal, ihn zu feuern fiel ihm nicht wirklich schwer. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Erich Ribbeck: Ribbeck galt als Beckenbauer-Freund, Hoeneß fand keinen besonderen Draht zu ihm, der „Sir“ zeigte zu wenig Emotionen. Präsident Scherer übernahm den Rauswurf. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Franz Beckenbauer: Beckenbauers Fleiß imponierte Hoeneß, der Kaiser war bei beiden Engagements nur als Feuerwehrmann gedacht, musste daher nicht gefeuert werden. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Giovanni Trapattoni: Traps freundliches Wesen, seine liebenswerte Art mochte auch Hoeneß. Da beide Seiten wussten, dass es keine Zukunft geben würde, trennte man sich einvernehmlich. Ein Rauswurf wäre Hoeneß schwergefallen. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Otto Rehhagel: Wurde von der Mannschaft abgesägt, Hoeneß musste reagieren. Einen besonders innigen Draht hatten beide ohnehin nicht zueinander. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Ottmar Hitzfeld: Hitzfelds natürliche Autorität, sein gewinnendes Wesen und seine Ehrlichkeit kamen bei Hoeneß gut an. Hoeneß wollte Hitzfeld nicht rauswerfen, konnte aber seine Verträge beide Male nicht verlängern. © dpa
Uli Hoeneß: So stand er zu seinen Trainern
Felix Magath: War Hoeneß zu wenig kommunikativ, das Verhältnis blieb distanziert-professionell. Der Rauswurf fiel ihm dennoch schwer, weil sich Magath immer korrekt verhielt. (Texte: jj) © dpa

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