Sommerurlaub trotz Corona: Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung aus - Lage auf Mallorca extrem prekär

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Scholl spricht mit der tz über angebliche Rücktrittsgedanken und frustrierende Erkenntnisse

„Sie treten die Grundgesetze des Fußballs mit Füßen“

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Zum Verzweifeln! In zwölf Spielen kassierten die Bayern-Bubis bereits 30 Gegentore – „da waren 18 sehr einfache dabei“, kritisierte Mehmet Scholl

München - Es sind Tabellenregionen, die er als Spieler nur vom Hörensagen kannte: Vorletzter Tabellenplatz, 30 Gegentore in zwölf Spielen.

Als Spieler war Mehmet Scholl ein Kultkicker – als Coach ist er in seiner ersten richtigen Saison Krisenkämpfer. Den nächsten Dämpfer gab’s am vergangenen Wochenende. In Erfurt unterlagen die kleinen Bayern mit 0:2, kassierten schon die siebte Niederlage.

Kahn, Kobra, Közle & Co.: Unvergessene Kult-Kicker

Ohne Typen wäre der Fußball langweilig. Es gibt viele Namen, bei denen es im Kopf echter Fans klingelt und "Weißt Du noch ...?"-Gedanken geweckt werden. Dafür müssen die Männer nicht einmal Weltklasse-Fußballer gewesen sein wie Oliver Kahn (Foto): Manchmal reichte eine Glanzleistung, eine Verfehlung, eine Eigenschaft, um vom Fußballer zum Kult-Kicker zu werden. Wir haben ganz subjektiv die Lieblinge der jüngeren Fußballgeschichte gesammelt. © dpa
Ailton: Kult, weil er erst unterschätzt wurde und sich dann immer weiter überschätzt hat. Der Wander-, Paradies- und seltsame Vogel tingelte nach seinen Karriere-Höhepunkten bei Werder und Schalke durch die Fußballwelt. Die Clubs wurden immer kleiner, das Mundwerk blieb groß. © dpa
Karl Allgöwer: Kult, weil nur wenige Abwehrspieler in der Bundesliga-Geschichte so torgefährlich waren wie der "Karle". Der Libero gehört zu den Kult-Spielern des VfB Stuttgart und absolvierte in den 80er Jahren 338 Bundesliga-Spiele für die Schwaben. Allgöwer erzielte dabei satte 129 Tore. Besonders gefürchtet waren seine wuchtigen Freistöße, weshalb er irgendwann den Spitznamen "Knallgöwer" verpasst bekam. © dpa
Mario Basler: Kult, weil kaum ein anderer Fußballer in der jüngeren Bundesliga-Geschichte so sehr zwischen Genie und Wahnsinn pendelte wie "Super-Mario". Der Hitzkopf eckte auf nahezu all seinen Profi-Stationen an, hatte aber stets einen flotten Spruch auf den Lippen. Beispiele gefällig? "Jede Seite hat zwei Medaillen" oder "Wir haben zwei eigene individuelle Fehler bei den Toren gemacht" oder "Mich interessiert nicht, wer spielt. Hauptsache ich spiele." © dpa
Perry Bräutigam: Kult, weil er der ostdeutsche Gegenentwurf war. So sympathisch, diszipliniert und grundehrlich, dass es fast schon wieder revolutionär war. Im Dezember 1990 durfte er im Aufgebot der Nationalmannschaft sogar gesamtdeutsche Länderspiel-Luft schnuppern. © dpa
Ansgar Brinkmann: Kult, weil er 15 Stationen abklapperte und sogar bei der Polizei eine dicke Akte "Ansgar Brinkmann" hinterlegt ist. Darin stehen: Verwicklung in mehrere Prügeleien, die Flucht vor einer Alkoholkontrolle, die Pleite eines Reha-Zentrums. Auch wenn er nie ein Vorbild war: Ein Fan-Liebling war der "weiße Brasilianer" immer. © dpa
Manfred Burgsmüller: Kult, weil er nach seiner Fußball-Karriere mit 52 als ältester Profi-Footballer der Welt (Foto) bekannt wurde. Der Fighter versuchte außerdem publikumswirksam, den SSV Hacheney vor dem Abstieg zu retten und flimmerte in der passenden Doku-Soap "Helden der Kreisklasse" (kabel eins) über die Fernsehschirme. © dpa
Stéphane Chapuisat: Kult, weil "Chappi" der edelste schweizerische Import seit dem Emmentaler ist. Für Borussia Dortmund erzielte er über 100 Treffer. Mit seinem legendären Kung-Fu-Tritt verfehlte Oliver Kahn den Stürmer. © dpa
Stefan Effenberg: Kult, weil viele erst im Nachhinein begriffen haben, was die Bayern an ihm hatten. Trotz des Stinkefingers: Effenberg war ein echter Leader, einer, der Fans und vor allem auch Mitspieler mitreißen konnte. Und Geschichten wie diese sorgen immer noch für ein Schmunzeln: Effe musste 10.000 Euro zahlen, weil er einen Polizisten als "Arschloch" beschimpft haben soll. Effenberg behauptet allerdings, er habe nur "Einen schönen Abend noch" gesagt. © dpa
Yves Eigenrauch: Kult, weil "Yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyves" im Herzen jedes Schalke-Fans ein riesiger Platz sicher ist. Im Film "Fußball ist unser Leben" spielte Eigenrauch sich selbst. Die Hamburger Band Tomte widmete ihm mit "Yves wie hältst du das aus" sogar ein Lied und würdigte damit seine Zeit als tapferer Reservist. © dpa
Walter Frosch: Kult, weil der DFB seinetwegen die Gelb-Sperre eingeführt hat. 1976/1977 kassierte er in der zweiten Liga 27 gelbe Karten bei 37 Einsätzen. Deswegen sah sich der DFB zum Handeln gezwungen und führte die Gelbsperre nach damals noch vier Karten ein. Außerdem wurde Frosch als passionierter Kettenraucher bekannt. Er ging mal mit einer Schachtel Marlboro aufs Feld und zündete sich beim Abschiedspiel für Klaus Thomforde sogar auf dem Rasen eine Kippe an. © dpa
Thomas Häßler: Kult, weil man wahre Größe nicht in Zentimetern misst. Vor allem die Löwen-Fans sind ihm ewig dankbar: Der laufende Meter führte das Team in der Saison 1999/2000 auf den 4. Rang der Bundesliga. "Icke" hat Fußballgeschichte geschrieben und versucht heute, mit seinem Plattenlabel MTM auch noch Musikgeschichte zu schreiben. © dpa
René Higuita: Kult, weil er der offensivste Torhüter aller Zeiten ist - in jeder Hinsicht. Eigentlich konzentriert sich diese Zusammenstellung auf Spieler aus der Bundesliga, aber einer wie Higuita darf natürlich nicht fehlen. Legendär seine Sturmläufe übers Feld, die ihm drei Länderspieltore einbrachten. Noch legendärer: Am 6. September 1995 klärte er im Wembley-Stadion einen Ball auf der Torlinie mit beiden Hacken. © AP
Volker Ippig: Kult, weil der ehemalige Torhüter des FC St. Pauli das Image des FC St. Pauli als "der etwas andere Verein" prägte. Ippig hütete in den 80er Jahren 70 Mal das Tor der "Kiezkicker" in der Bundesliga und der 2. Bundesliga, machte aber vor allem neben dem Platz von sich reden. So gehörte Ippig der Kommune in der besetzten Hamburger Hafenstraße an und reiste für einige Zeit nach Nicaragua, um dort Aufbauarbeit zu leisten. © dpa
Valdas Ivanauskas: Kult, weil man sich einen Spitznamen wie "Ivan der Schreckliche" erst mal verdienen muss. Seine erste Station als Spieler war Vėtra Vilnius in Rūdiškės (Versuchen Sie gleich gar nicht, das auszusprechen), seine wichtigste der Hamburger SV. Er war der erste Litauer im deutschen Profifußball, und auch wenn seine Quote mit 13 Treffern bei 91 Bundesligaspielen beim HSV eher dürftig war, liebten ihn die Fans. © dpa
Oliver Kahn: Kult, weil ... da fragen Sie noch? Ein Weltklasse-Torhüter, ein Weltklasse-Typ mit Ecken und Kanten. Und außerdem der einzige Titan der Welt. Legendär seine Gefühlsausbrüche, legendär seine fairen Gesten wie gegenüber Jens Lehmann vor dem WM-Elferschießen gegen Argentinien. Ohne ihn wurde die aktive Fußballwelt um ein Prachtexemplar ärmer. Danke, Olli! © dpa
Karl-Heinz Körbel: Kult, weil sich Beliebtheit auch in Zahlen ausdrückt. Mit 602 Bundesligaeinsätzen ist "Charly" nach wie vor Rekordhalter und gab in jedem einzelnen Spiel alles. Im übrigen ist sein Name Pflichtwissen für jedes Fußball-Quiz. © dpa
Peter Közle: Kult, weil der Stürmer (l.) wohl der einzige Oberbayer ist, der im Ruhrpott gleich zwei Bundesliga-Vereine aufmischte. Der gebürtige Trostberger (an der Alz), in den 90er Jahren noch mit gewaltiger Haarpracht, erzielte zwischen 1993 und 1998 für den MSV Duisburg und den VfL Bochum Tore am laufenden Band. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Közle unter anderem als Experte für den TV-Sender Premiere. © dpa
Thorsten Legat: Kult, weil der Eisenfuß nicht nur für schlimme Verfehlungen, sondern auch auf dem Platz für eine kompromisslose Gangart bekannt war. Auf der Contra-Seite: Legat kritzelte das Wort "Negersaft" auf die Trinkflasche seines Mitspielers Pablo Thiam und wurde gefeuert. Außerdem schlug er einen Mann krankenhausreif und zückte in einer Fast-Food-Filiale ein Samurai-Schwert. Auf der Pro-Seite: Legat bereut seine Entgleisungen inzwischen und war der erste echte Wadenbeißer seit Berti Vogts. © dpa
Pierre Littbarski: Kult, weil "Littis" O-Beine wohl für immer unerreicht bleiben werden. Trotz seiner beiden "Säbel" avancierte Littbarski zum absoluten Kult-Kicker beim 1. FC Köln. Mit der Nationalmannschaft wurde der Mann mit der Nummer 7 1990 Weltmeister. Neben seinen O-Beinen war auch das Goldkettchen das Markenzeichen des gebürtigen Berliners. Der 1,68 Meter "kleine" Litti erzielte 1985 das Tor des Jahres und ließ seine Karriere - passend zur Körpergröße - in Japan ausklingen. © dpa
Lothar Matthäus: Kult, weil der Rekordnationalspieler immer wieder für unfreiwillige Komik sorgte. "Manchmal spreche ich zuviel" ist nur eines seiner berühmten Zitate. Außerdem wollte er "nicht den Sand in den Kopf stecken". Auch heute ist er noch höchst umstritten, nicht zuletzt, weil er sich für jeden frei werdenden Trainerposten ins Gespräch bringt. © dpa
Andreas Möller: Kult, weil ihm nicht nur der Schweiß übers Gesicht floss. Der begnadete Dribbler war als Heulsuse verschrien und der erste Bundesliga-Spieler überhaupt, der wegen einer Schwalbe (Möller: "Schutzschwalbe") gesperrt wurde. Vielleicht auch deswegen wollte er unbedingt ins Ausland, "ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien". © dpa
Augustine Azuka Okocha: Kult, weil der Mann, den alle nur "Jay-Jay" nannten, die Dribbelkunst erfand. Der KSC und Oliver Kahn bekamen dies am unvergessenen 31. August 1993 zu spüren. Jay-Jay dribbelte durch den KSC-Strafraum, umspielte Oliver Kahn und erzielte das "Tor des Jahres 1993", das für manche das "Tor des Jahrzehnts" war. © dpa
Frank Ordenewitz: Kult, weil ihm einer der bekanntesten Aussprüche der Fußball-Welt zu verdanken ist. "Mach et, Otze!" ist zum geflügelten Wort geworden. Am 7. Mai 1991 sollte er sich im DFB-Pokal-Halbfinale auf Anweisung von Trainer Rutemöller nach seiner gelben Karte (die ihn fürs Endspiel gesperrt hätte) einen Platzverweis abholen. Die hätte er auch in einem Ligaspiel absitzen können. Rutemöller damals: "Ich finde, man sollte ihm die Chance nicht nehmen, und da hab ich gesagt: 'Mach et, Otze!'" © dpa
Willy Sagnol: Kult, weil er der Spieler mit den meisten Ypsilons im Namen ist. Die große Karriere des "Willyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy" nahm ein tragisches Ende - der Außenverteidiger konnte wegen einer Verletzung nicht weitermachen. © Sampics
Edgar Schmitt: Kult, weil der KSC-Angreifer 30 Jahre alt werden musste, um eine Nacht zu erleben, die sein Leben verändern sollte. Am 2. November 1993 erzielte der damalige Stürmer des KSC beim 7:0-Sieg im Uefa-Pokal gegen Valencia vier Tore. Eine Woche zuvor hatte Schmitt einen schweren Autounfall, bei dem sich sein Wagen vier Mal überschlagen hatte, unverletzt überstanden. Nach diesen beiden einschneidenden Ereignissen erhielt Schmitt zwei Spitznamen: Edgar Looping Schmitt und Euro-Eddy. © dpa
Asgeir Sigurvinsson: Kult, weil man auch mit einem schwer auszusprechenden Vornamen in der Bundesliga Karriere machen kann. Uli Hoeneß lockte den Isländer 1981 zum FC Bayern. Noch ehe er dort richtig angekommen war, wurde ihm ein "deutscher" Spitzname verpasst: Sigi. Nach einem Jahr wechselte Sigi zum VfB, wo er in acht Jahren auf insgesamt 194 Bundesliga-Spiele kam. Ach ja, geboren wurde Sigurvinsson in Vestmannaeyar. Oder sagen wir' s doch einfach so: Er ist ein Vessi. © AP
Uli Stein: Kult, weil er der unverwüstlichste Keeper der jüngeren deutschen Fußballgeschichte ist. Er nannte Teamchef Franz Beckenbauer bei der WM 1986 in Mexiko einen "Suppenkasper" und verdiente sich damit das sofortige Heimflugticket. Im zarten Alter von 49 Jahren feierte Stein 2003 ein Comeback beim Oberligisten VfB Fichte Bielefeld (Foto). © dpa
Thomas Strunz: Kult, weil es, um es mit Giovanni Trappatoni zu halten, über den ehemaligen Bayern-Stars nur eines zu sagen gibt: "Was erlaube Struuuuuuuuuuuunz?" © dpa
Alain Sutter: Kult, weil selten ein Bayern-Spieler wallenderes Haar hatte. Bei Bayern habe er den Spaß am Fußball verloren, so der Schweizer. Auch die Bayern verloren schnell den Spaß an Alain Sutter. Unter Giovanni Trapattoni war er 1994/95 nur Ergänzungsspieler und flüchtete anschließend nach Freiburg. Sutter trägt noch heute wallendes Haupthaar, einen mystischen Bart und lebt auf Mallorca. © dpa
Carlos Valderrama: Kult, weil ihn viele für den besten kolumbianischen Spieler aller Zeiten halten. Und weil wir seine Frisur für die beste Fußballer-Tolle aller Zeiten halten. Deswegen bekommt auch er als "internationaler" Spieler eine Wild Card für diese Zusammenstellung. In seiner Heimatstadt Santa Maria hat man ihm ein Denkmal gebaut - mit gelbem Haar, versteht sich. © AP
Fritz Walter: Kult, weil er der schwäbischste Schwabe der Bundesliga-Geschichte ist. "Fritzle" schoss sich in die Herzen der Fans des VfB Stuttgart. Nach ihm wurde sogar später das Vereinsmaskottchen Fritzle benannt. Im Toreschießen war er eine Granate, im Rechnen eher ein Rohrkrepierer. Walter: "Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Ich meinte: ein Quartett." © AP
Uwe Wassmer: Kult, weil er drei Treffer in einem Spiel gegen den FC Bayern erzielte. Dafür lieben ihn die Bayern-Hasser und hassen ihn die Bayern-Lieberden. Der 27. November 1993 war der große Tag des damaligen Freiburgers. © dpa
Jürgen Wegmann: Kult, weil Wegmann laut eigener Aussage als Stürmer "giftiger als die giftigste Kobra" war. Sein Spruch "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu" wurde ebenso berühmt wie sein kassierter Faustschlag von Uli Stein. Nachdem er eine Zeit lang von Hartz IV lebte, fand er einen Job im Fanshop des FC Bayern in Oberhausen. © dpa
Marc Wilmots: Kult, weil die Bezeichnung "Kampfschwein" (Wilmots' Spitzname: Willi, das Kampfschwein)von großem Einsatz zeugt. Er war einer der großen Euro-Fighter, die Schalke 1996/1997 zum UEFA-Pokal-Gewinn führten. Nach seiner aktiven Karriere versuchte er sich als Politiker und war von 2003 bis 2005 Mitglied im belgischen Senat. © AP
Wolfram Wuttke: Kult, weil der kleine Dribbler eines der größten deutschen Talente der vergangenen Jahrzehnte war - und es doch nicht so richtig nach oben schaffte. "Seine charakterlichen Defizite standen ihm aber für eine größere Karriere im Weg", analysierte Experte Günter Netzer später. Wuttke hatte während seiner Karriere Probleme mit nahezu all seinen Trainern. So bezeichnete er Jupp Heynckes beispielsweise als "Osram", womit sich der Kicker über die Gesichtsfarbe seines Gladbach-Trainers lustig machen wollte. © AP
Wynton Rufer: Kult, weil er neue Maßstäbe im Elfmeterschießen setzte. Wie er den Keeper verladen konnte, beeinflusste kommende Fußballer-Generationen. Natürlich war "Kiwi" bei Werder und dem FCK auch wegen seiner fußballerischen Klasse ein Fan-Liebling. © dpa
Axel Kruse: Kult, weil sich der Hitzkopf laut eigener Aussage während seiner Karriere in jedem Spiel "den A*** aufgerissen" hat. Passend dazu meinte er nach einem 13-Sekunden-Einsatz auf die Frage, ob sich sein Einsatz gelohnt habe: “Für mich war es wichtig zu sehen, dass ich konditionell mithalten konnte…“ Nach seiner Fußball-Karriere machte er Karriere im American Football. Kruse: „Beim Football muss man nicht ins Tor schießen, sondern oben drüber. Das konnte ich immer ganz gut…“ © dpa
Franco Foda: Kult, weil er einmal ein ganzes Stadion zum Lachen brachte. Am 12. Dezember 1987 wurde Foda während der Südamerika-Reise der Nationalmannschaft in Brasilien eingewechselt. Als der Stadionsprecher den Wechsel ansagte, brachen die 20.000 Zuschauer in lautes Gelächter aus. Der Grund: Franco Foda heißt auf Portugiesisch in etwa soviel wie "gratis schnackseln". Randnotiz: Das Spiel in Brasilia war Fodas "erstes Mal"... Gemeint ist sein erstes von insgesamt zwei Länderspielen. © dpa
Hans Sarpei: Der Publikumsliebling wurde dank Facebook zum Kult-Kicker. Dort tauschten die Fans Sprüche in Chuck-Norris-Manier aus. Sarpei kann aus einem Wasserhahn auf Ex trinken, heißt es. © dpa

Danach erklärte Scholl frustiert: „Da kann man nicht von Pech sprechen. Da fehlt es an Qualität. Für viele reicht es nicht für die Dritte Liga. Vielleicht auch nicht für den Trainer.“ Denkt der 38-Jährige etwa bereits an Rücktritt? „Nein, es gibt bei mir überhaupt keine Rücktrittsgedanken“, erklärte Scholl am Montag seine Äußerung gegenüber der tz: „Aber nicht nur die Spieler sollten sich hinterfragen, sondern auch der Trainer.“

Scholl sagt, dass er „weit davon entfernt“ sei, zurückzutreten. Anstatt eines neuen Trainers brauchen die Bayern-Bubis eher neue Spieler. Die Krise – eine reine Qualitätsfrage. Scholl ist mit seinem Spielmaterial unzufrieden, im Winter sollen Verstärkungen her. „Wir müssen eher die Spieler austauschen“, meint Scholl zur aktuellen Situation. „Die Konstellation, dass nur drei Spieler über 23 bei uns spielen dürfen, macht es natürlich schwer – aber wir brauchen einfach bessere Spieler, um unsere Ziele zu erreichen.“

Bei der Talfahrt des FC Bayern II fühlt sich Scholli an einen Bundesligisten erinnert. „Ich vergleiche das mit der Situation von Hertha. Die haben mit Pantelic und Voronin zwei Spieler abgegeben und konnten das nicht kompensieren. Jetzt stehen sie auf dem letzten Platz“, erklärt der Trainer: „Wir mussten mit Müller, Badstuber, Fürstner und Niedermeier gleich den Abgang von vier Leistungsträgern verkraften.“

Louis‘ Lieblinge: Thomas Müller und Holger Badstuber

Thomas Müller und Holger Badstuber sind die großen Gewinner in dieser frühen Phase der Saison beim FC Bayern. Bereits beim ersten Training suchte der neue Trainer Louis van Gaal die Nähe der beiden Talente (oben links). © Getty
Holger Badstuber wurde am 13. März 1989 in Memmingen geboren. © Getty
Er ist der Sohn des verstorbenen, ehemaligen Jugendkoordinators des FC Bayern, Hermann Badstuber. © Getty
In seinen Jugendjahren spielte Badstuber beim TSV Rot an der Rot und dem VfB Stuttgart. 2002 wechselte der Defensivspieler zum FC Bayern und durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften ab der U15. © Getty
Seit 2007 war Badstuber fester Bestandteil der Reservemannschaft der Bayern. © Getty
Und in der vergangenen Saison schaffte es der 20-Jährige mehrmals in den Kader bei offiziellen Bayern-Spielen. © Getty
Auch bei der 0:4-Pleite in der Champions League beim FC Barcelona saß Badstuber auf der Bank. © Getty
Jetzt scheint der Linksfuß den Sprung in die Stammformation geschafft zu haben. Trainer Louis van Gaal hält große Stücke auf das Abwehr-Talent, besonders dessen starker linker Fuß verschafft ihm einen Vorteil gegenüber seinen Innenverteidiger-Kollegen. © Getty
Auch Thomas Müller scheint unter Louis van Gaal eine tragende Rolle zu spielen. Müller wurde am 13. September 1989 geboren, ist also exakt ein halbes Jahr jünger als Kollege Badstuber. © Getty
Bereits in der vergangenen Saison durfte Müller erste Highlights erleben. Der Stürmer wurde im CL-Achtelfinale gegen Sporting Lissabon eingewechselt und erzielte beim 7:1 prompt einen Treffer. © Getty
In der Bundesliga kam Müller in der vergangenen Saison auf vier Kurzeinsätze (kein Tor). © Getty
Eigentlich ist Müller in der Stürmer-Hierarchie der Bayern nur die Nummer 5... © Getty
... doch auf Grund seiner Vielseitigkeit kann der 20-Jährige auch auf anderen Offensiv-Positionen eingesetzt werden. © Getty
So geschehen in der Saison-Vorbereitung, als Trainer van Gaal den Youngster in die Ribéry-Rolle hinter den Spitzen schlüpfen ließ. © Getty
Müller zahlte es bisher mit guten Leistungen zurück. Während Ribéry an seiner Verletzung laboriert, machte Müller mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. © Getty
So beispielsweise beim 4:1-Testspielsieg gegen den AC Mailand, zu dem Müller zwei Treffer beisteuerte. © Getty
Müller scheint, wie auch Badstuber, eine große Zukunft bei den Bayern vor sich zu haben. Man darf gespannt sein, wie der Karriere-Weg der beiden Talente weiter verläuft. © Getty

Die erste Mannschaft wurde mit den besten Youngstern verstärkt, Leistungsträger Fürstner ging nach Fürth, Abwehr-Talent Niedermeier zum VfB Stuttgart. Scholl: „Dadurch kamen Spieler aus dem zweiten Glied in die Verantwortung – und man sieht nun, wie sie reagieren. Ich meine das ganz sachlich, ohne Wut: Aber unser Spielermaterial reicht eben nicht. Ich will mich nicht reinwaschen, aber gewisse Spieler können die Anforderungen einfach nicht erfüllen.“

Schonungslose Worte, die Scholl jedoch nicht böse meint: „Das ist ganz einfach eine Analyse. Schauen Sie sich unsere Gegentore an: Es sind immer ein, zwei Spieler, die eklatante Fehler machen – und bei jedem Tor andere Spieler. Es gibt einfach einen Substanzverlust, den wir nicht kompensieren konnten.“

Scholl weiß, dass es „für den Verein extrem wichtig ist, die Klasse zu halten – und für mich persönlich natürlich auch. Ich kenne die Ansprüche in diesem Job, sie gelten auch für Mehmet Scholl“.

Der ehemalige Filigrantechniker leidet, wenn seine Mannschaft sich durch elementare Fehler um den Lohn der Arbeit bringt. Sein frustriertes Zwischenfazit: „Nochmal: Ich will mich nicht reinwaschen. Aber wenn du Spieler hast, die teilweise die Grundgesetze des Fußballs mit den Füßen treten, wird es schwer…“

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Der FC Bayern auf der Wiesn: 70 Bilder

Am Nachmittag des finalen Oktoberfest-Sonntags stieg der traditionelle Bayern-Ausflug in Käfer‘s Wiesn-Schänke. © Getty
Auf ihn waren natürlich viele Augen gerichtet: Louis van Gaal mit seiner Truus © AP
Sylwia und Miroslav Klose marschieren ein. © AP
Das Ehepaar Butt: Katja und Hans-Jörg, letzterer immer noch gezeichnet von einem Trainingszusamenstoß mit Gomez acht Tage zuvor. © AP
Louis van Gaal und Ehefrau Truus nähern sich Käfer‘s Wiesn-Schänke © AP
Man weiß gar nicht, wer fescher aussieht: Der Trainer ... © AP
... oder Truus © dpa
Zünftig: Van Buyten und seine Celine © AP
Andreas Görlitz mit Katharina © Sigi Jantz
Christian Lell und seine Daniela © Sigi Jantz
Ihr Outfit ... © Sigi Jantz
... war vom Feinsten. © Sigi Jantz
Das gilt auch für Thomas Müller ... © Sigi Jantz
... und seine Lisa. © Sigi Jantz
Bastian Schweinsteiger und seine Sarah waren schon bei einigen Wiesn-Besuchen des Rekordmeisters mit dabei © Sigi Jantz
Daniel van Buyten mit Celine © Sigi Jantz
Louis van Gaal posiert vor der Treppe © Sigi Jantz
Mal so © Sigi Jantz
Mal so © Sigi Jantz
Dann so © Sigi Jantz
Noch ein Lächeln von Bastian und Sarah © Sigi Jantz
Fesch: Sylwia Klose in Grün © Sigi Jantz
Noch mal posieren mit Ehefrau Truus © Sigi Jantz
Dann ging es für Louis van Gaal die Treppe hoch. Dabei stolperte er, hatte sich aber gleich gefangen. © Sigi Jantz
Andreas Ottl mit Veronika © Sigi Jantz
Mark van Bommel ... © AP
... und Andra laufen ein. © AP
Auch der Manager ist da. © dpa
Bitte lächeln: Schweini und Sarah © dpa
Die beiden sind immer wieder ein Blickfang © dpa
Andreas Ottl mit Freundin Veronika © Getty
Philipp Lahm auf dem „Laufsteg“ © Getty
Andreas Görlitz mit Freundin Katharina © Getty
Schweini & Sarah posieren auf dem Balkon © Getty
Louis van Gaal und Truus vor der Bavaria - es ist der erste Wiesn-Besuch des Ehepaars. © Getty
Youngster Thomas Müller, Freundin Lisa und ein weiteres Wiesn-Schmankerl © Getty
Küsschen! © Getty
Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, mit Tochter Nicola © Getty
Vizepräsident Fritz Scherer mit Claudia Ide-Scherer © Getty
Prost! Louis van Gaal scheint sich mit Edmund Stoiber bestens zu verstehen © Getty
Neuzugang Danijel Pranjic wirkt noch etwas unsicher. © Getty
Aber das ändert sich schnell. © Getty
Daniel van Buyten mit seiner Celine © Getty
Fesch wie immer: Miro und Sylwia Klose © Getty
Kapitän Mark van Bommel mit Kapitänsfrau Andra © Getty
Wohl bekomm‘s. © Getty
Andreas Görlitz mit seiner Sylwia und Miroslav Klose marschieren ein. © Getty
Daniel van Buyten mit seiner Celine © Getty
Prost! Louis van Gaal weiß Schmankerl zu schätzen - dazu gehört natürlich auch das bayerische Bier. © Getty
Das „Newcomer-Paar“ des FC Bayern: Thomas Müller mit Lisa © Getty
Guckt doch mal! © Getty
So klein mit Hut: Philipp Lahm. © Getty
Noch einmal Thomas und Lisa © Getty
Das Glamour-Paar des FC Bayern, Schweini & Sarah, lächelte gerne in die Kameras © Getty
Auch draußen © Getty
Für sie war der offizielle FCB-Besuch auf der Wiesn eine neue Erfahrung: Mario Gomez und seine Sylvia © Getty
Was für ein Paar! © Getty
Von links nach rechts: Die Bavaria, Hans-Jörg Butt, Katja Butt © Getty
Doc Mueller-Wohlfahrt mit Schweini-Freundin Sarah © Getty
Uli Hoeneß mit Ehefrau Susi © Getty
Ein Blickfang, nicht nur wegen ihres Hutes: José Ernesto Sosas Carolina © Getty
Ein hübsches Bild: Ehepaar van Gaal vor der Bavaria © Getty
Karl Hopfner und Anne Kroehl © Getty
Anreas Görlitz mit Katharina © Getty
Andreas Ottl und Veronika © Getty
Süße Geste: Sarah wischt ihrem Bastian am Mund herum © Getty
Und die beiden noch mal draußen © Getty
Strahlefrau Sarah © Getty
Sieht nach einer Haxe im fortgeschrittenen Stadium aus: Daniel van Buyten lässt es sich schmecken © Gety
Louis van Gaal mit Karin Potthoff, Chefsekretärin und gute Seele des FC Bayern © Getty

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