Bloß keine Fotos vor dem Gefängnis

Hoeneß kommt frei: So könnte er den Paparazzi entkommen

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Kann bald wieder die Freiheit genießen: Uli Hoeneß hat seine Gefängnisstrafe verbüßt.

München - Auf diesen Moment haben viele Fotografen gewartet. Wenn Uli Hoeneß die JVA Landsberg verlässt, wollen sie das Bild ihres Lebens knipsen. Schauen sie stattdessen in die Röhre?

Ab Montag ist Uli Hoeneß wieder ein freier Mann. Mit Verbüßung der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung darf der Macher des FC Bayern die Justizvollzugsanstalt Landsberg verlassen. Dabei weiß der berühmteste Insasse der vergangenen Jahrzehnte natürlich, wer vor den Gefängnistoren auf ihn warten wird.

Die Paparazzi dürften sich zeitig positionieren, um vielleicht den Schnappschuss ihres Lebens zu machen. Bilder seiner Freilassung kann Hoeneß allerdings so gar nicht gebrauchen - nicht zuletzt weil er wohl nach einer selbstauferlegten Auszeit erneut an die Spitze seines Klubs von der Säbener Straße streben wird. Da sollen den 64-Jährigen natürlich keine Aufnahmen einholen können, die ihn vor dem Gefängnisportal zeigen.

Schon bei seiner Aufnahme in die JVA im Sommer 2014 hatte Hoeneß es vermeiden können, von lauernden Journalisten abgelichtet zu werden. Das dürfte sich nun schwierig gestalten, da der Termin der Haftentlassung öffentlich bekannt ist. Die SZ hat allerdings einige Wege aufgezeigt, wie sich der gebürtige Ulmer um den großen Rummel drücken kann.

"Freistellungstage" oder späte Verlegung

Hoeneß, wegen dessen Freilassung ein Remscheider Unternehmer eine Feier geben will, könnte sich etwa ein paar so genannte "Freistellungstage" aufgespart haben und somit bereits am Freitag auf freien Fuß kommen. Dann würde der Ex-Profi das letzte Februar-Wochenende bereits im Kreise seiner Familie genießen. Allerdings will die Bild erfahren haben, dass der Freigänger bis Montagmorgen in der JVA bleiben muss.

Möglicherweise wird Hoeneß für die letzten Tage hinter Gittern aber auch vom offenen Vollzug in der Außenstelle Rothenfeld in eine andere Anstalt verlegt. Dies sieht der Gesetzgeber mit Rücksicht auf den "sozialen Empfangsraum" vor. So könnte der Welt- und Europameister etwa in die JVA Bernau am Chiemsee gebracht werden - das Hoeneßsche Anwesen am Tegernsee ist von hier in rund einer Stunde per Auto zu erreichen.

Nur 30 Minuten vom FC Bayern entfernt?

Als Alternative könnte sich Hoeneß, der sein Gehalt als Freigänger gespendet hat, nach München-Stadelheim versetzen lassen - das Trainingsgelände seines FC Bayern ist von hier in weniger als 30 Minuten zu Fuß zu erreichen. Oder wird er in der Schlussphase seiner Gefängnisstrafe irgendwohin transferiert, also geschickt, wo es niemand vermutet? In den nächsten Tagen kann fleißig spekuliert werden.

Angesichts der Möglichkeiten für seinen heimlichen Auszug dürfte aber auch klar sein: Hoeneß allein entscheidet, wann er sich wieder in der Öffentlichkeit blicken lässt.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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