Gegen Mainz auf Tribüne

Bei Bayern-Pleite: Hoeneß zurück in der Allianz Arena

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Zurück in der Allianz Arena: Uli Hoeneß (l.) besucht das Heimspiel des FC Bayern München gegen den 1. FSV Mainz 05.

München - Uli Hoeneß lässt sich beim Heimspiel des FC Bayern München gegen den 1. FSV Mainz 05 erstmals nach seiner Haftstrafe in der Allianz Arena blicken. Er bringt aber kein Glück.

Zwei Tage nach seiner Haftentlassung hat der frühere Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wieder ein Spiel seines Vereins besucht. Erstmals seit 662 Tagen nahm der 64-Jährige wieder auf der Ehrentribüne des deutschen Fußball-Rekordmeisters Platz, um sich das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 anzuschauen. Hoeneß saß zwischen seiner Frau Susi und Adidas-Chef Herbert Hainer.

Grundsätzlich will sich Hoeneß nach eigenen Angaben erst einmal Zeit für die Vergangenheitsbewältigung nehmen. "Das ist alles nicht so einfach zu vergessen. (...) Ich möchte jetzt meine Ruhe", sagte Hoeneß der Bild. "Ohne Fotografen vorm Haus. Ohne immer in Sorge zu sein, dass hinterm Baum Fotografen lauern, wenn ich mit meiner Frau spazieren gehe."

Hoeneß will "den Kopf freikriegen"

In der Haft sei er "von allen - besonders von den Beamten - äußerst korrekt behandelt" worden, sagte Hoeneß. Dennoch müsse er "jetzt erst einmal den Kopf frei kriegen. Sie können sich nicht vorstellen, was die letzten Jahre für eine Belastung für den Kopf waren - nicht nur im Gefängnis, auch die Zeit davor."

Hoeneß war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte jahrelang Spekulationsgeschäfte über eine Schweizer Bank gemacht, ohne dies beim Finanzamt anzugeben. Am Montag kam er nach Verbüßung der Hälfte seiner Gefängnisstrafeauf Bewährung wieder auf freien Fuß.

afp

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