Erhortete Sex-Filme und Waffen

Dr. Kalaschnikov ist Hoeneß' Zellengenosse

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Christian K. (68) alias Dr. Kalaschnikov (l.) ist der Zellengenosse von Uli Hoeneß.

Landsberg - Seine Haft ist eines der am besten gehütetsten Geheimnisse Deutschlands – aber auch im Knast machen Neuigkeiten schnell die Runde. Hoeneß hat einen bekannten Zellenmitbewohner.

Wie die tz erfuhr, sitzt Uli Hoeneß (62) nicht alleine in der Zelle, sondern gemeinsam mit einem kuriosen Straftäter. Es ist der frühere Gynäkologe Christian K. (67) – besser bekannt als Dr. Kalaschnikov! Wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Eindringen in den höchstpersönlichen Lebensbereich seiner Patientinnen, er filmte sie mit einer als Stift getarnten Kamera, verurteilte ihn das Landgericht im November 2013 zu vier Jahren Haft ohne Bewährung (siehe unten). Auf Krücken verließ der Senior das Gericht – und rückte anschließend in Landsberg ein. Dort ist er auf der Krankenstation untergebracht, in Zelle 108. Gemeinsam mit Deutschlands prominentestem Häftling: Uli Hoeneß!

K. ist Diabetiker, Ärzte mussten ihm schon vor dem Prozess ein Bein abnehmen. Eine normale Haft ist für ihn nicht möglich, er wird dauerhaft krankgeschrieben sein. Das gilt, wie es scheint, auch für Hoeneß: Wie die tz von einem Insider erfuhr, verbringt Hoeneß seine Haftzeit unter Sonderbedingungen – und wird eben nicht wie jeder andere Häftling behandelt.

Er ist Hoeneß’ Zellengenosse

Sein Fall sorgte in München für Aufregung: Ende November 2013 saß Gynäkologe Christian K. (67) auf der Anklagebank des Landgerichts, weil er in seiner Moosacher Praxis Patientinnen während der Behandlung im Intimbereich gefilmt hatte. Mit einem Videokugelschreiber nahm er Filme und Fotos auf – insgesamt 68 Dateien, umgerechnet siebeneinhalb Stunden Material, speicherte er auf seinem Computer. Er sei ein Technik-Narr und liebte Agenten wie James Bond, ließ K. über seinen Anwalt verlesen.

Damit nicht genug: Im Keller unter K.’s Praxis fanden Ermittler ein unglaubliches Waffenarsenal, das er 30 Jahre lang angesammelt hatte. 351 Schusswaffen, darunter Kriegsgerät und eine Kalaschnikow, stellte die Polizei sicher. „Ich bin ein Waffennarr“, sagte K. Jungen Frauen soll er Geld geboten haben, um sie in dem Bunker nackt fotografieren zu dürfen. Auch zum Geschlechtsverkehr soll es gekommen sein.

Zu vier Jahren ohne Bewährung verurteilte ihn das Landgericht. Mit Krücken verließ Christian K. den Saal. Dem Diabetiker wurde bereits vor dem Prozess ein Bein abgenommen, er trägt eine Prothese. In der JVA Landsberg ist er deswegen in der Krankenstation untergebracht. Ausgerechnet mit Uli Hoeneß. In Zelle 108!

Andreas Thieme

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