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„Was erzählst du für Schwachsinn?“ Uli Hoeneß rief bei Lothar Matthäus an

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Uli Hoeneß und Lothar Matthäus im Gespräch
Lothar Matthäus (r.) musste sich am Telefon von Uli Hoeneß einiges anhören. © Imago-Images/Lackovic

Uli Hoeneß hat in seiner Zeit als Bayern-Funktionär nie ein Blatt vor den Mund genommen. Er erklärt die Hintergründe seiner „Abteilung Attacke“.

München - Die „Abteilung Attacke“ war legendär. Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat während seiner Amtszeit als Manager und Klubboss nie gezögert, wenn es darum ging, verbal zu verteidigen. Jetzt, im Ruhestand und im Rückblick, erklärt die Vereinslegende seine Attacken.

„Wenn ich attackiert habe, dann zu 98 Prozent, um den FC Bayern zu schützen. Bis heute rufe ich Journalisten an und beschimpfe sie“, so Hoeneß im OMR-Podcast. Sein Ziel sei meistens das gleiche gewesen: Den FC Bayern davor zu bewahren, ungerechtfertigt in die Kritik zu geraten.

Uli Hoeneß rief Lothar Matthäus an - der hatte wenig Argumente

„Wenn ich das Gefühl habe, dass der FC Bayern - oder Teile des Vereins, Spieler, Trainer und Vorstände - ungerecht behandelt werden, dann muss man mal was sagen“, erklärte Hoeneß.

Ein Beispiel: Nach einem 3:1-Sieg des Rekordmeisters über RB Leipzig hatte Lothar Matthäus den FCB in Frage gestellt. Hoeneß rief ihn sofort an, und polterte: „Was hast du da eigentlich für einen Schwachsinn erzählt, dass der FC Bayern in der Breite der am schlechtesten aufgestellte Verein in der Bundesliga ist - von den Spitzenvereinen?“ Matthäus soll daraufhin „wenig Argumente“ gehabt haben.

Hoeneß: Manchmal habe ich auch absichtlich provoziert

Nicht immer habe er den Klub von der Säbener Straße verteidigen müssen - manchmal habe er auch nur absichtlich provoziert, weil es etwas zu langweilig wurde. „Wenn wir gegen Werden Bremen gespielt haben, habe ich mich schon ganz gerne mit Willi Lemke angelegt. Dass da auch was los war“, so Hoeneß.

Auch über seine legendären TV-Auftritte bei Fußball-Gesprächsrunden sprach Hoeneß: „Da wird so viel Dampf geplaudert und es geht nie richtig zur Sache. Da muss man mal was sagen“, erklärte er. Prompt habe er sich spontan einladen lassen. „Ich habe die Nummer von einem Redakteur, den ich dann anrufe. Der gibt das weiter, dann wird alles weggeschmissen und der Hoeneß kommt in die Sendung.“ (cg)

Die fehlende Corona-Impfung könnte einigen Stars des FC Bayern nun im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kommen. Laut Medieninformationen müssen einige Spieler auf ihr Gehalt verzichten.

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