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Rewe spottet mit fieser Botschaft über Hoeneß - und schickt „pikante“ Einladung

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Von: Hannes Niemeyer

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Uli Hoeneß bei Europas führender Digitalisierungsinitiative auf Entscheider-Level
Uli Hoeneß ist Sohn eines Metzgermeisters und kein besonderer Fan von veganer Ernährung (Archivbild). © Christoph Hardt / Future Image / Imago

Uli Hoeneß äußerte sich am Wochenende kritisch zu veganer und vegetarischer Ernährung. Nun bezieht eine Supermarktkette Stellung und nimmt den ehemaligen Wurstfabrikanten auf die Schippe.

München/Ismaning - Uli Hoeneß wuchs als Sohn eines Metzgers auf und scheint bis heute seinen Wurzeln treu zu bleiben. Das zumindest lässt ein Interview mit Antenne Bayern vom Sonntag vermuten, in dem er bekannt gab, vegane Ernährung nicht akzeptieren zu können. Ist Hoeneß ein wenig aus der Zeit gefallen? Nun stichelt die Supermarktkette Rewe auf Instagram gegen den ehemaligen FC-Bayern-Manager.

Uli Hoeneß über vegane Ernährung

„Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden“, sagte Mister FC Bayern Uli Hoeneß im Interview mit Katrin Müller-Hohenstein bei Antenne Bayern am Sonntag. Bei seiner Geburtstagsfeier zum 70. werde es daher ein fleischhaltiges Buffet geben, denn seine Gäste sollen „Spaß beim Essen haben“. Vegetarier und Veganer seien außerdem „militant“. Ihm schmecke die alternative Ernährungsweise schlicht nicht „weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Rostbratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker“, erklärte der 69-jährige, der mit HoWe Wurstwaren KG Nürnberg eine eigene Wurstfabrik gründete. Heute führt sein Sohn Florian Hoeneß die Geschäfte.

Hoeneß‘ Äußerungen brachten ihm viel Häme ein. Harald Ullmann, zweiter Vorsitzender der Tierrechtsorganisation PETA, äußerte sich in einer Mitteilung zum Thema: „Der Konsum von Fleisch und Milch steht, wie in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde, in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.“ Ullmann wies auf die Herzprobleme und den Bluthochdruck von Uli Hoeneß hin und legte ihm die Empfehlung ans Herz, sich vegan zu ernähren. Die Schauspielerin Ursula Karven, ebenfalls Veganerin, scherzte: „Wir können auch gerne die Blutwerte vergleichen: Ich meine und Herr Hoeneß seine.“

Rewe stichelt gegen Uli Hoeneß

Die Supermarktkette Rewe nutzte die Gunst der Stunde, um mit einem Augenzwinkern ihre vegane Produktlinie zu bewerben.
„Lieber Uli, wir glauben an alle Ernährungsformen. Deshalb bieten wir dir an, dich von unserem Sortiment zu überzeugen und laden dich ein, dir ein paar Produkte für deine Geburtstagsfeier auszusuchen“, schrieb Rewe in dem Post vom Dienstag.

Die Idee scheint trotz Eigenwerbung des Supermarktes gut anzukommen, die Kommentare unter dem Beitrag sind überwiegend positiv. Nur vereinzelt werden auch kritische Stimmen laut. „Tschüss Rewe... auf zu Edeka!“, schreibt etwa ein Nutzer. Uli Hoeneß wünscht sich im Interview mit Antenne Bayern, dass Veganer ihm sein „Recht lassen, zu essen, was ich will“. Allerdings funktioniert diese Forderung nach Toleranz in beide Richtungen. Wer Toleranz fordert, muss sie auch anderen entgegenbringen. Der zweite Peta-Vorsitzende Ullmann bleibt optimistisch: „Immer mehr Menschen erkennen, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung das Beste ist, was sie für ihren Körper, die Tiere sowie unseren Planeten tun können – hoffentlich gehört Herr Hoeneß auch bald dazu.“

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