Greifen die Roten tiefer in Tasche?

Bayerns Transferstrategie: Hoeneß und Rummenigge uneinig

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Zwei Alphatiere, zwei Meinungen: Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge machen sich Gedanken über die Transferstrategie des FC Bayern.

Vor dem Spiel mit Paris St. Germain debattieren die Roten über mögliche Millionen-Investitionen in der Zukunft. Dabei scheint die Strategie noch nicht ganz klar zu sein.

München - Mia san verunsichert! Nach dem Grusel-Unentschieden gegen Wolfsburg und vor dem Giganten-Duell in der Champions League gegen Paris St. Germain herrscht Unruhe im Verein. Aber: Präsident Uli Hoeneß hat genug davon. Er verteidigt die Transferpolitik seines Klubs, fordert Lobeshymnen und droht gleich noch der CL-Konkurrenz! Irrsinnige Ablösesummen in ganz Europa - der deutsche Rekordmeister macht da nicht mit.

Für Hoeneß kein Grund zur Sorge. Im kicker meint er: „Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben.“ Der FCB-Präsident macht eine einfache Rechnung auf. Schließlich könne immer nur ein Verein die Königsklasse gewinnen - und die anderen „Geldgeber werden sagen: ‚Jetzt haben wir so viel Geld reingesteckt und erreichen nicht, was wir erreichen wollen. Jetzt haben wir die Schnauze voll!‘ Und dann ist unsere Zeit da.“

Darum stieg der FC Bayern beim Keita-Poker aus

Rummenigge betont: „Markt ist Markt“

Hoeneß setzt auf den Faktor Zeit und darauf, dass sich der Markt schon bald wieder beruhigt. Der 65-Jährige will weiterhin keine dreistellige Millionen-Summe für einen Spieler zahlen. Hoeneß: „Ich habe ganz klar gesagt, ein Spieler für 100 Millionen Euro ist für den FC Bayern nicht akzeptabel.“ Allerdings: Karl-Heinz Rummenigge ist da anderer Meinung. Er sagte dem kicker: „In Stein gemeißelt sind nur die Zehn Gebote. Der Markt ist der Markt, er hat seine eigenen Gesetze, da gibt es auch für den FC Bayern keine Ausnahme.“

Rummenigge betont aber, dass der FCB „immer seriös wirtschaften“ werde. Das schreibt sich auch Hoeneß auf die Fahnen. Er erklärt: „Uns wird vorgeworfen, der FC Bayern steuere mit seiner Entscheidung, keine extrem teuren Spieler kaufen zu wollen, völlig am Markt vorbei und damit dem Untergang entgegen. Stattdessen müssten uns Lobeshymnen gesungen werden, weil wir mit unserer eigenen Arbeit und aus eigener Kraft erfolgreich sind.“ Aus eigener Kraft - und mit rund sieben Millionen Euro jährlich, die der Flughafen Doha als Ärmelsponsor überweist. Also aus Katar, woher auch die PSG-Millionen kommen und von wo man nichts erfreuliches in Sachen Menschenrechte hört.

Bayern offenbar an 16-jährigem Talent aus Frankreich interessiert

Hoeneß, ganz im Mia-san-mia-Modus, versichert, dass sein Verein eine Antwort auf die aktuelle Entwicklung des Transfermarktes finden wird. „Aber alles zu seiner Zeit“, sagt er. Baut der Präsident etwa schon für eine erfolglose Saison vor? Keinesfalls! Hoeneß: „Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen und die Spieler in der entscheidenden Phase gesund sind, was haben wir da für Möglichkeiten? Dann haben wir auch die Chance, in dieser Saison die Champions League zu gewinnen. Damit das klar ist.“

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