Erinnerungen an die Nacht von Paris

Bayern-Bosse über Ancelotti-Entlassung: „Keine angenehme Entscheidung“

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Erklären den Trainerwechsel: Die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß plaudern bei der Jahreshauptversammlung aus dem Nähkästchen.

Der neue Geist des FC Bayern ist in Paris erwacht. Da sind sich die Bosse einig. Auf der Jahreshauptversammlung thematisieren die Alphatiere den Trainerwechsel.

München - Es ist nicht überliefert, wo Carlo Ancelotti den Freitagabend verbracht und ob der Italiener die Jahreshauptversammlung des FC Bayern überhaupt in irgendeiner Weise verfolgt hat. Zum Thema wurde der Ex-Trainer des Rekordmeisters im vergleichsweise spärlich gefüllten Audi Dome sehr wohl. Sowohl Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge als auch Präsident Uli Hoeneß erinnerten in ihren Reden an die früheste Entlassung in der Geschichte des ruhmreichen Vereins.

„Carlo ist ein guter Mensch und ein sehr erfolgreicher Trainer. Er hat nicht umsonst drei Mal die Champions League gewonnen“, lobte Rummenigge den bereits nach zehn Pflichtspielen der Saison vor die Tür gesetzten 58-Jährigen. Der ehemalige Stürmer bedauerte die Entscheidung, die Ende September die Fußball-Welt aufrüttelte: „Ihn so früh zu entlassen war keine angenehme, aber eine professionell notwendige Entscheidung.“

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FC Bayern bleibt Freund von Ancelotti

Noch am Tag nach der 0:3-Schmach in der Champions League bei Paris St. Germain, die die Hoffnungen auf den Gruppensieg auf ein Minimum schrumpfen ließ, musste Ancelotti seinen Stuhl räumen. „Ancelotti hat auf die Mitteilung in der Nacht so reagiert: Okay, dann bist du nicht mehr mein Boss. Aber du bleibst mein Freund und der FC Bayern bleibt auch mein Freund“, berichtete Rummenigge vom Gespräch unter Männern in der Stadt der Liebe.

Für Hoeneß waren diese Stunden am 27. und 28. September die Geburtsstunde des aktuellen FC Bayern, der nicht nur in der Bundesliga alles überstrahlt und wieder bereit zu sein scheint für weitere Großtaten. „Es war die Nacht von Paris, die diesen Verein hat aufwachen lassen“, legte sich der vor einem Jahr zurückgekehrte Patron fest und huldigte seinem Freund, den er zum vierten Mal auf den Trainerstuhl beim FC Bayern verhalf: „Es ist ein Glückszustand, dass es gelungen ist, Jupp Heynckes zu verpflichten.“

In unserem Ticker können Sie die komplette Jahreshauptversammlung noch einmal Nachlesen.

mg

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