Rund um das Spitzenspiel in der Arena

Auf Plakaten: FCB-Ultras attackieren RB Leipzig und Bayern-Showeffekt

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Mit der Gesamtsituation unzufrieden: Diese Spruchbänder galten so ziemlich jedem Entscheider im Profifußball.

Nach der freiwilligen Auszeit im Pokal melden sich die Ultras des FC Bayern im Spitzenspiel der Bundesliga zurück. Auf ihren Plakaten schießen sie sich nicht nur auf RB Leipzig ein.

München - Die Reise zum DFB-Pokalspiel nach Leipzig (6:5 n.E.) unter der Woche haben sich die Ultras des FC Bayern geschenkt. Beim zweiten Aufeinandertreffen der beiden Top-Klubs (2:0) binnen drei Tagen offenbarten sie ihre Abneigung gegenüber dem Projekt RB und der Kommerzialisierung des Profifußballs allgemein dann für alle sichtbar. In der Südkurve der Allianz Arena waren am Samstagabend diverse Spruchbänder und Plakate zu sehen, die den ungeliebten Gast oder auch die Showeinlagen im eigenen Stadion rund um die Partien zur Zielscheibe hatten.

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So stand in roten und schwarzen Lettern auf weißem Grund zu lesen: „Liaba Weißbier-Oaschbiesl ois Mateschiss“. Ein kleiner Gruß an Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der seit der Vereinsgründung 2009 Euro um Euro in RB Leipzig pumpt. Die Verballhornung des Namens gab es gratis obendrauf.

Gruß nach Fuschl am See: Die Bayern-Ultras attackieren Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz.

Kritik an UEFA-Regeln

Zudem erinnerten die Fans auch noch einmal daran, dass sich die UEFA partout nicht dazu durchringen wollte, einen Start von RB Leipzig und dem FC Red Bull Salzburg in ein und demselben Wettbewerb zu unterbinden. „Club Financial 'Control' Body - RB Fuschl am See (Le) - RB Fuschl am See (S), mit freundlicher Gestattung eines Doppelspielrechts durch die UEFA - €:€ - Mateschitz gewinnt, der Sport verliert“. Dass die beiden Bullen-Klubs nicht gemeinsam in der Champions League antreten, liegt einzig daran, dass Österreichs Serienmeister zum zehnten Mal in Folge in der Qualifikation hängen blieb.

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Doch auch mit dem eigenen Verein gingen die Bayern-Ultras ins Gericht. Die kürzlich eingeführte Laser- und Lichtershow, die die Bekanntgabe der Startelf noch spektakulärer gestalten soll, findet ebenso wenig Anklang wie etwa der Auftritt von Anastacia beim Liga-Finale gegen Freiburg oder Helene Fischers Halbzeit-Show während des DFB-Pokalfinales zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt - das niedergepfiffene Konzert der Schlagersängerin ist längst das Eigentor des Jahres durch den DFB. In der Arena wetterten die Fans via Plakat „Sponsorenspiele, Konzerte, Lichtshows: Teil Eures Events, aber nicht unseres Fußballs“. Das größte Banner direkt hinter dem Tor benötigte nur vier Worte: „Gegen den modernen Fußball“.

Die Ultras in der Südkurve haben ihrem Ärger also mal wieder Luft gemacht. Auf den Rängen war damit teilweise mehr geboten als bei dem in der zweiten Hälfte lauen Herbstkick auf dem Rasen.

Bayern besiegt RB auch in der Liga - einer bekommt die Note 1

mg

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