Das steckt hinter der Trennung von seinem Berater

Götze verwundert FCB - "Sehr gutes Gespräch mit Ancelotti"

München - Erst gehen Mario Götze und seine Beratungsagentur getrennte Wege, da kündigt er seinen Verbleib beim FC Bayern an. Das sorgt für Verwunderung beim Verein.

Das ist eine faustdicke Überraschung! Kurz vor dem Auftakt zur EM-Vorbereitung haben sich Weltmeister Mario Götze und seine Beratungsagentur SportsTotal einvernehmlich getrennt. Dabei ist die Zukunft des Stars vom FC Bayern ungewisser denn je, denn sein Vertrag läuft 2017 aus. Bislang standen die Zeichen auf Abschied, nur noch in diesem Sommer würde den Münchnern ihr einstiger Königstransfer noch eine Ablöse in die Kassen spülen. Doch nach den jüngsten Entwicklungen in Götzes Umfeld könnte sich ein Umdenken andeuten: Bleibt der 23-Jährige doch beim FC Bayern?

Mario Götze möchte wohl doch beim FC Bayern bleiben.

Wie die tz erfuhr, waren unterschiedliche Auffassung en über die Zukunft des WM-Siegtorschützen mit ausschlaggebend für die Trennung. So soll Götzes Berater und SportsTotal-Geschäftsführer Volker Struth seinem Spieler nach drei durchwachsenen Jahren beim FCB zu einem Wechsel geraten haben – doch Götze lehnte ab. Der gebürtige Memminger, den die Münchner 2013 für 37 Mio. Euro vom BVB holten, will sich scheinbar doch beim Rekordmeister durchbeißen. Der Bild sagte Götze: „Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten." Der Weltmeister weiter: „Mit Ancelotti hatte ich – entgegen anderslautender Meldungen – ein sehr gutes Telefongespräch. Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Eine Aussage, die bei den Bayern für große Verwunderung sorgte, denn die Verantwortlichen des Rekordmeisters hatten hinter verschlossenen Türen klar Stellung bezogen. Die tz weiß: Götze (und sein Ex-Berater) sind längst darüber unterrichtet worden, dass der Verein nicht mehr mit dem Weltmeister plant. Struth wollte deshalb einen Wechsel forcieren – Götze sieht seine Zukunft weiter beim FCB.

Social-Media-Präsenz von Götze als Trennungsgrund?

„Nach ausführlichen Überlegungen und Gesprächen in den vergangenen Wochen sind wir gemeinsam zum Entschluss gekommen, dass wir die Zusammenarbeit beenden. Deshalb haben wir uns zu einem gemeinsamen Gespräch getroffen und uns in beiderseitigem Einverständnis getrennt“, ließ sich Struth in der offiziellen Erklärung zitieren. Auch die immer stärker werdende Präsenz in sozialen Netzwerken seines Ex-Klienten soll er kritisch gesehen haben, denn zuletzt ließ Götze auf Twitter, Instagram & Co. kaum ein Fettnäpfchen aus und entwickelte sich immer mehr zur Werbefigur statt zum Weltfußballer.

Der Kicker sah das anders, vergangenen Samstag entschieden sich Götze und SportsTotal dann für die „einvernehmliche“ Trennung. „Vielen Dank an Sport-Total und deren Mitarbeiter für sechs Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit und großes Engagement“, ließ der verletzte Nationalspieler auf seiner Facebook-Seite verlauten und betonte, sich jetzt aber voll auf das Turnier in Frankreich konzentrieren zu wollen: „Jetzt will ich mich aber ohnehin erst mal auf die EM konzentrieren.“

Am Dienstag reist das DFB-Team zum Vorbereitungs-Camp in Ascona an, doch trainieren kann Götze noch nicht. Vor anderthalb Wochen zog sich der Techniker einen Rippenbruch zu, doch bis zum Turnierstart der DFB-Elf am 12. Juni ist der FCB-Star wieder fit. Auch abseits des Platzes hat Götze schon Klarheit geschaffen: „Ich werde das Management in die Hände meiner Familie geben.“

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Rubriklistenbild: © MIS

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