Wachablösung vollzogen

Die unglaubliche Siegesserie von Bayerns Frauen

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Thomas -Wörle zeigt es an: Bei den Frauen des FC Bayern geht es in der Liga nur nach oben.

FC Bayern München (Frauen) - Auch der späte Ausgleichstreffer des VfL Wolfsburg im Gipfeltreffen mit dem FC Bayern konnte nichts daran ändern, dass die Wachablösung in der Frauen-Bundesliga längst vollzogen ist.

Zu überlegen hatte der Tabellenführer aus München zuvor das Spitzenspiel gestaltet. Die „Wölfinnen“, 2013 und 2014 Meister und Champions League-Sieger, spielen aktuell nur noch die zweite Geige. Thomas Wörles Team blieb am Samstag durch das 1:1 in Wolfsburg zum 37. Mal in Folge in der Liga unbesiegt.

Melanie Behringer hatte den Spitzenreiter mit einem platzierten Aufsetzer aus gut 25 Metern in Führung gebracht (58.). Bereits zuvor waren die Münchnerinnen dominant aufgetreten. Einzig bei einem Freistoß der Norwegerin Caroline Graham Hansen, der vom Innenpfosten des Bayern-Tores ins Feld zurücksprang (26.), musste die Wörle-Elf den Faktor Glück bemühen. Umso überraschender war das Ende.Nachdem Bayerns Abwehrchefin Nora Holstad bei ihrem Kopfball an der deutschen Nationaltorhüterin Almuth Schult und der Latte gescheitert war (89.), konnte der VfL im Gegenzug durch die Belgierin Tessa Wullaert noch egalisieren (90.).

Angedeutet hatte sich der Treffer nicht. Insbesondere nach dem Führungstreffer hatte die Wörle-Elf die Begegnung souverän kontrolliert, eine Wolfsburger Chance war nicht im Ansatz zu verzeichnen. Der Schmerz über den zweiten Punktverlust der Saison hielt sich dennoch in Grenzen. Unverändert beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze komfortable zwölf Punkte. In dieser Spielzeit sind die Bayern-Frauen in sämtlichen 19 Pflichtspielen noch unbesiegt – das Champions-League-Aus gegen Enschede erfolgte nach zwei Unentschieden aufgrund der Auswärtstore-Regel.

Wenngleich Bayerns finnische Schlussfrau Tinja-Riikka Korpela nach dem ersten Gegentreffer im Jahr 2016 (und dem erst fünften in der gesamten Bundesliga-Saison) einen missmutigen Blick in Richtung ihrer Mitspielerinnen sandte: Ein Einbruch ist auch nach der letztlich überzeugenden Leistung im Spitzenspiel trotz des späten Ausgleichs nicht mal am Ende des Horizonts abzusehen.

Quelle: fussball-vorort.de

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