Bundesligastart gegen Gladbach

Vamos, Pep! Hoeneß macht Guardiola Mut

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Pep Guardiola weiß, wo's lang geht.

München - Triple war gestern, jetzt geht’s für den FC Bayern um die Tripleverteidigung! Philipp Lahm, Franck Ribéry und natürlich Pep Guardiola wollen auch am Ende dieser Saison wieder Pokale in die Luft stemmen – vamos Pep, auf geht’s!

Donnerstag, zur finalen Presserunde vor dem Bundesligaauftakt gegen Gladbach (Freitag, 20.30 Uhr, ARD & Sky), hatte sich Pep mal wieder fein gemacht. Trendige Sneaker, enge Jeans und das karierte Lieblingshemd. Viel wichtiger als die Karos werden aber heute die Punkte sein. Und um gegen die Fohlen den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen, hat sich Pep eine etwas eigene Strategie zurechtgelegt. „Ich will den Spielern das nötige Vertrauen übermitteln, damit sie auf dem Feld auch mal vergessen, was ihr Trainer ihnen ständig sagt“, verriet Pep. „Sie sollen einfach Spaß haben.“ So simpel ist es also, das Erfolgsgeheimnis des besten Trainers der Welt.

Nervös vor dem ersten Bundesligaspiel

Mit diesem Attribut wollte er sich aber auch Freitag nicht schmücken. Bereits nach dem Pokalspaziergang beim BSV Rehden hatte der 42-Jährige vehement betont, er sei „kein super, super Trainer“. Sein Präsident sieht das aber offenbar anders. „Guardiola hat ja nun mal bei Barcelona in vier Jahren bewiesen, dass er ein super, super Trainer ist“, so Uli Hoeneß auf die Frage, ob man den neuen Bayern-Coach aufgrund der vielen Neuerungen mit Jürgen Klinsmann vergleichen könne. „Und ich höre jetzt sowieso auf, über Jürgen Klinsmann zu sprechen“, so Hoeneß weiter.

Der Fokus liegt jetzt auf Pep. Doch selbst der Mann, der mit Barça 14 Titel in vier Jahren holte, ist vor seinem Bundesligaauftakt angespannt. „Jetzt geht es noch“, sagte er. „Morgen vor dem Spiel werde ich aber schon ein bisschen nervös sein, ich werde ja schließlich mein erstes Bundesligaspiel erleben.“

Die Bundesliga-Debüts der Bayern Trainer seit 1996

Die Bundesliga-Debüts der Bayern Trainer seit 1996

Am Freitag feiert Pep Guardiola sein Bundesliga-Debüt auf der Bayern-Bank. Die Erwartungen sind unglaublich hoch. Doch wie erging es eigentlich seinen Vorgängern? Klicken Sie sich hier durch die Fotostrecke der Bundesliga-Debüts der Bayern-Trainer seit 1996. © dpa
Jupp Heynckes startete am 7. August mit einem 0:1 gegen M'gladbach. © dpa
Als Interimstrainer gewann Andries Jonker sein erstes Spiel am 17. April 2011 mit 5:1 gegen Leverkusen. © picture-alliance/ dpa-tz/mm
Nur ein 1:1 gegen Hoffenheim gab es beim Debüt von Louis van Gaal (l.) (8. August 2009). © picture alliance / dpa
Erfolgreicher war Jupp Heynckes bei seinem Start als Interimstrainer. Am 2. Mai 2009 gewann er mit den Bayern 2:1 gegen M'gladbach. © dpa
Er wollte als Bayerntrainer jeden Spieler besser machen. Bei seinem Debüt sprang für Jürgen Klinsmann nur ein 2:2 gegen den HSV heraus. © MIS-tz
Seine 2. Amtszeit begann für den "General" Ottmar Hitzfeld mit einer 0:3 Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg (2. Februar 2007). © M.I.S.
Felix Magath konnte sein erstes Spiel als Bayerntrainer zum Beginn der Saison 2004/05 mit 2:0 gegen den HSV gewinnen. © dpa-mm
Erfolgreicher war das erste Debüt von Ottmar Hitzfeld. Ein 1:0 gegen den Vfl Wolfsburg am 15. August 1998. © Stefan Matzke / sampics-tz
Der legendäre Giovanni Trapattoni gewann sein erstes Spiel in der Saison 1996/97 2:1 gegen St. Pauli. © mzv-tz
Als Interimstrainer sprang am 18. Mai 1996 Klaus Augenthaler ein: 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Der "Kaiser" Franz Beckenbauer konnte sein Debüt am 4. Mai 1996 mit 3:2 gegen den 1. FC Köln gewinnen. © dpa

Und zwar gegen Gladbach. Ausgerechnet Gladbach. Viermal standen sich beide Klubs seit 2001 am ersten Spieltag gegenüber, die Münchner zogen meistens den Kürzeren: Ein Sieg, ein Remis und zwei Pleiten, so sieht die Bilanz aus der Sicht der Münchner aus. Vor allem das 0:1 im Jahr 2011 dürften die meisten noch im Kopf haben.

Guardiola ist das freilich nicht entgangen. „Ich habe es im Gefühl, dass das morgen sehr, sehr schwierig für uns wird“, sagte der Spanier, der in Bezug auf Gladbachs Coach Lucien Favre ein Mal mehr sein Lieblingwort in den Mund nahm: „Ein super, super Trainer!“ Die Fohlen seien eine Mannschaft mit „einer guten Organisation, einem perfekten Defensivverhalten und mit der nötigen Ruhe, wenn sie im Ballbesitz sind“. Bleibt also nur zu hoffen, dass Peps Karos das Herz der Fohlen stechen. In diesem Sinne: Vamos, Pep!

J. Carlos Menzel Lopez, Michael Knippenkötter

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