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FC Bayern bricht Schweigen: Statement zum Fall Mazraoui veröffentlicht

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Noussair Mazraoui fiel mit einem pro-palästinensischen Instagram-Post auf, nun hat der FC Bayern Stellung bezogen. Gegen Mainz fehlt er, bleibt aber Teil des Teams.

München – In der vergangenen Woche bestimmte unter anderem das Thema Noussair Mazraoui die Schlagzeilen rund um den FC Bayern München, nun hat sich auch der Verein selbst zu der brisanten Thematik geäußert.

Noussair Mazraoui
Geboren:14. November 1997 (Alter 25 Jahre) in Leiderdorp
Vereine im Profibereich:Ajax Amsterdam, FC Bayern München
Vertrag beim FC Bayern bis:Juni 2026
Marktwert (laut transfermarkt.de)28 Millionen Euro

Bayern-Verteidiger Mazraoui sorgt für Wirbel und rechtfertigt sich

Was war passiert? Der Verteidiger des deutschen Rekordmeisters postete vor wenigen Tagen bei Instagram einen Videoclip, in dem den Palästinensern im Konflikt mit Israel der Sieg gewünscht wird. Zudem sagt dort eine Stimme: „Gott, hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina, damit sie den Sieg erringen. Möge Gott den Toten Gnade schenken, möge Gott ihre Verwundeten heilen.“

Mazraouis Beitrag sorgte für Wirbel, kurz darauf zitierte ihn die dpa wie folgt: „Der Punkt ist, dass ich nach Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt strebe. Das bedeutet, dass ich immer gegen alle Arten von Terrorismus, Hass und Gewalt sein werde.“

Noussair Mazraoui
Bleibt Teil des FC Bayern: Noussair Mazraoui. © Tom Weller/dpa

Statement im Fall Mazraoui: FC Bayern „verurteilt Angriff der Hamas auf Israel“

Infolgedessen kündigte der FCB ein Gespräch mit dem Marokkaner an, das laut Pressemitteilung in dieser Woche stattgefunden habe. Das Ergebnis: Mazrouai wird Teil der Bayern-Mannschaft bleiben.

„Noussair Mazraoui hat uns glaubwürdig versichert, dass er als friedliebender Mensch Terror und Krieg entschieden ablehnt. Er bedauert es, wenn seine Posts zu Irritationen geführt haben. Der FC Bayern verurteilt den Angriff der Hamas auf Israel“, wird der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen zitiert. Auch Mazraoui selbst kommt zu Wort: „Darüber hinaus verurteile ich jede Art des Terrorismus und jede Terrororganisation.” 

Noussair Mazraoui bleibt Teil des Bayern-Teams – verletzungsbedingter Ausfall gegen Mainz

Zudem heißt es weiter: „Der FC Bayern und Noussair Mazraoui treten der Übertragung des Nah-Ost-Konflikts und seiner Gewalt in das dem Frieden verpflichteten Deutschland entschieden entgegen. Hass und Gewalt jeder Art haben in der politischen Kultur Deutschlands keinen Platz. Der FC Bayern steht an der Seite der jüdischen Gemeinde Deutschlands und an der Seite Israels; nichts rechtfertigt die Ermordung von Kindern und Familien. Der FC Bayern ist der Überzeugung, dass der Fußball seine Kraft des Ausgleichs zwischen den unterschiedlichen Kulturen gerade in den schwierigsten Momenten entfalten sollte.“

Beim Bundesliga-Spiel der Münchner gegen Mainz wird Mazraoui, der unter der Woche bereits individuell trainierte und angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekehrt sein soll, aber nicht dabei sein: „Noussair Mazraoui wird im Kader des FC Bayern bleiben, fällt aber wegen einer Verletzung, die er sich beim Länderspiel mit der marokkanischen Nationalmannschaft zugezogen hatte, derzeit aus.“

Auch der kommende Gegner sah sich mit einem ähnlichen Fall konfrontiert, Mainz suspendierte den Angreifer Anwar El-Ghazi allerdings. (masc)

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