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Neuer Wind beim FC Bayern: „Haben Spaß zusammen“ – Update beim Sorgenkind

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Der FC Bayern München will gegen Borussia Mönchengladbach an der Spitze bleiben.
Der FC Bayern München ist perfekt in die neue Spielzeit gestartet. © Imago/Frank Hoerman

Drei Siege in drei Pflichtspielen - die Bayern sind von Saisonbeginn an voll auf Kurs. Leon Goretzka hat endlich wieder Fußballschuhe an.

München - Drei Pflichtspiele, drei Siege. Mit Blick auf die Münchner Ausbeute zum Saison-Start gibt es wenig zu meckern. Im Gegenteil: Dieser FC Bayern ist zum Brüllen. Auch wenn das 2:0 am Sonntag in der Allianz Arena gegen den VfL Wolfsburg nicht ganz so spektakulär war wie die Partien in Leipzig (5:3) und Frankfurt (6:1).

„Es war kein rauschendes Fest wie die ersten beiden Spiele. Wolfsburg hat sehr früh viele lange Bälle gespielt. Wir haben ein bisschen gebraucht, sind dann aber reingekommen“, bilanzierte Thomas Müller (32). Jamal Musiala (19) erlöste die Bayern mit seinem Steh-auf-Tor zum 1:0 in der 33. Minute. Kurz vor der Pause erhöhte Müller die Führung, indem er einen Schuss von Joshua Kimmich (27) unhaltbar für Keeper Koen Casteels (30) in den Wolfsburger Kasten ablenkte.

Der FC Bayern hätte durchaus höher gewinnen können

„In der zweiten Halbzeit ging es bei uns vor allem um Kontrolle. Wir wollten mehr Ballbesitz haben und das Spiel dirigieren“, sagte Trainer Julian Nagelsmann (35). „Es ist ein verdienter Sieg, wir hatten 24 Torschüsse. Zum Start sind wir auf drei gute Gegner getroffen und konnten alle drei besiegen, damit sind wir sehr zufrieden.“

Der deutsche Rekordmeister hätte durchaus höher gewinnen können. Sadio Mané (30) verpasste bei einem Kopfball das 3:0 ganz knapp (69.) und musste sich zudem ärgern, dass der Video-Assistent ihm zwei Tore wegen Abseits aberkannte. „Ich glaube, es hätte das 3:0 gefehlt, dann wäre es einfacher gewesen“, meinte Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45). „Im Großen und Ganzen: Ein gutes und kontrolliertes Spiel. Zu Null ist auch wichtig für uns.“ Die Abwehr um Dayot Upamecano (23) stand sicher – ohne den neuen Abwehr-Chef Matthijs de Ligt (23), der erneut auf der Bank Platz nahm.

„Die Bayern sind zu stark für uns“, gestand Wolfsburg- und Ex-Bayern-Coach Niko Kovac (50). „Bei der Geschwindigkeit, die Bayern hat, muss man schauen, wie weit man selbst nach vorne rückt. Es ist schwierig, das zu verteidigen. Mit der Art und Weise, wie wir es versucht haben, bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis aber natürlich nicht.“

Müller: „Wir bleiben sowohl euphorisch als auch demütig zugleich“

Die Bayern können sich hingegen über beides freuen. „Wir haben Spaß zusammen und bleiben sowohl euphorisch als auch demütig zugleich“, betonte Müller. „Ich freue mich schon wieder auf die kommende Trainingswoche.“

Am Montag stand für die Startelf-Spieler eine regenerative Einheit im Leistungszentrum des Vereinsgeländes an der Säbener Straße auf dem Programm. Die Stars, die nicht oder nur für ein paar Minuten zum Zug kamen, trainierten intensiv auf dem Rasen. Am Ende standen noch Läufe auf dem Programm.

Derweil steigerte Leon Goretzka (27) sein Pensum. Der Mittelfeldspieler machte unter Anleitung von Reha-Trainer Thomas Wilhelmi auch schnellere Läufe auf dem Platz – zum ersten Mal nach seiner Knie-OP wieder mit Fußballschuhen. Philipp Kessler, Manuel Bonke

Jamal Musiala ist beim FC Bayern nicht mehr wegzudenken. Lothar Matthäus sieht in dem Youngster sogar den zukünftigen Weltfußballer.

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