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Tribünen-Szene zeigt, warum Manuel Neuer dem FC Bayern so fehlt

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Das Fehlen von Manuel Neuer macht sich beim FC Bayern bemerkbar. Und das nicht nur auf dem Platz.

München – Wie groß der Respekt vor Manuel Neuer innerhalb der Mannschaft des FC Bayern ist, lässt sich aktuell gut bei Heimspielen in der Allianz Arena beobachten. Dort nimmt der derzeit verletzte Kapitän stets auf der Tribüne im Unterrang Platz. Regelmäßiger Sitznachbar: Lucas Hernandez, der große Fortschritte in der Reha nach seinem Kreuzbandriss macht.

Wenn Hernandez mal keine Lust hat, sich beim Fangesang „Steht auf, wenn ihr Bayern seid“ zu erheben, reicht ein kurzer Blick Neuers und schon steht der französische Innenverteidiger stramm.

Manuel Neuer kann nur auf der Tribüne zuschauen, wie der FC Bayern verliert

Auf besagtem Sitzplatz hat die eigentliche Nummer eins der Münchner auch schon die eine oder andere Unsicherheit von Yann Sommer beobachtet – verzog dabei aber keine Miene. Anhand von Neuers Mimik lässt sich also nicht schließen, wie er die Auftritte des Schweizers bewertet.

Bei der 1:3-Pleite in Mainz, nachdem die Bayern ihre Tabellenführung an Erzrivale Borussia Dortmund abgeben mussten, machte Sommer erneut eine unglückliche Figur. Sein Patzer vor dem ersten Gegentor in der 65. Minute, bei dem er einen laschen Fernschuss nicht festhielt und Ludovic Ajorque einen Kopfballtreffer auflegte, brachte die Hausherren erst wieder zurück ins Spiel.

Bayern-Trainer Tuchel fiebert Neuer-Rückkehr entgegen

Sommer ist von seiner einstigen Topform, weshalb man ihn als Neuer-Ersatz im Winter nach München lotste, weit entfernt. Hätten die Münchner Verantwortlichen das im Vorfeld gewusst, hätten sie sich die Millionen an Ablöse und Gehalt sparen und stattdessen Sven Ulreich das Vertrauen schenken können. Dem Vernehmen nach soll man Sommer an der Säbener Straße keine Steine in den Weg legen, sollte er den Club verlassen wollen.

Kein Wunder, dass Trainer Thomas Tuchel der Rückkehr von Neuer bereits entgegenfiebert. „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass es der Manu noch mal wissen will“, sagte Tuchel vor zwei Wochen und schwärmte: „Er ist unser Kapitän und der Kapitän der Nationalmannschaft – wir sprechen über eine große Persönlichkeit im deutschen Sport. Er bekommt jede mögliche Unterstützung.“

Tapalovic-Rückkehr beim FC Bayern? Neuer würde es begrüßen

Neuer fehlt in München an jeder Ecke, auch weil er in der Kabine wegen seiner zahlreichen Titelgewinne und sportlichen Verdienste eine natürliche Autorität ausstrahlt. Darüber hinaus ist der Schlussmann bei seinen Mitspielern enorm beliebt, weil er sich stets für die Belange der Mannschaft einsetzt und Verantwortung übernimmt. Neuer hatte die Kabine stets im Griff.

Manuel Neuer mit Toni Tapalovic.
Manuel Neuer mit Toni Tapalovic. Foto: balk/dpa © balk/dpa

Die Sport Bild berichtet, dass für das Neuer-Comeback sogar eine Rückkehr von Torwarttrainer Toni Tapalovic infrage käme, weil Julian Nagelsmann mittlerweile rausgeworfen wurde. Aber: Eine Rückkehr steht aktuell nicht wirklich zur Debatte, weil auch das Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic als belastet gilt, da Tapalovic im Zwist zwischen Salihamidzic und Hansi Flick aufseiten des Ex-Trainers stand.  bok, pk

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