Sammer bleibt cool

Zoff mit ManCity! Rummenigge wundert sich über Avancen

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat sich ein wenig irritiert von den unzweifelhaften Aussagen des Sportdirektors von Manchester City gezeigt.

Köln - Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern München, meldet sich im Transferzoff mit Manchester City zu Wort.

Den Kampf um seinen Trainer hat der FC Bayern gegen Manchester City verloren – doch seine Stars gibt der Rekordmeister nicht kampflos her. Jetzt hat sich auch Karl-Heinz Rummenigge im Transferzoff mit Manchester City zu Wort gemeldet. „Ich habe mich auch über die Aussage von dem Kollegen von Manchester City etwas gewundert. Denn Verträge sind Verträge, die werden auch bei City einzuhalten sein“, erklärte der Bayern-Boss leicht verstimmt. Manchesters Sportdirektor Txiki Begiristain hatte zuvor erklärt, bei möglichen Neuzugängen für die kommende Saison auch vor Stars des FCB nicht haltmachen zu wollen. „Ich kann nichts versprechen. Unser Ziel ist es immer, einen starken Kader zusammenzustellen“, sagte der Landsmann und Freund von Pep Guardiola, der den spanischen Coach zu den Citizens lotste. Zoff mit City – die Bayern bieten den mit Geldscheinen wedelnden Engländern die Stirn.

Am Freitag hatte sich bereits FCB-Sportdirektor Matthias Sammer zu dem Begehren der europäischen Topklubs geäußert. „Die Bohrerei läuft permanent, die Bohrmaschine ist an. Aber die können strampeln und tun, was sie wollen. Wir bestimmen, was passiert“, machte der 48-Jährige unmissverständlich klar.

Rummenigge zu möglichen Weggängen: "Der FC Bayern entscheidet, was los ist"

Mit der Vertragsverlängerung von David Alaba setzten die Münchner jetzt ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. „Er ist der fünfte, sechste Spieler, mit dem wir langfristig verlängert haben. Das Heft des Handelns liegt bei Bayern München. Das war unser Ziel, das haben wir jetzt auch bei David erreicht“, betonte Rummenigge und verpasste den Engländern gleich noch einen Denkzettel: „Der FC Bayern entscheidet, was los ist. Keine englischen Klubs mit irgendwelchen Fantasieangeboten, die sie ohne Frage machen können.“ Damit unterstrich der 60-Jährige in aller Deutlichkeit noch einmal das, was Sammer am Freitag bereits gesagt hatte: „Wir bestimmen, was passiert. Die können strampeln, wie sie wollen.“ Und nachdem der Sportvorstand auch den kleinen Disput mit Ex-Präsident Uli Hoeneß ausgeräumt hatte, ging er – ganz Hoeneß-like – bei Sky zum direkten Gegenangriff gegen Manchester über. „Drehen wir es doch einfach mal um. City sollte auch nicht ausschließen, dass wir uns da umschauen. Es gibt den einen oder anderen sehr interessanten Spieler“, sagte die aktuelle Abteilung (Transfer-)Attacke des FC Bayern bei Sky. Namen nannte Sammer zwar nicht, demonstrierte mit seiner Aussage aber die Stärke des FCB.

Die Stars der Bayern bleiben also bei den Bayern, doch der Trainer ist im Sommer weg. Nicht nur die Fans sehen es mit gemischten Gefühlen, dass Guardiola noch bei den Münchnern auf der Bank sitzt, an (freien) Tagen aber bereits am Kader der Citizens für die kommende Spielzeit tüftelt. An Alaba soll Pep sogar gebaggert haben, bevor dieser sich zum FCB bekannte. Die Bayern dementierten das zwar, eine glückliche Figur gibt Guardiola in seiner Doppelrolle dennoch nicht ab. Es dürfte ihm ganz recht sein, dass Begiristain gerade im Mittelpunkt steht.

Sven Westerschulze

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