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Lewandowski weg – und dann? Plan des FC Bayern steht schon

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Verlässt Robert Lewandowski den FC Bayern noch im Sommer? Barcelona wirbt weiterhin um den Polen. Die Bayern-Führungsriege hatte sich gegen einen Verkauf ausgesprochen.

München – Abendessen mit der Großfamilie, Pool-Gaudi mit den Töchtern und ganz viel Zärtlichkeit für Ehefrau Anna. Robert Lewandowski (33) nutzt die freien Tage zwischen der Bundesliga-Sommerpause und dem Start der Nations League, um im Urlaub im türkischen Antalya den Kopf frei zu bekommen. Komplett abschalten kann der polnische Angreifer vermutlich nicht – immerhin ist diese Woche wegweisend für seine Zukunft.

Die Münchner Verantwortlichen um Präsident Herbert Hainer (67), Ehrenpräsident Uli Hoeneß (70), Vorstandschef Oliver Kahn (52) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) vertreten eine klare Meinung: Der Stürmer wird seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 in München erfüllen (müssen) und nicht nach Barcelona wechseln. Oder knicken die Bayern doch noch ein?

FC Bayern: Lewandowski schon im Sommer weg? Ablöse und Ersatz müssen stimmen

Natürlich hat sich die Chefetage mit einem vorzeitigen Abgang nach den jüngsten Aussagen des Polen („Gut möglich, dass es mein letztes Spiel für den FC Bayern war. Ich kann es nicht hundertprozentig sagen, aber es könnte sein“) zwangsweise beschäftigt. Nicht umsonst erklärte Vorstandsboss Kahn im Rahmen der Meisterfeier: „Wir haben nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C und D.“ Wenige Tage nach dieser Aussage fand bereits ein Treffen mit dem Management des Stuttgarter Zwei-Meter-Stürmers Sasa Kalajdzic (24) statt.

Nach tz-Informationen müssten folgende Parameter gegeben sein, um die Lewandowski-Haltung zu überdenken: Einerseits muss kommende Saison ein einigermaßen adäquater Ersatz im Sturm vorhanden sein. Zusätzlich zu „Brecher“ Kalajdzic soll noch ein anderer Stürmertyp verpflichtet werden, was das Interesse an Liverpool-Angreifer Sadio Mané (30) erklären würde. Darüber hinaus muss die Ablösesumme für Lewandowski entsprechend hoch ausfallen.

Lewandowski: Barca will Top-Stürmer schon im Sommer - „Das Alter ist nicht wichtig“

Dem Vernehmen nach wollen die Verantwortlichen aus Barcelona dieser Tage abklopfen, welche finanziellen Vorstellungen den Münchner Machern vorschwebt. Die tz erfuhr, dass die Katalanen Lewandowski einen Drei-Jahres-Vertrag bieten. Auch die Möglichkeit auf eine Option auf ein weiteres Jahr soll im Raum stehen.

Dass er im August bereits 34 Jahre wird, spielt zumindest für Barca-Trainer Xavi keine Rolle. „Das Alter ist nicht wichtig. Die Spieler kümmern sich heute sehr um sich selbst“, erklärte er. Passend dazu veröffentlichte Lewandowski am Mittwoch ein Video in den sozialen Medien, das ihn beim Sondertraining im Türkei-Urlaub zeigte – mit der Bildunterschrift: „Keine Ausreden“.

FC Bayern: Barca-Präsident über Lewandowski-Transfer – „ist nicht einfach“

Allerdings bereitet die mögliche Höhe der Ablöse den Katalanen noch Kopfzerbrechen, wie Präsident Joan Laporta bei Radio Catalunya bestätigte: „Ein Transfer von Lewandowski ist nicht einfach. Denken Sie an unsere finanzielle Situation. Lasst Jordi Cruyff und Mateu Alemany arbeiten.“

Neben Lewandowski werden die beiden FCB-Lager wohl auch über Ousmane Dembele sprechen, an dem die Bayern Interesse zeigen. Laporta: „Er wollte hier bei Barca bleiben, aber er wird jetzt von anderen Optionen in Versuchung geführt, die er für besser hält.“ Bayern wäre wegen Trainer Julian Nagelsmann (34) eine solche Versuchung. (Manuel Bonke, Philipp Kessler)

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