Titelverteidiger deklassiert

Bayern schießt Wolfsburg raus: "Wir haben unseren Spaß"

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Thomas Müller (r) bejubelt seinen Treffer zum 3:0 mit seinem Mannschaftskollegen Xabi Alonso.

Wolfsburg - Welch eine Gala-Vorstellung der Bayern! Mit erdrückender Dominanz siegen die Münchner beim Cup-Verteidiger Wolfsburg. Douglas Costa und zweimal Thomas Müller sorgen für klare Verhältnisse.

W soll diese Bayern noch stoppen? Nicht nur in der Liga, auch im Pokal (Auslosung der nächsten Runde am Sonntag ab 19.30 Uhr bei Sky) rollen die Roten wie eine Dampfwalze durch die Republik. Nicht mal mehr die Millionen-Truppe aus Wolfsburg, immerhin Titelverteidiger und Vizemeister, ist dem FCB noch gewachsen. Nach dem 5:1 in der Bundesliga fegten die Bayern den VfL gestern Abend auch im Pokal mit 3:1 (3:0) weg. Dieses Spiel dürfte sogar Pep Guardiola genossen haben. Zumindest sammelten Philipp Lahm & Co. eine Menge guter Argumente, um ihrem Trainer die weitere Zusammenarbeit schmackhaft zu machen.

Lahm freute sich über den starken Auftritt der Bayern sehr: „So etwas ist nur möglich, weil wir alle drei Tage mit Energie und Konzentration auf den Platz gehen.“ Wird’s nicht langsam langweilig für die Mannschaft? Lahm: „Überhaupt nicht, weil es ja nicht selbstverständlich ist. Wir sind aber immer hellwach und haben unseren Spaß.“

Guardiola änderte seine Startelf auf drei Positionen, auch Arjen Robben fand sich nach seinem starken Comeback gegen Köln zunächst auf der Bank wieder. Die Grundausrichtung wurde dadurch im Vergleich zu Samstag etwas defensiver, Pep hatte wohl mit bissigen Wölfen gerechnet. Doch die präsentierten sich ziemlich zahm, von der ersten Minute an übernahmen die Münchner das Kommando. Schon nach fünf Minuten scheiterte Thomas Müller am glänzend parierenden VfL-Keeper Benaglio. Um die Führung kümmerte sich dann zehn Minuten später Douglas Costa, der nach einem klasse Dribbling den Ball aus 25 Metern humorlos zum 1:0 in Benaglios Kasten knallte (15.). Keine 60 Sekunden später hatte Lewandowski das nächste Tor auf dem Fuß, wurde aber gerade noch von Träsch gestört. Doch der nächste Angriff saß: Alaba legte mustergültig auf Müllers Fuß und diesmal netzte 26-Jährige ein – 2:0 (20.). Die Wolfsburger kamen fast immer einen Schritt zu spät, wurden von den Roten teilweise zu Zuschauern degradiert vor eigenem Publikum. Der Titelverteidiger agierte wie das Kaninchen vor der Schlange – dabei hatte Coach Dieter Hecking genau so einen Auftritt vorher noch ausgeschlossen. Abgeschlossen hatten seine Spieler mit der Partie spätestens nach 34 Minuten, als Müller die nächste Co-Produktion mit Alaba zum 3:0 in die Maschen setzte. Eine butterweiche Flanke des Österreichers nahm er direkt und ließ Benaglio keine Chance.

FC Bayern schaltet Titelverteidiger aus - Bilder aus Wolfsburg

Zweimal die Eins für die Bayern in Wolfsburg - Bilder und Noten

Erinnerungen wurden wach an das 5:1 im September, dabei hatte Lewandowski noch gar nicht getroffen. Doch auch ohne die Treffer des Torjägers tüteten die Münchner das Weiterkommen schon in der ersten Hälfte ein. Thiago (40.) und Müller (41.) hätten das Ergebnis sogar vor dem Pausenpfiff noch höher schrauben können.

Kurz nach Wiederbeginn bot sich Caligiuri mit dem ersten Torschuss für den VfL überhaupt die große Chance zum Anschlusstreffer. Aber der Wolfsburger verzog knapp. Das war’s dann aber auch schon mit dem „Aufbäumen“ der Wolfsburger. Die Bayern übernahmen wieder eindeutig die Kontrolle über das Spiel, ohne sich noch einen Hax’ auszureißen.

Als aber Arjen Robben eingewechselt wurde, kam nochmal etwas Dampf bei den Roten rein. Und fast hätte der Holländer auch das 4:0 erzielt (68.). Auf der Gegenseite scheiterte erneut Caligiuri an Neuer (72.), aber Schürrle traf schließlich doch noch in der Schlussminute – das war’s dann. Am Freitag schon geht’s für die Bayern weiter in Frankfurt – arme Eintracht…

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

Sven ­Westerschulze

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