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Vidal: „Ich muss pausieren, zwei bis drei Wochen“

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Von: José Carlos Menzel López

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Arturo Vidal
Biss auf die Zähne, musste aber nach 55 Minuten vom Feld: Arturo Vidal. © dpa

München - Arturo Vidal droht dem FC Bayern längere Zeit auszufallen. Jetzt hat der FC Bayern nur noch eine Option im defensiven Mittelfeld: Joshua Kimmich.

Spätestens seit vergangenen Freitag dürfte klar sein, welchen Stellenwert Arturo Vidal unter Carlo Ancelotti genießt. Die gesamte vergangene Woche hatte der Chilene nicht am Training teilnehmen können – Rippenprellung. Doch kaum hatte er am Donnerstag wieder eine Einheit mit dem Team absolviert, stand er auch schon in der Startelf für den Rückrundenauftakt in Freiburg.

Das Ergebnis: ernüchternd. Nicht nur, dass der „Krieger“ unter seinen Möglichkeiten spielte, er wurde in der 55. Minute für Joshua Kimmich ausgewechselt und ging noch verwundeter aus der Partie als zuvor schon. Vidal droht erneut ausfallen. Länger. Das weiß er selbst.

„Ich musste wegen meiner Beschwerden raus“, so der 29-Jährige nach dem 2:1-Bibbersieg gegen Freiburg zur tz. „Ich fühle mich schlecht und habe starke Schmerzen an der Rippe. Jetzt werde ich pausieren müssen, denn so kann ich nicht spielen. Ich war ohnehin schon eine Woche nicht im Training, jetzt dürften es aber mindestens zwei, drei Wochen Pause sein. Nur so kann ich mich auch vollends erholen und dann sehen wir, wie ich mich für das CL-Achtelfinale fühle.“ Das Hinspiel gegen Arsenal findet am 15. Februar statt, bis dahin wären es gut drei Wochen.

Womit Ancelotti wenige bzw. aufgrund von Thiagos Langzeitausfall nur noch eine einzige Option im defensiven Mittelfeld bleibt: Joshua Kimmich.

Im Video: Vidal fällt länger aus

Wie schon im Breisgau dürfte der Youngster Vidal auch in den kommenden Spielen auf der Doppel-Sechs neben Xabi Alonso ersetzen, sollten sich die Befürchtungen des Chilenen bewahrheiten. Und Ancelotti? Wird Stoßgebete in Richtung Himmels sprechen, dass der Fußballgott seine Bayern bei lediglich 15 fitten Feldspielern vor weiteren Blessuren verschont. Kimmich jedenfalls brennt nach insgesamt fünf Spielen ohne Startelfeinsatz wie eine Fackel. „Es ist normal, dass man enttäuscht ist“, so der 21-Jährige zu seiner erneuten Reservistenrolle im Breisgau. „Jeder Spieler, der auf der Bank sitzt, ist enttäuscht. So ist es bei mir auch. Sonst wäre man auch fehl am Platz. Trotzdem muss man versuchen, das Team zu unterstützen und von der Bank aus zu helfen.“

In der Causa Vidal stellt sich jedoch auch eine weitere Frage: War der Kämpfer nach nur einer Trainingseinheit mit der Mannschaft überhaupt zu einhundert Prozent fit? „Das kann nur er selber beurteilen“, meinte Manuel Neuer auf diese Frage. „Jeder Spieler, der von Anfang an aufläuft, muss 100 Prozent haben. Weil wir eine so gute Mannschaft haben und dann auch unserer eigenen Mannschaft schaden können.“

Doch wer Vidal kennt, weiß, dass er für seine Mannschaft gerne auch mal über die Schmerzgrenze hinausgeht. „Mal sehen, hoffentlich kann so schnell wie möglich wieder bei der Mannschaft sein, denn physisch fühle ich mich sehr gut“, sagte der Copa-Sieger, der beim Telekom Cup bei einer Drehung „einen Stich“ gespürt hatte, zur tz. Und weiter: „Dieser Schmerz lässt mich aber nicht in Ruhe spielen. Ich werde die Situation jetzt mit den Ärzten analysieren.“ Und Ancelotti mit seinem Stab. Schließlich gehört Vidal mittlerweile zum engen Kreis der Unersetzlichen.

José Carlos Menzel López/snacktv

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