Taumelnde Favoriten in der Regional- und Bayernliga

Vogel macht kleinen Bayern "keinen Vorwurf"

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Heiko Vogel stärkt seiner Elf den Rücken.

FC Bayern München II - Ob es nun tröstlich war für die Bayern oder vielleicht sogar noch bitterer, lässt sich schwer sagen.

Tatsache ist, dass die überraschende Münchner Niederlage am Freitag gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg eine vergebene Chance war, den Zweikampf um die Meisterschaft in der Regionalliga weiter zuzuspitzen. Denn nach der noch überraschenderen Pleite des bisher ungeschlagenen Spitzenreiters Jahn Regensburg in Rain wäre die Truppe von Trainer Heiko Vogel, hätte sie den Club geschlagen, nun „heimlicher Tabellenführer“ gewesen (unter der Annahme, sie gewinnt ihre drei Nachholspiele). Als Vogel am Freitagabend trotzig betonte, er mache seiner Mannschaft „keinen Vorwurf“, musste er noch davon ausgehen, dass Konkurrent Jahn tags darauf weiter davonziehen würde. Dass er das wider Erwarten nicht tat, ist einerseits gut, andererseits aber auch eine verpasste Chance. Auch für Wacker Burghausen, das sich mit einem Sieg gegen Ingolstadt II vor dem direkten Duell mit Regensburg näher hätte heranpirschen können an den Jahn. Aber nur 0:0 spielte.

Es gibt eben im Fußball so Spieltage, wo die Favoriten reihenweise patzen. So auch in der Bayernliga Süd. Tabellenführer Landsberg lässt zwei Punkte in Kottern, behält aber seinen Vorsprung, weil sich die Verfolger Unterföhring und Vilzing gegenseitig die Punkte nehmen. Und die Top-Favoriten die Gunst der Stunde nicht nutzen. Garching verliert beim Nachzügler Hankofen, Heimstetten begnügt sich mit einem 2:2 gegen Aufsteiger Erlbach, was Ewald Matejka schier auf die Palme brachte: In Hälfte eins „hätte ich mit meinen 63 Jahren noch mitspielen können“, wetterte der Vereinsboss, sein Garchinger Kollege Franz Hölzl klagte, mit derartigen Leistungen brauche man „von oben in der Tabelle gar nicht mehr reden“. Garching hätte bis auf einen, Heimstetten bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter Landsberg heranrücken können.

Es war kein Spieltag für Favoriten, nicht in der Regional-, nicht in der Bayernliga.

Dieser Artikel erschien auf der Amateursportseite des Münchner Merkurs. Sie erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner. Erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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