Keine Vorwurf an seine kleinen Bayern

Vogel schimpft nach Pleite auf Platz und Gegner

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Der Untergrund im Grünwalder Stadion war nicht nach dem Geschmack des FC Bayern.

FC Bayern München II - Die Reserve des FC Bayern unterliegt SpVgg Bayreuth mit 0:1. Trainer Vogel schimpft über „unterirdische Platzverhältnisse“ auf eigenem Platz

Trotz einer ausgezeichneten Vorbereitung, in der die kleinen Bayern in sechs Testspielen unbesiegt geblieben waren, verpatzte Heiko Vogels Mannschaft den Pflichtspielauftakt ins neue Jahr. Am Sonntag unterlag die Reserve des Rekordmeisters der SpVgg Bayreuth auf eigenem Platz mit 0:1. Wobei das mit dem eigenen Platz im Grunde abwegig war. Schimpfte Vogel doch anschließend über die „unterirdischen Platzverhältnisse, das war für uns heute wie ein Auswärtsspiel“.

Zudem kritisierte der 40-jährige Bayern-Coach die harte Gangart der Oberfranken, „jede Offensivaktion“ seiner Elf sei „durch ein taktisches Foul unterbunden worden“. Auch der teils heftig blasende Wind hätte eine nicht unwesentliche Rolle gespielt, führte Vogel aus, „das war eine Lotterie heute“. Er sei „nicht unzufrieden“ mit der der Darbietung seiner Mannschaft und könne ihr „keine Vorwürfe machen“.

In der Tat hatten sich die Münchner in der Schlussphase aufgebäumt und etliche Chancen kreiert, ein Unentschieden wäre zweifellos das gerechtere Resultat gewesen. Und doch muss auch der erste Abschnitt in die Bewertung mit einfließen. Nicht einen klaren Torabschluss verzeichnete die Vogel-Elf vor dem Seitenwechsel, was laut dem Übungsleiter vor allem dem Umstand geschuldet war, dass man im ersten Durchgang gegen den Wind spielen musste.

Nach einer Stunde aber, als die Gäste gegen den Wind anspielten, nahm schließlich das Unheil seinen verhängnisvollen Lauf. Zunächst konnte der routinierte Bayern-Abwehrchef Nicolas Feldhahn einen Abschluss der Gäste aus Bayreuth noch abblocken. Den anschließenden Eckstoß aber setzte Bayreuths Philipp Hannemann dann an die Latte, den Nachschuss verwertete Tobias Ulbricht aus kurzer Distanz zum goldenen Siegtreffer (61.).

Der 29-jährige Feldhahn berichtete später, man habe „gewusst, was auf uns zukommt, wir wollen aber Fußball spielen“. Auch Vogel räumte ein, dass die einfacheren Mittel bei solchen Bedingungen erfolgversprechender scheinen mögen, seine Mannschaft damit aber ihre technischen Vorteile abgeben würde. Dass man „trotzdem auf einem guten Weg“ sei, wie Defensivstratege Feldhahn im Brustton der Überzeugung bekundete, ließ sich in der Schlussphase tatsächlich immerhin erahnen.

Leidenschaftlich stemmte sich die Vogel-Elf vehement gegen die Niederlage, erarbeitete sich einige Torgelegenheiten, blieb allerdings im Abschluss glücklos. Insbesondere bei einem guten, aber zu unplatzierten Kopfball Julian Greens nach feiner Vorarbeit des 17-jährigen Fabian Benko (80.) waren die kleinen Bayern einem Treffer nahe.

Das Problem ist nun, dass die Vogel-Elf schon am Freitag wieder auf dem selben Geläuf im Grünwalder Stadion antreten muss. Zu Gast wird dann der akut abstiegsgefährdete TSV Rain/Lech sein. Wenngleich nicht davon auszugehen ist, dass der Wind erneut einen derart gewichtigen Faktor darstellen wird, so ist doch damit zu rechnen, dass auch Rain mit ähnlichen Mitteln den Weg zum Erfolg suchen wird. Die Platzverhältnisse aber, konstatierte Vogel ernüchtert, könne er „im Training nicht simulieren“.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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