Auch sein Bruder hat großes Potenzial

Vogel über Tillman: "Wie ein Skalpell"

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Timothy Tillman kam mit Bruder Malik, dem auch viel zugetraut wird

FC Bayern München (B-Junioren) - Noch ist der junge Mann eher nur der Fußball-Fachwelt bekannt, doch das soll sich ändern: Timothy Tillman wird eine große Zukunft prophezeit.

Auf den 17-jährigen Timothy Tillman hält der FC Bayern derart große Stücke, dass er der SpVgg Greuther Fürth im vergangenen Sommer 500 000 Euro überwiesen hat, um den Offensivspieler in die Münchner B-Junioren zu integrieren. In Fürth ist man trotz der hohen Entschädigungssumme nicht glücklich. Helmut Hack, den Präsidenten des Zweitligisten, beschäftigt der Deal bis heute.

Tillman sei „das größte Talent seit 30 Jahren“ gewesen, so Hack gegenüber der „Sport Bild“. Sein Weggang von Fürth sei „eine Katastrophe“, deshalb hatte er den Kampf um Tillmans Verbleib auch „zur Chefsache“ erklärt. Ohne Erfolg.

Hack hätte sich gewünscht, das Talent a) noch etwas länger ausbilden zu können und b) dann eher an einen Klub wie beispielsweise den FSV Mainz 05 weiterzuleiten. Ein junger Spieler sollte sich Schritt für Schritt entwickeln, findet der Fürther Vereinschef. „Aber wenn der FC Bayern kommt, setzt bei vielen der Verstand aus.“ Bei Tillman seien die Eltern bereits Wochen vor der Einigung mit dem deutschen Rekordmeister nach München gezogen. Damit wurde es nahezu unmöglich, den bestehenden Ausbildungsvertrag zu halten.

Bei den Bayern schwärmt man von Tillman, dessen Bilanz beachtlich ist: 14 Spiele bei den B-Junioren hat der „10er“ absolviert, fünf Treffer, acht Vorlagen – damit trug er wesentlich dazu bei, dass sein Team auf dem ersten Platz überwintert. Zwei Mal durfte er auch schon mit der U 19 in der Youth League ran, undbei der deutschen U 17-Auswahl ist er längst eine feste Größe (sechs Spiele, ein Tor).

„Timy verfügt über eine sehr, sehr gute Technik“, lobt Heiko Vogel, der bei den Bayern die Juniorenteams an der Schwelle zu den Profis koordiniert. „Trotz seiner Größe und seiner Schlaksigkeit ist er schnell und wendig – er schlägt Haken wie ein Hase“, führt der Coach weiter aus. „Richtung Tor kann Timy immer den Unterschied ausmachen, als Vorbereiter oder Schütze, ganz egal: Richtung Tor ist er wie ein Skalpell.“

Sein Bruder Malik kam übrigens gleich mit nach München (er war quasi im Preis inbegriffen), und auch er ist laut Vogel „mit Sicherheit ein Spieler, der seinen Weg gehen kann. Beide Brüder haben großes Potenzial.“

Mal sehen, wann der Name Tillman einem breiteren Publikum ein Begriff wird.

Quelle: fussball-vorort.de

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