Russische Zeitung enthüllt

Kein Feuer: Bombenalarm im Bayern-Hotel

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Dieses Bild von Bayern-Coach Pep Guardiola vor dem Hotel twitterte ein russischer User aus Moskau.

Moskau - Von einem Feueralarm war zunächst die Rede, nachdem die Bayern ihr Hotel in Moskau verlassen mussten. Nun kommt raus: Es gab einen Bombenalarm!

Normalerweise steht für den FC Bayern heute eines der schönsten Spiele an. Die Königsklasse ruft, die Gänsehaut erzeugende Champions-League-Hymne ertönt, und ein rappelvolles Stadion sorgt gewöhnlich für eine atemberaubende Atmosphäre. So weit, so gut. Nur vor dem Auftritt bei ZSKA Moskau (18 Uhr, Sky) ist längst nicht alles gut.

Am Sonntagabend sollte eigentlich eine ruhige Vorbereitung im Hotel der Bayern stattfinden... Stattdessen: Evakuierung des Moskauer Ritz-Carlton-Hotels! Zunächst heißt es, ein Feueralarm sei der Grund, warum Pep Guardiola & Co. eingehüllt in Decken auf den Straßen warten müssen. Bayerns Pressechef Markus Hörwick via Twitter: „Feueralarm im Teamhotel des FCB. Alle müssen Hotel verlassen. Trainer, Spieler alle vorm Hotel. Abwarten.“

Am Montagnachmittag dann die schockierende Nachricht. Es handelte sich in Wirklichkeit um einen Bombenalarm! Das vermeldete die russische Zeitung Kommersant unter Berufung auf den Manager des Hotels. Auch tz-Informationen stützen diese Version. Die Polizei fand allerdings keine Bombe. Solche Alarme sollen in der Vergangenheit häufiger stattgefunden haben, so der Manager. Stimmt das? Oder gerieten die Bayern gezielt ins Visier des Fehlalarms? Noch konnte nicht für Klarheit gesorgt werden.

Rummenigge zu Geisterspiel: "Einfach nur schade." 

Und auch von der Stimmung der europäischen Spitzenklasse ist in Moskau keine Spur. Fans sind im Khimki-Stadion aufgrund eines UEFA-Urteils nicht zugelassen, von Anhängern der Roten ist am Roten Platz dementsprechend nichts zu sehen. Einige hart gesottene Fans des Rekordmeisters hatten unmittelbar nach der Auslosung sogar schon Flugtickets in die russische Hauptstadt gebucht, ehe die UEFA-Entscheidung bis nach München durchgesickert war.„Das ist einfach nur schade, das braucht niemand. Es tut mir leid für unsere Fans“, hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge seinem Unmut über die UEFA, die ZSKA aufgrund eines Rassismusvorfalls zu dem Geisterspiel verdonnerte, Luft gemacht. Auch bei den Spielern hielt sich die Freude über die leeren Ränge in Grenzen. „Das wird aussehen wie ein Trainingsspiel“, meinte Arjen Robben und Sportvorstand Matthias Sammer beschrieb die Gefühlslage beim FCB vor dem Anpfiff der ungewöhnlichen Partie so: „Das ist eine komische Situation.“

Doch es gab auch gute Nachrichten aus Moskau: Das gefürchtete Verkehrschaos, das im vergangenen Jahr das Abschlusstraining des Rekordmeisters platzen ließ, blieb diesmal aus. Alles in allem flüssiger Verkehr in der russischen Hauptstadt, und so konnten sich die Münchner gestern Abend immerhin problemlos davon überzeugen, wie das Khimki-Stadion so ganz ohne Zuschauer aussieht. Als erster betrat Arjen Robben den Trainingsplatz – sicherheitshalber hatte sich der Holländer mit langer Unterhose und Handschuhen ausgerüstet. Die Erinnerungen an die Partie im vergangenen November waren immer noch präsent. Doch statt mit eiskalten Minusgraden und verzetteltem Verkehrschaos mussten sich die Bayern diesmal nur durch ein paar ZSKA-Fans kämpfen. Die hatten sich nämlich vor der Abfahrt zum Training vor dem Mannschaftsbus der Roten verschanzt. Doch aus der Bahn werfen kann die Bayern in Moskau so schnell ohnehin nichts mehr. Immerhin: Am Abschlusstraining konnten bis auf die Langzeitverletzen sämtliche Spieler teilnehmen. „Es sind alle fit“, so Pep Guardiola, der aus dem Vollen schöpfen kann. Dann steht dem zweiten Königsklassensieg ja nichts mehr im Weg!

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Sven Westerschulze

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