Schlachtplan für Duell gegen Leipzig

Vor dem Liga-Gipfel: So rüstet sich der FC Bayern

Mats Hummels (l.) weiß, wie man Leipzig besiegen kann.
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Mats Hummels (l.) weiß, wie man Leipzig besiegen kann.

München - Nur noch ein Tag bis zum neuen Liga-Gipfel! Mittwoch empfängt der FC Bayern ab 20 Uhr RB Leipzig in der Allianz Arena. Für den FCB zählt an diesem Abend nur ein Sieg. Die tz erklärt den FCB-Schlachtplan gegen die Bullen!

Oldie-Power gegen die jungen Wilden

Ausgerechnet Bayerns Ü30-Stars sollen es gegen die jungen Wilden aus Leipzig richten! In Darmstadt fehlten Arjen Robben (wurde geschont) und Philipp Lahm (Muskelbeschwerden nach dem Aufwärmen). Franck Ribéry wurde erst in den letzten 20 Minuten eingewechselt – und prompt war mehr Schwung im Offensivspiel der Münchner. Ohne Robbery tut sich der FCB in dieser Saison schwer! Kein Wunder also, dass Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge seine Routiniers Mittwoch auf dem Platz sehen will: „Ich denke, dass Arjen Robben am Mittwoch wieder zur Verfügung steht. Dann kann Franck Ribéry wahrscheinlich auch wieder von Anfang an spielen. Ich hoffe, dass es bei Philipp Lahm nichts Schlimmes ist und er gegen Leipzig wieder bereit ist.“

Taktik-Tipps von RB-Spion Hummels

Weltmeister Mats Hummels ist ein absoluter Leipzig-Kenner! Der Verteidiger hatte den fulminanten Aufsteiger von Anfang an auf dem Zettel. Bereits am ersten Spieltag schaute sich der 28-Jährige die Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Leipzig im Stadion an. „Ich habe schon nach dem fünften Spieltag gesagt, dass man diese Saison auf Leipzig achten muss“, so Hummels. Als interessierter RB-Beobachter hat er sich auch schon eine taktische Marschroute für Mittwoch zurechtgelegt. „Bei Mannschaften, die vorne so draufgehen und viel Richtung Ball schieben, muss man den Raum hinter der ersten Angriffslinie besetzen und dann natürlich auch bespielen“, erklärt der Verteidiger. Außerdem müsse sein Team ab 30 Meter vor dem eigenen Tor bereits um den Ballbesitz kämpfen. Hummels rechnet nicht damit, dass die Leipziger in München anders auftreten als bisher. „Sie werden spielen wie immer. Das heißt für uns, dass wir nicht zu früh attackieren dürfen, aber trotzdem ab 15 Meter in unserer Hälfte aggressiv angreifen sollten. Wir müssen uns ganz viel ohne Ball bewegen und für uns Anspielstationen schaffen. So kriegen wir die Leipziger ohne Ball ins Laufen“, ist der FCB-Verteidiger überzeugt. Ob er seine Taktik-Tipps auch schon mit Trainer Carlo Ancelotti besprochen hat?

Rhythmus-Vorteil

„Ich muss sagen, dass ich Leipzig für sehr stark halte. Die haben natürlich den Vorteil, dass sie während der Woche immer auf der Couch liegen, wenn wir im Champions-League-Rhythmus sind!“ Diese Sofa-Stichelei von FCB-Präsident Uli Hoeneß gegen die Bullen ist nun einen guten Monat her. Doch ausgerechnet die CL-Belastung könnte für die Münchner morgen zum entscheidenden Vorteil werden! Denn: Das Topspiel findet ja bekanntlich unter der Woche statt. Den Englischen-Wochen-Rhythmus ist der FCB seit Jahren aus dem internationalen Geschäft gewohnt – und Aufsteiger Leipzig eben nicht! Zwar haben die Leipziger mit ihrem Samstagsspiel einen Tag länger zur Regenartion Zeit, für Torwart Manuel Neuer und seine Kollegen, die erst am Sonntag randurften, ist das trotzdem kein Problem! „Die Kraft spielt keine Rolle. Wir spielen ja erst am Mittwoch. Die Mannschaft ist es aus der CL gewohnt, alle drei Tage zu spielen“, stellt Neuer klar.

Psychologischer Vorteil

Der Psycho-Vorteil im Liga-Gipfel liegt klar beim FC Bayern! Erinnern Sie sich noch an den Dezember 2008? Mit der TSG Hoffenheim stand dem FCB damals ein aufmüpfiger Liga-Neuling und frischgebackener Herbstmeister gegenüber. Eine ähnliche Situation wie jetzt mit Leipzig. Die Bayern blieben schon vor acht Jahren cool und gewannen trotz 0:1-Rückstand am Ende mit 2:1. TSG-Trainer damals: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick...

Manuel Bonke

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