Vor dem Supercup am Samstag

Allofs: "Deutscher Fußball ist nicht nur in München zuhause"

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Der Manager des VfL Wolfsburgs: Klaus Allofs.

München - Vor dem Supercup scheut Klaus Allofs den Vergleich mit dem FC Bayern. Bei den Anstoßzeiten der Bundesliga wünscht er sich "moderate Möglichkeiten" zur Änderung und spricht sich gegen einen Ausstieg aus der Zentralvermarktung aus.

Auf den Supercup am Samstagabend freut sich Wolfsburgs Manager Klaus Allofs bereits. Man wolle in diesem Prestigeduell zeigen, dass man verdienter Vizemeister geworden sei und auf dem Niveau der Bayern mithalten könne, so Allofs gegenüber dem Münchner Merkur. Zudem begrüßt der VfL-Manager, dass der Supercup weiterhin im Stadion des Pokalsiegers ausgetragen werde. "Das spiegelt wider, dass der deutsche Fußball nicht nur in München zuhause ist." Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hatte eine Verlegung nach München angeregt, der besseren Vermarktungsmöglichkeit wegen.

Den Vergleich mit den Bayern scheut Allofs und betont die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten beider Vereine. "Es ist ein Trugschluss, zu denken, wir würden finanziell Seite an Seite mit Bayern marschieren. Wir haben in den letzten Jahren einiges investiert, das ist klar – aber sie spielen finanziell eine andere Liga, das ist noch klarer." Man sei noch weit davon entfernt "auf Augenhöhe mit dem FC Bayern zu sein", so Allofs weiter.

Um das Ungleichgewicht der Einnahmen durch Fernsehgelder zwischen der englischen Premier League und der Bundesliga etwas auszugleichen, wünscht sich Allofs eine Diskussion über "ein wenig Flexibilität mehr" bei der Ansetzung von Anstoßzeiten. So hält er beispielsweise ein Montagabend-Spiel der 1. Bundesliga für interessant. Den Vorschlag Karl-Heinz Rummenigges, den Ausstieg aus der Zentralvermarktung zu forcieren, was dem FC Bayern deutlich mehr Einnahmen bescheren dürfte, hält der VfL-Manager für falsch. "Es würde ja noch weniger Spaß machen, wenn dann gar keiner mehr mithalten könnte, wenn sie in jedem Pokalfinale stünden und ständig die Schale hochhielten." Zudem habe die Solidargemeinschaft der Bundesliga immer gut getan. Diesen Weg solle man nicht verlassen, meint Allofs.

Das ganze Interview lesen Sie in der Freitagsausgabe des Münchner Merkur sowie am Freitag ab 11 Uhr auch auf Merkur.de.

awe/ep

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