Richtungsweisende Tage für Guardiola

Fans gespalten: "Pep hat sich keinen Gefallen getan"

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Pep Guardiola beim Hinspiel im Viertelfinale der Champions League beim FC Porto

München - Mit einer Bilanz wie sie Pep Guardiola beim FC Bayern vorzuweisen hat, wäre wohl kein Trainer der Welt umstritten. Doch er selbst ist es bei einem Großteil der Fans.

Das Double in der ersten Saison, auf (mindestens) Double-Kurs in der zweiten Saison, dazu den europäischen Supercup und den Klub-WM-Titel geholt - und dennoch wird am Trainer gezweifelt. Was seltsam anmuten mag, ist bei Pep Guardiola und dem FC Bayern der Fall - zumindest aus Sicht der Fans. Denn bei unserem Voting, ob der Spanier noch der richtige Trainer für den Rekordmeister ist, verneinten 51 Prozent der User dies. 49 Prozent sehen in ihm weiterhin den richtigen Coach für den FCB (Stand: Montag, 12.30 Uhr).

"Was hat Guardiola bisher bei Bayern vollbracht?", schreibt beispielsweise User "Fred". "Pokalsieger und Meister sind schon viele Trainer mit dem FCB geworden. Die Meisterklasse macht es aus und da ist er schon im letzten Jahr jämmerlich über die Wupper gegangen. Guardiola macht viele Fehler. (...) Guardiola hat sich mit dem, was in den letzten Tagen geschehen ist, keinen Gefallen getan. Mit 11 Weltstars kann jeder!"

Die Bayern-Bosse sehen das allerdings ganz anders. Es gibt keinerlei Zweifel an Pep, seinem Stil, seiner Art, seiner weltweiten Strahlkraft. Der FC Bayern setzt zudem auf Konstanz, bietet seinem Chefcoach nicht nur dessen Wunschspieler, sondern auch ein ihm maßgeschneidertes Umfeld. Der Rekordmeister will das Arbeitsverhältnis mit Guardiola am liebsten über das Vertragsende 2016 hinaus verlängern. Schließlich steht demnächst auch ein Umbruch an, zeichnen sich langsam aber sicher die Karriereenden von Franck Ribéry, Arjen Robben, Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger ab. Pep, der Baumeister eines neuen FC Bayern!

Statistisch dürfte der 44-Jährige sowieso unantastbar sein. Sein Punkteschnitt beim FC Bayern ist mit 2,46 pro Spiel sogar höher als der aus seiner Zeit bei Barca (2,36) und der von Bayerns Triple-Trainer Jupp Heynckes (2,43).

Ein vorzeitiges Guardiola-Ende beim FCB? Unvorstellbar, Aufgeben oder auch Nachgeben kennt der Spanier nicht! Das spräche gegen Peps Selbstverständnis. Zu groß ist sein Ehrgeiz, sein Pflichtbewusstsein, seine Aufrichtigkeit. Von sich selbst aus würde er nur vorzeitig gehen, wenn er sich ausgelaugt fühlt oder eventuell nach dem gewonnenen Triple.

Trotzdem: Sollte Pep Guardiola mit seinem FC Bayern tatsächlich im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Porto (Hinspiel: 1:3) ausscheiden, wäre dies vergleichbar mit dem Halbfinal-Debakel gegen Real Madrid (0:1/0:4) im Vorjahr. Ein Aus gegen die Portugiesen würde die Fans wohl weiter spalten und den Rückhalt Peps bei der Anhängerschaft weiter schmälern.

An dieser Kontroverse erkennt man das gestiegene Selbstverständnis beim FC Bayern und seinem Anhang.

fw

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