Nach Derby-Sieg gegen Augsburg

Wahnsinns-Tag für die Bayern: Doppelter Rekord und die Konkurrenz patzt

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Gute gelaunte Bayern nach dem Sieg über Augsburg. Kein Wunder, es hätte kaum besser laufen können.

Achtes Spiel, achter Sieg - und ein ganz besonderes Jubiläum: Der FC Bayern München bleibt unter Trainer Jupp Heynckes eine Klasse für sich.

München - Jupp Heynckes war sein Jubiläum nicht mal ein Schulterzucken wert. 500 Siege in der Bundesliga als Spieler und Trainer, das sei schon "eine großartige Zahl", sagte der Coach von Bayern München nach dem souveränen 3:0 (2:0) im Derby gegen den FC Augsburg, aber: "Ich nehme das so zur Kenntnis, und dann ist es auch gut."

Sein 500. Erfolg, die ausgebaute Tabellenführung vor Leipzig (sechs Punkte zurück) und Dortmund (neun) - für Heynckes nur eine Momentaufnahme. "Ein super Spieltag", sei das für die Münchner gewesen, sagte Kapitän Arjen Robben, aber, behauptete Sportdirektor Hasan Salihamidzic, "wir schauen nicht auf die Tabelle, zumindest ich nicht". Der Vorsprung auf die Konkurrenz gebe Sicherheit, "aber wir müssen weitermachen".

Auf Augsburg folgen Anderlecht und Heynckes‘ alte Liebe

Am Mittwoch in der Champions League beim RSC Anderlecht, dann bei Heynckes' alter Liebe in Mönchengladbach, gegen Hannover und Paris - wohl erst das Duell mit der Milliardentruppe um Superstar Neymar am 5. Dezember wird zeigen, wie stark die Heynckes-Bayern wirklich sind. Nach acht Siegen in acht Pflichtspielen unter "Don Jupp" steht zumindest fest: Sie sind zu stark für die Bundesligarivalen - auch wenn Perfektionist Robben meinte, spielerisch gehe es "ein bisschen besser, wir dürfen nicht zufrieden sein".

Nach anfänglichen Problemen gegen sehr aufmerksam verteidigende Augsburger zeigten die Bayern laut Heynckes "unsere ganze Klasse". Der starke Arturo Vidal (31.) und Robert Lewandowski (38. und 49.) veredelten dies mit Toren. Dass Lewandowski auch erblondet eiskalt traf, überraschte Heynckes wenig. "Er ist ein Weltklassespieler, und Weltklassespieler müssen auch ab und zu mal Tore erzielen", sagte er lapidar.

Vidal glänzt nach Heynckes-Kritik 

Vidals Leistung nötigte ihm allerdings Respekt ab. Vor zweieinhalb Wochen, verriet der Trainer, habe er dem Chilenen den Kopf gewaschen, ihm "klipp und klar" gesagt, er sei "mit seinem gesamten physischen Zustand nicht zufrieden". Wenn Vidal sich nicht zusammenreiße, "gibt's andere Spieler...". Vidal habe das "nicht ganz so gesehen", im Training aber Gas gegeben. Das Ergebnis: das beste Saisonspiel des "Kriegers".

Die Bayern insgesamt, die nun in der "ewigen" Bundesliga-Tabelle als erste Mannschaft die 3000-Punkte-Grenze durchbrochen haben (3001), machten "ein richtig, richtig gutes Spiel, wenn nicht das beste bis jetzt", sagte Salihamidzic. Der Grund? Heynckes! "Der Trainer bringt eine überragende Leistung", betonte der Sportchef, "es ist ein Traum, mit ihm zusammenzuarbeiten." Heynckes habe für jeden "ein richtiges Wort und die Kabine voll im Griff. Es macht Riesenspaß, mit ihm zusammenzuarbeiten, er ist ein Riesengewinn für den FC Bayern."

Bayern schlägt Augsburg souverän - zweimal gibt es die Note 1

Jupp bringt Stabilität und Sicherheit in der Defensive

Heynckes ist es insbesondere gelungen, den Bayern wieder Stabilität zu geben. Unter Carlo Ancelotti gab es zwölf Gegentore in elf Pflichtspielen, unter dem Nachfolger nur drei in acht. "Wir stehen defensiv richtig gut, da funktioniert alles. Und wenn alles gut funktioniert, ist Fußball ganz einfach", sagte Lewandowski, wohlgemerkt ein Stürmer.

Heynckes lobte, die Mannschaft habe "wahnsinnig intensiv gearbeitet und sich in allen Bereichen verbessert". Wenn sukzessive die Verletzten wie Thomas Müller, Franck Ribery oder Manuel Neuer zurückkämen, "werden wir noch besseren Fußball spielen". Das klang wie eine Drohung.

SID

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