1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

War der Mané-Transfer „das schlechteste Geschäft aller Zeiten“?

Erstellt:

Von: Carolin Metz

Kommentare

Sadio Mané am 4.10.22 beim Spiel des FC Bayern München gegen den FC Viktoria Pilsen in der Champions League
Hätte der FC Liverpool Sadio Mané nie gehen lassen dürfen? © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

Der Wechsel von Sadio Mané zum FC Bayern war einer der am meisten beachteten Transfers des Sommers. Ein Experte kritisiert das Geschäft nun aber.

München – Ist Sadio Mané der neue Robert Lewandowski im Bayern-Kader? Torschützenkönig, Star-Stürmer, sichere Bank? So war es am Anfang geplant, als der Millionen-Transfer bekannt wurde. Doch zwischenzeitlich ging die Rechnung nicht auf: Mané hatte Schwierigkeiten in der neuen Umgebung, war nicht sehr präsent auf dem Platz, blieb torlos.

Die Kritik wurde lauter: Hält Mané, was seine Ablösesumme verspricht? Hat er Teamleader-Qualitäten? Doch nun scheint der Stürmer seine Mini-Krise überstanden zu haben. In den beiden letzten Spielen des FC Bayern konnte er wieder zeigen, was er drauf hat, schoss zwei Tore und agierte gut im Team.

Hätte der FC Liverpool Mané halten können?

Weiter in der Krise steckt dagegen sein früherer Verein, der FC Liverpool: Erfolgstrainer Jürgen Klopp und seine Mannschaft haben einen knallharten Fehlstart in der englischen Premier League hingelegt. Nur zwei Siege nach sieben Spieltagen und Tabellenplatz neun für den Meister von 2020 – das entspricht weder den Erwartungen der Fans noch des Vorstands.

In diesen Notzeiten sehnt man sich nach den guten alten Zeiten zurück. Paul Merson, ein ehemaliger Profi der Premier League, sieht im Weggang Manés den Grund für die momentane Krise der „Reds“: „Ihn für 30 Millionen Euro zu verkaufen, ist in der Welt der Premier League eine Tasse Kaffee“, kritisierte Merson bei Sky Sports UK. Die Höhe der Ablösesumme sei nicht angemessen gewesen. Mersons eindeutiges Urteil über den Mané-Transfer: „Das schlechteste Geschäft aller Zeiten.“

Mané war der „Anführer des Angriffs“ beim FC Liverpool

Der ehemalige Profi erklärt seine Einschätzung: „Wir reden hier von einem Mann, der ganz entscheidende Tore für diesen Verein geschossen hat, er war der Anführer des Angriffs, und das sage ich nicht nur wegen der Zahlen.“ Auch andere Experten sind der Meinung, dass Mané beim FC Liverpool eine riesige Lücke hinterlassen hat. In 269 Spielen für den Verein erzielte der Senegalese 120 Tore und gewann mit den „Reds“ sowohl die Meisterschaft als auch die Champions League.

Gute Gründe, Mané auf keinen Fall ziehen zu lassen, findet Merson: „Sie haben Darwin Núnez geholt, der im Moment nicht einmal in der gleichen Liga spielt. Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, Mané zu behalten und ihn am Saisonende ablösefrei gehen zu lassen?“ Vielleicht trauerte auch Mané selbst seinem Ex-Verein nach, als er beim FC Bayern noch Start-Schwierigkeiten hatte. Doch nun scheint es, als sei er in München voll angekommen. (cm)

Auch interessant

Kommentare