Warum kommen so wenige Fans zu den Bayern-Frauen?

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So sehen Sieger aus: Sportlich läuft es bei den Frauen des FC Bayern. Nur die Zuschauer fehlen noch.

München - Das Team von Thomas Wörle bleibt weiterhin an Tabellenführer Wolfsburg dran. Die Bayern-Frauen gewinnen trotz mäßiger Leistung auch gegen Leverkusen. Einziger Wermutstropfen: die magere Kulisse im Grünwalder Stadion.

Unbeirrt streben die Frauen des FC Bayern der Champions League entgegen. Erst einmal, nach der Vizemeisterschaft 2009, nahmen die Münchnerinnen bislang an der Königsklasse teil, für die sich am Saisonende zwei deutsche Teilnehmer qualifizieren. Und selbst die Meisterschaft ist in Reichweite. Das verwöhnte Münchner Publikum aber scheint das kaum zu interessieren. Nur eine Woche nach dem landesweit beachteten 0:0 gegen den VfL Wolfsburg, die aktuell beste Mannschaft Europas, verloren sich beim gestrigen 2:0-Erfolg über Bayer Leverkusen keine 500 Zuschauer im Grünwalder Stadion.

Wer nicht kam, hatte indes nicht viel versäumt. Bereits nach einer Viertelstunde war die Messe gelesen. Nach einem Foul an Gina Lewandowski verwandelte Spielführerin Melanie Behringer zunächst den fälligen Strafstoß sicher (11.), nur wenig später erhöhte die erst 18-jährige Niederländerin Vivianne Miedema zum Endstand (16.). Anschließend verwaltete die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle 75 Minuten lang den Vorsprung, ohne jemals in Gefahr zu geraten. Die eingewechselte Angreiferin Melike Pekel traf noch den Leverkusener Pfosten (67.), mehr ereignete sich nicht mehr.

Wörle: "Würden uns über mehr Zuschauer und Aufmerksamkeit freuen"

Dem 33-jährigen Coach aber diente die durchwachsene Vorstellung seines Teams als Bestätigung. „Ich habe immer gesagt, dass wir immer noch ein paar Mannschaften unterlegen sind“, erklärte Wörle, „wir sind gut, wenn alles passt, müssen dafür aber immer auf unserem höchsten Level agieren, das ist nicht immer möglich“. Dass es auch ein Qualitätsmerkmal sein kann, ein schwächeres Spiel letztlich ungefährdet zu gewinnen, stritt er vehement ab: „Nein, das hat mit Qualität nichts zu tun, wir hatten heute einfach keine gute Tagesform, ich war froh, als das Spiel abgepfiffen wurde.“

Bayern gegen Bayer: Die Bilder des Spiels

Bilder des Spiels: Bayern-Damen schlagen Leverkusen

Mit unverändert nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Wolfsburg gehen die auch in der 16. Ligapartie unbesiegten Bayern-Frauen nun in die zweiwöchige Länderspielpause. Doch die hat ihre Tücken: Lediglich eine gemeinsame Trainingseinheit könne man vor dem nächsten Ligaauftritt am 15. März in Duisburg absolvieren, haderte der Bayern-Coach. Insgesamt 16 Spielerinnen sind in den nächsten zwei Wochen mit ihren Nationalteams unterwegs. „Ich hoffe, dass alle gesund zurückkommen“, so Wörle, „wir haben genug Verletzte, mehr können wir nicht mehr auffangen“.

Über den Zuschauerzuspruch indes wollte er sich nicht beklagen, räumte aber ein, dass „wir uns natürlich über mehr Zuschauer und Aufmerksamkeit freuen würden“. Das sollte möglich sein, empfängt die Wörle-Elf doch im nächsten Heimspiel am 20. März mit Turbine Potsdam ein Schwergewicht des deutschen Frauenfußballs im Kampf um die Champions League.

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