Die tz-Analyse

Was bei Bayern schon rund läuft - und was nicht

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In Top-Form: Arjen Robben.

Bochum - Die Partie gegen Bochum hat der FC Bayern am Freitag klar gewonnen. Die tz zeigt auf, was beim FCB gut läuft und wo es noch hapert.

Auf dem Papier war es nur ein Testspiel, zu dem der FC Bayern am Freitagabend in Bochum antrat. Doch auf Experimente hatte Pep Guardiola verzichtet. Beim letztlich standesgemäßen 5:1 (2:1)-Erfolg über den Zweitligisten bot der Spanier seine Top-Elf auf, ließ Robben, Ribéry und Co. im ausverkauften Rewirpowerstadion von der Leine. Mario Götze fand sich dagegen zu Beginn nur auf der Bank wieder – ein Fingerzeig für den Rückrundenauftakt am Freitag beim VfL Wolfsburg?

Wie zu erwarten kontrollierten die Münchner die Partie und ließen sich auch vom frühen Rückstand durch Danny Latza (5.) nicht aus der Ruhe bringen. Zur Pause hatten sie das Spiel durch Treffer von Geburtstagskind Arjen Robben (26.), der am Freitag 31 Jahre alt wurde, und Dante (43.) bereits gedreht. In der zweiten Hälfte sorgten der eingewechselte Götze (66.), erneut Robben (78.) und Joker Sebastian Rode (84.) für den Endstand. Das Ergebnis stimmte, die Leistung auch – zumindest über weite Strecken. Die tz zeigt auf, was

beim FCB gut läuft und wo es noch hapert.

Das läuft jetzt schon rund

Spielfreude: Die Superstars sprühen vor Spielfreude. Franck Ribéry und vor allem Arjen Robben wirbelten die VfL-Hintermannschaft immer wieder durcheinander. Der Holländer glänzte mit zwei Treffern, das 3:1 durch Götze bereiteten Rib und Rob glänzend vor.

Spielaufbau: Ihre Dominanz haben die Roten während der Winterpause nicht verloren. Lenker und Denker des FCB-Spiels ist Xabi Alonso, Bastian Schweinsteiger agiert offensiver als der Spanier. Fast jeder Angriff wird von Alonso eingeleitet, der das Spiel mit seiner Ruhe und Übersicht aufbaut.

Standards: Jetzt sind die Bayern sogar da gefährlich. Schon gegen Al-Hilal traf Dante nach einer Ecke, auch am Freitag netzte der Brasilianer nach einem Eckball ein. Die ewige Schwäche bei Standards scheint endlich abgestellt.

Da muss noch mehr Pep rein

Konteranfälligkeit: Bei Bochumer Angriffen wirkte die linke Seite der Münchner anfällig. Dante und Juan Bernat hatten das ein oder andere Mal Probleme, so auch beim 0:1.

Kombinationsspiel: In Strafraumnähe stockt es noch. Gegen den VfL waren es vor allem in der ersten Hälfte Einzelaktionen, die für Gefahr sorgten.

Abschlussschwäche: Trotz fünf Treffern hapert es noch im Abschluss. Der Sieg in Bochum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn Robben (43., 62.), Dante (16.) oder Müller (36.) ihre Chancen konsequenter genutzt hätten.

sw, mic

Bilder: Die Bayern im letzten Test vor dem Liga-Start

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